Datensatz-Leserei

Wie Big-Data-Systeme riesige Informationsmengen sammeln, filtern und auswerten

Trends & News | Trend

Galten im vergangenen Jahrtausend noch Butterberge und Milchseen als Inbegriff von Überproduktion, fordern heute riesige Datenberge die Informationsgesellschaft heraus: Menschen, Maschinen und Sensoren generieren Daten im Überfluss – daraus wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen gilt als Kunst der Stunde.

Ein Blick auf eine Minute Internet: 640 000 Gigabyte Daten strömen weltweit durch die Leitungen; darunter 204 Millionen E-Mails und 100 000 Tweets. Der größte Online-Einzelhändler Amazon setzt in 60 Sekunden mehr als 80 000 US-Dollar um, YouTube erhält 30 Stunden frisches Videomaterial, Flickr 3000 neue Fotos. Und Google beantwortet in dieser Zeit zwei Millionen Suchanfragen.

Hinzu kommen die Daten von sozialen Netzwerken, Millionen IP-fähigen Videoüberwachungsgeräten – und künftig auch immer mehr Informationen aus großen Verkehrstelematik- und Energiesteuersystemen sowie über das Netz konfigurierbaren Fertigungsanlagen im industriellen Bereich. Riesige Datenmengen produzieren außerdem Forschung und Wissenschaft: So erzeugt allein der Teilchendetektor ATLAS des Large Hadron Collider (LHC) am europäischen Kernforschungszentrum CERN 60 Terabyte Daten pro Sekunde – viel zu viel, um alles speichern und nachträglich auswerten zu können. ...

Sie möchten wissen, wie es weitergeht?

Als c't-Plus-Abonnent gratis lesen

Anmelden als c't-Plus-Abonnent

weiterführende Links

Weitere Bilder

  • Empfehlungsalgorithmen schlagen passende Produkte als Ergänzung vor, sobald man etwas in den Warenkorb legt. Die Logik dahinter erschließt sich nicht immer, wenn man nach Kauf einer Speicherkarte Kameras aller Art empfohlen bekommt. Naheliegend wäre, dass man das Gerät bereits besitzt.
  • Mit 14 Anschlägen zur Kurznachricht: Die Android-Tastatur SwiftKey versucht zu verstehen, wie sein Besitzer sich ausdrückt, dahinter stecken Techniken wie Maschinelles Lernen und Natural Language Processing. Die Vorschläge und Korrekturen treffen nicht immer perfekt, beschleunigen das Tippen aber spürbar.

Anzeige
Anzeige