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Hardware-Anforderungen für PC-Spiele explodieren

Xbox One und Playstation 4 stehen vor der Tür und bieten wesentlich mehr Grafikleistung als ihre Vorgänger. Das freut die Spieleentwickler, die noch detailliertere 3D-Welten erschaffen können. Da die meisten Spiele auch für den PC herauskommen, steigen die Anforderungen an dessen Hardware stark an. Die neuen Titel fordern nicht nur stärkere Grafikkarten, sondern auch mehr Arbeitsspeicher und Prozessorkerne als bisher.

Beispielsweise verlangt das GTA-ähnliche Open-World-Spiel Watch Dogs mindestens 6 GByte Speicher und folglich eine 64-Bit-Version von Windows 7 oder 8, damit es überhaupt startet, dazu als Minimum den Vierkernprozessor Core 2 Quad 8400. Ubisoft empfiehlt zum Spielen in Full HD und hoher Detailstufe wahlweise einen Intel Core i7-3770 oder einen AMD FX-8350 mit 4 GHz Taktfrequenz und 8 GByte Arbeitsspeicher. Die Grafikkarte muss zu DirectX 11 kompatibel sein und sollte 2 GByte VRAM haben. Erhältlich ist Watch Dogs im ersten Halbjahr 2014.

Auch Call of Duty Ghosts läuft laut Informationen von Nvidia erst mit einem 64-Bit-Windows, verlangt 6 GByte Arbeitsspeicher plus DirectX-11-Grafikkarte und belegt allein 50 GByte auf der Festplatte. Das Spiel erscheint am 5. November.

Dagegen wirkt zumindest das Arbeitsspeicher-Minimum des am 30. Oktober erscheinenden Battlefield 4 noch relativ niedrig: Laut DICE soll das Spiel bereits mit 4 GByte starten. Allerdings empfiehlt der Entwickler für die höchstmögliche Detailstufe in hohen Auflösungen 8 GByte RAM und eine DirectX-11-Grafikkarte mit 3 GByte Videospeicher – derartige Exemplare dürften derzeit nur in den wenigsten Spielerechnern stecken. Wie AMD während einer Presseveranstaltung in München erwähnte, soll Battlefield 4 das anspruchsvollste Spiel bis dato werden. Derzeit lässt sich eine eingeschränkte Beta-Version probespielen, die jedoch auf einem älteren Build basiert und nicht so hübsch wie die finale Version aussieht.

AMD und Nvidia bieten etwa die Grafikkarten Radeon R9 270X und GeForce GTX 770 auch mit 4 GByte VRAM an. Noch schnellere Varianten haben mindestens 3 GByte an Bord. (mfi)

Kompakter Barebone-PC für Gamer

Spieletaugliche Rechner mit leistungsfähigen Komponenten passen nicht ohne Weiteres in ein Gehäuse mit geringen Abmessungen. Der Barebone-Rechner Asrock M8 löst dieses Problem, da der Hersteller Mini-ITX-Mainboard, SFX-Netzteil und eine Riser-Card für die Grafikkarte mitliefert. Das Design des schlanken Spiele-PC wurde in Zusammenarbeit mit BMW entwickelt. An der Front befindet sich ein Sensorfeld mit OLED-Anzeige. Die Seitenwände halten magnetisch.

Das Board mit Z87-Chipsatz nimmt LGA1150-Prozessoren der Serie Core i-4000 auf. Das 450-Watt-Netzteil gibt Asrock für Dual-Slot-Grafikkarten mit bis zu 200 Watt Thermal Design Power (TDP) wie eine GeForce GTX 760 oder R9 270X frei. Der Asrock M8 kostet 500 Euro. (chh)

Prototypen der Steam Machines

Anfang Oktober hat Valve die Spezifikationen der ersten Prototypen der Wohnzimmerkonsolen Steam Machines bekannt gegeben. Diese 300 Modelle bestehen aus leistungsstarker PC-Hardware und sind zunächst als Testgeräte gedacht, mit denen man Bugs und Inkompatibilitäten aufdecken möchte. Die Grafikkarten kommen von Nvidia und reichen von der GeForce GTX 600 bis hin zur allein 900 Euro teuren GeForce GTX Titan.

Das hat im Netz schnell Gerüchte beflügelt, dass auch in den finalen Steam Machines lediglich Nvidia-GPUs rechnen sollen. Dem hat Valve aber schnell widersprochen und erklärt, dass es die im Jahr 2014 erwarteten Steam Machines natürlich auch mit AMD-Grafikchips geben werde.

Besonders die Qualität des Grafiktreibers entscheidet darüber, ob Spiele flüssig und fehlerfrei laufen oder nicht. Noch im März sah Valve im Gespräch mit c’t dabei Nachbesserungbedarf bei AMD; deren Treiber war nicht auf dem Level Nvidias.

Entwickler können sich am 15. und 16. Januar in Seattle ein Bild davon machen, wie gut die Prototypen der Steam Machines laufen und wie präzise der Controller funktioniert. Dann lädt Valve erstmalig zu den Steam Developer Days ein. Presse ist dort explizit nicht erwünscht. (mfi)

All-in-One-PC im Kinoformat

Der Lenovo IdeaCentre B750 ist mit einem Breitbild-Display im Seitenverhältnis 21:9 ausgestattet, mit dem sich Kinofilme im Cinemascope-Format ohne störende schwarze Streifen anschauen lassen. Bei einer Bilddiagonale von 29 Zoll zeigt es eine Auflösung von 2560 × 1080 Pixeln und wird von einer Mobilgrafikkarte vom Typ GeForce GTX 760M angesteuert. Zur weiteren Ausstattung des IdeaCentre B750 gehören der Quad-Core Core i7-4770, 8 GByte Arbeitsspeicher, eine 2-TByte-Festplatte sowie ein Blu-ray-Brenner. Der Lenovo B750 soll in den nächsten Wochen für 1399 Euro in den Handel kommen. (chh)

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