zurück zum Artikel

Trends & News | News

Polarkoordinaten-3D-Drucker Der 3D-Drucker-Prototyp PolarPrint3D des FabLab Neuchâtel soll abgerundete Elemente eines Werkstücks ohne die sonst sichtbaren Spuren der Motorschritte aufbauen. Das FabLab-Team erweiterte dafür einen handelsüblichen...

Polarkoordinaten-3D-Drucker

Der 3D-Drucker-Prototyp PolarPrint3D des FabLab Neuchâtel soll abgerundete Elemente eines Werkstücks ohne die sonst sichtbaren Spuren der Motorschritte aufbauen. Das FabLab-Team erweiterte dafür einen handelsüblichen Ultimaker um eine drehbare Druckplattform (Video siehe c’t-Link). Gerade Linien werden wie üblich über kartesischen Koordinaten, die konventionellen x- und y-Achsen und mit feststehender Plattform gedruckt. Zylindrische Teile entstehen durch Rotation der Plattform über einen zusätzlichen Schrittmotor – in diesem Fall wird der 3D-Drucker über Polarkoordinaten (Radius und Winkel) angesteuert. Als Weiterentwicklung soll die Firmware später automatisch das jeweils besser geeignete Koordinatensystem für einzelne Abschnitte des Werkstücks wählen. (phs)

Velleman-Profile für ABS-Druck

Der Hersteller des 3D-Druckerbausatzes K8200 (siehe c’t 19/13, S. 66) hat auf seiner Webseite nun auch Maschinenprofile für die Verarbeitung von ABS-Material veröffentlicht. Zunächst hatte Velleman lediglich Profile für den Druck mit PLA geliefert, der in der Regel mit niedrigeren Temperaturen erfolgt. ABS ist im Vergleich mit PLA etwas belastbarer, stellt an den Druck aber höhere Ansprüche und neigt bei zu schnellem Abkühlen zum Verziehen. Für ABS-Drucke sieht der Hersteller eine Extruder-Temperatur von 245 Grad vor, die der Drucker auch mühelos erreicht. Für die beheizte Druckplattform strebt Velleman 60 Grad bei der ersten Schicht und danach 70 Grad an, was die Maschine aufgrund der geringen Heizleistung in der Praxis aber kaum schafft. Tipps zur Verbesserung der Heizbettleistung und des z-Achsenantriebs beim K8200 finden Sie im Artikel ab Seite 162. (tig)

Dreidimensional scannen

Version 2.0 der Software ReconstructMe fürs Scannen mithilfe einer Kinect oder ähnlichen Tiefenkamera erfasst jetzt auch Farben. Zudem wurde die Bedienoberfläche komplett umgestaltet. Das zugrunde liegende SDK wurde ebenfalls überarbeitet und soll die Entwicklung eigener Anwendungen zur räumlichen Erfassung erleichtern. Der Hersteller Profactor zeigt auf seiner Webseite als Beispielanwendungen den simultanen Scan mit mehreren Sensoren und das Erfassen der Form über wenige Schnappschüsse. ReconstructMe gibt es für den privaten Gebrauch in einer leicht eingeschränkten Gratisausgabe, die Pro-Version kostet 179 Euro. Eine Lizenz für das SDK kostet für einen Anwender 499 Euro, Preise für Sammellizenzen teilt der Hersteller auf Anfrage mit.

Auch Microsofts SDK für die Windows-Kinect treibt es jetzt bunt: Die eingebauten 3D-Scan-Werkzeuge namens Kinect Fusion erfassen in Version 1.8 des SDK zusätzlich zu den Raumdaten auch Farbinformationen, fügen diese allerdings als Bitmap-Texturen hinzu. Der Vorteil: Späteres Vereinfachen des Oberflächennetzes führt dabei nicht automatisch zu weniger Details der farbigen Darstellung. Das SDK soll außerdem ebenfalls ein Beispiel fürs simultane Scannen mit mehreren Kinects enthalten.

Farbe beherrscht die Scansoftware RecFusion schon länger, Version 1.1 benötigt jetzt allerdings keine leistungsfähige Grafikkarte mehr. Die 3D-Rekonstruktion kann auch nach der eigentlichen Aufnahme mit Kinect oder Asus Xtion Pro Live auf der CPU des angeschlossenen Rechners ablaufen. Die Anwendung soll Löcher im erfassten Oberflächennetz automatisch schließen. Eine eingeschränkte Testversion gibt es gratis, die Vollversion kostet 99 Euro.

Der 3D-Druckerhersteller MakerBot Industries hat mit der Auslieferung seines 3D-Scanners namens Digitizer begonnen. Mithilfe von zwei Linienlasern und einer Kamera mit 1,3 Megapixeln erfasst das Gerät Objekte bis zu einer größten Abmessung von rund 20 Zentimetern und bis zu 3 Kilogramm Gewicht. Die 360-Grad-Rotation auf dem Drehteller soll dabei nach rund 12 Minuten abgeschlossen sein. Der Hersteller verspricht globale Maßabweichungen von maximal 2 Millimetern und eine Detailauflösung von rund 0,5 Millimetern. Beim deutschen Distributor Hafner’s Büro kostet der Digitizer 1666 Euro.

Occipital hat sich in einer Crowdfunding-Aktion auf Kickstarter mit dem Startkapital für einen mobilen 3D-Scanner versorgt, der sich per Kabel an mobile Geräte anschließen lassen soll – bevorzugt Tablets mit iOS. Die gestaffelten Auslieferungstermine beginnen im Februar 2014. Nach den Crowdfunding-Paketen zu urteilen wird der reguläre Preis für den Sensor bei rund 350 US-Dollar liegen. Die Firma liefert außer der Hardware auch ein SDK für mobile Scan-Anwendungen mit ihrem Sensor. (pek)

Kabellose 3D-Maus

Mit der SpaceMouse Wireless von 3Dconnexion dreht man Modelle in 3D-Programmen oder steuert deren räumliche Darstellung, während man parallel mit der konventionellen Maus in der anderen Hand die Objekte bearbeitet. Das 3D-Eingabegerät koppelt sich per Funk an den Rechner. Ist der eingebaute Akku leer oder am Einsatzort Funkverkehr mit 2,4 GHz verboten, schlägt ein USB-Kabel die Brücke zwischen Computer und 3D-Maus, die nebenbei gleich aufgeladen wird. Das Gerät arbeitet mit vielen Profi-CAD-Anwendungen etwa von Autodesk, Dassault Systèmes, Siemens PLM oder PTC zusammen, es lässt sich aber auch in SketchUp, Google Earth oder Blender benutzen (komplette Liste siehe c’t-Link). Die SpaceMouse Wireless kostet 154 Euro. (pek)


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-2312341