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Cinnamon-Desktop 2.0

Mit der neuen Version 2.0 gewinnt der im Linux-Mint-Umfeld entwickelte Desktop Cinnamon mehr Eigenständigkeit. Dafür sorgen die Programme cinnamon-desktop, cinnamon-session und cinnamon-settings-daemon, die die Cinnamon-Macher von ihren Gnome-Pendants geforkt haben. Das soll Kompatibilitätsprobleme zwischen Cinnamon und dem Gnome-Unterbau vermeiden und die Integration des Desktops in andere Distributionen als Linux Mint erleichtern.

Dank der neuen Edge-Snapping-Funktion werden Fenster, die man mit gedrückter Strg-Taste an den Rand des Desktops schiebt, nicht mehr überdeckt, wenn man ein anderes Fenster maximiert. Der Dateimanager Nemo, ein Fork des Gnome-Tools Nautilus, zeigt länger dauernde Aktionen wie das Kopieren großer Dateien nun im System-Tray an, wenn man das Fenster mit der Fortschrittsanzeige schließt.

Ziel von Cinnamon ist es, einen traditionellen Desktop auf Grundlage von Gnome-3-Technik bereitzustellen. Cinnamon 2.0 soll in Linux Mint 16 (Codename Petra) zum Einsatz kommen, das für Ende November angekündigt ist. Der Desktop ist aber auch für andere Distributionen verfügbar, darunter Ubuntu und Fedora. (thl)

Auf dem Weg zu Opensuse 13.1

Der jetzt veröffentlichte erste Release Candidate gibt einen Ausblick auf die Neuerungen von Opensuse 13.1. Mit dem Kernel 3.11, KDE 4.11.2 und Gnome 3.10 ist die Software auf den aktuellen Stand gebracht. Die Entwickler bitten vor allem um Tests von Btrfs, auch wenn das „Next Generation Filesystem“ für Linux in 13.1 noch nicht zum Default werden wird.

Opensuse 13.1 enthält Yast 3.0, eine Ruby-Portierung des Installations- und Konfigurationstools. Für Opensuse 13.2 und Suse Linux 12 sind weitere Änderungen an Yast geplant: Die zweite Phase der Installation, in der Opensuse nach dem Aufspielen der Software und einem Reboot konfiguriert wird, soll entfallen. Der Installationsprozess soll in drei unabhängige Phasen – Daten sammeln, installieren, konfigurieren – aufgeteilt werden. Zudem soll der neue Yast nicht nur RPM-Pakete installieren, sondern die Software auch als Image direkt aufspielen können. (odi)

Samba 4.1 mit verbessertem SMB-Client

In der neuen Version 4.1 des freien SMB/CIFS-Servers Samba beherrscht auch der enthaltene SMB-Client SMB2 und SMB3; der Server spricht bereits seit Samba 4.0 die neuen, effizienteren Versionen des SMB-Protokolls. Die Nutzung von SMB2 und SMB3 muss explizit konfiguriert werden. Das gilt auch für die verschlüsselte Datenübertragung per SMB3 zu modernen Windows- und Samba-Servern. Der Samba-Server 4.1 kann Daten direkt auf dem Server kopieren, ohne dass die Daten übers Netzwerk zum Client und zurückgeschickt werden (Server-Side Copy). Auf Btrfs-Systemen können mehrere Dateien die gleichen Extents auf der Platte nutzen, was Kopieraktionen weiter beschleunigt und die Duplikation von Daten verhindert. (thl)

Mesa lernt OpenGL 3.2

Die kommende Version 10.0 der freien OpenGL-Implementierung Mesa implementiert nun den OpenGL-Standard in Version 3.2, was Verbesserungen für OpenGL-Anwendungen wie Spiele und CAD-Software bringt. Bei Redaktionsschluss unterstützt allerdings nur der freie Intel-Grafiktreiber auf moderner Hardware OpenGL 3.2; die freien Treiber Radeon und Nouveau für AMD- und Nvidia-Grafik müssen noch nachziehen. (odi)

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