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IP-Kameraüberwachung für dunkle Ecken

Die neuen IP-Kameras aus der Serie „Wide Dynamic Range“ von Digitus sollen auch bei schlechten Lichtverhältnissen gute Aufnahmen liefern. Dafür sorgt der Exmor-Kamerasensor von Sony, der mittels Wide-Dynamic-Range-Technik das Bildrauschen reduziert: Er verbessert die Detailwiedergabe in dunklen Bildteilen durch die Kombination von jeweils einer unter- und einer überbelichteten Aufnahme.

Die Kameras zeichnen Videos im H.264-Format auf und lassen sich durch Kameraverwaltungsprogramme anderer Hersteller steuern, die gemäß dem Standard „Open Network Video Interface Forum (ONVIF)“ ausgelegt sind. Beim deutschen Digitus-Vertrieb Assmann kostet das für den Außeneinsatz gedachte Kameramodell Digitus Advanced 2MP Full HD (DN-16084) 700 Euro. Die für Innenräume gedachte Digitus Advanced 2 MP Full HD Indoor Dome-Kamera (DN-16081) kostet 400 Euro.

Zu den beiden Kameramodellen bietet Assmann den Digitus WDR-Netzwerkvideorecorder an, der die Aufnahmen von vier oder acht Netzwerk-Kameras parallel aufzeichnet. Das 400 Euro teure Gerät zeichnet ununterbrochen oder ereignisgesteuert auf und versorgt die angeschlossenen Kameras übers Netzwerkabel mit Strom. Die Aufnahmen lassen sich per HDMI auf Monitoren oder TV-Geräten abspielen. Allerdings liefert der Hersteller das Gerät ohne Festplatten aus, sodass man zum Gerätepreis weitere Kosten addieren muss. (rek)

VDSL-Vectoring nimmt Fahrt auf

VDSL-Vectoring ist eine Technik, die auf Kupferdoppeladern die Datenrate und Reichweite erhöht, indem sie die Übersprechstörungen von benachbarten Leitungen senkt. Deshalb erscheint Vectoring für Netzbetreiber attraktiv. Herkömmliches VDSL liefert in der Praxis bis zu 50 MBit/s, Vectoring kommt aufs Doppelte. Auch die Distanz, über die noch 50 MBit/s zu erzielen sind, nimmt zu. Mit VDSL ist bei rund 250 Metern Schluss, Vectoring schafft das auch über 600 Meter hinweg.

Das Ganze hat jedoch einen Haken: Um die Übersprechstörungen zu senken, müssen die Signale aller Leitungen eines Kabelverzweigers (Kvz) zeitlich koordiniert gesendet werden. Deshalb muss die Kontrolle aller Leitungen des Kvz in einer Hand liegen. Das verstieß jedoch zunächst gegen die Regel der Bundesnetzagentur, nach der Netzbetreiber diskriminierungsfreien Zugang zum Kvz haben sollten. Deshalb gibt es in Deutschland noch keine Provider, die Vectoring im Programm haben. Inzwischen gewährt die Bundesnetzagentur den Betrieb unter Auflagen (z. B. sichert sie Betreibern Bestandsschutz zu, die Leitungen von der Telekom gemietet haben). Im August gab die EU vorläufig „grünes Licht“ für die neuen Regeln der Bundesnetzagentur.

Mitte Oktober haben dann die Netzwerkausrüster Lantiq und Keymile vermeldet, dass sie erstmals eine größere Menge an Line-Cards an einen nicht genannten „großen Netzbetreiber“ ausgeliefert haben. Line-Cards kommen beim Netzbetreiber in DSLAMs zum Einsatz. Ein Exemplar verwaltet bis zu 192 Kanäle. Ein Teil der ausgelieferten Line-Cards befindet sich bereits im Feldtest. Der nicht genannte Netzbetreiber plant, seinen Kunden Vectoring-basierte Breitbanddienste ab Ende 2013 anzubieten.

Es gibt bisher zwar nur inoffizielle Hinweise darauf, dass die Telekom Vectoring in Angriff nimmt, aber zuletzt intensivierte das Unternehmen seine DSL-Ausbaupläne. Mit VDSL allein erreicht es nur 50 MBit/s, mit Vectoring bis zu 100 MBit/s. Damit würde die Telekom den Abstand zu Kabelanschlüssen verkürzen, die bis zu 150 MBit/s liefern, und könnte den aufwendigen Ausbau von Glasfaseranschlüssen um Jahre verschieben. Und auch teilnehmerseitig ist der Boden bereitet: Mit der Fritzbox 3390 und 7490 sind erste Router im Handel, die sich für das Turbo-VDSL eignen.

Telekom-Wettbewerber befürchten nun eine „Re-Monopolisierung“ des Festnetzes seitens des rosa Riesen. Er könnte per Vectoring Kunden versorgen, die bisher über die Kupferdoppelader nur per ADSL2+ erreichbar sind. Das dürfte Mitbewerbern, die nur ADSL2+-Anschlüsse im Programm haben (max. 16 MBit/s), ebenso das Wasser abgraben, wie die mit Beginn der Vectoring-Nutzung sicherlich sinkende Zahl der frei zugänglichen Kvz. (dz)

Hotspot-Community bei Kabel Deutschland

Ab November 2013 können Kabel-Deutschland-Kunden über die bei anderen Kunden des Anbieters laufenden WLAN-Hotspots unterwegs ins Internet gelangen. Dieser kostenlose Internetzugang setzt voraus, dass der Nutzer ebenfalls einen WLAN-Hotspot an seinem Kabel-Deutschland-Zugang betreibt.

Diese von Kabel Deutschland (KDG) als Homespot bezeichneten WLAN-Zugänge kann man über das Kundencenter des Betreibers aktivieren. Laut KDG können alle Kunden das Angebot nutzen, die ein Kabelmodem mit aktivierter WLAN-Option einsetzen. Die ebenfalls vom Betreiber angebotenen kabeltauglichen Fritzboxen sind dafür bislang nicht ausgelegt.

Ein aktiver Homespot „stellt dabei ein zweites streng vom privaten Bereich getrenntes WLAN-Signal auf den Kabelroutern der Kunden zur Verfügung“, erklärte das Unternehmen gegenüber c’t. Das vom Homespot aufgespannte Funknetz nutzt – wie bei Hotspots üblich – keine Funkverschlüsselung, die Anmeldung läuft jedoch über einen SSL-verschlüsselten Server. Damit per Homespot mitsurfende KDG-Kunden nicht die Leitung des jeweiligen Inhabers verstopfen, stellt der Provider allen Betreibern 10 MBit/s zusätzlicher Bandbreite bereit. (rek)

Automatisierte Fernwartung

Die gemeinsam von Pcvisit und Amdosoft entwickelte Software SystemSupport 10.0 überwacht, steuert und automatisiert komplexe IT-Prozesse und IT-Umgebungen. Sie erkennt Systemausfälle, verteilt Anwendungen und inventarisiert Soft- sowie Hardware. Das Automatisierungsmodul b4 von Amdosoft übernimmt dabei Routineaufgaben, schaltet also Geräte kontrolliert an oder aus und dokumentiert alle Vorgänge im Rechenzentrum. Die dafür nötigen Regeln erstellt man per Drag & Drop. Preise nennt der Hersteller auf Nachfrage. (rek)

Netzwerk-Notizen

AVMs Powerline-Adapter 540E überträgt per Stromkabel bis zu 500 MBit/s, die LAN-Ports erreichen 100 MBit/s und per WLAN schafft er 300 MBit/s.

Igels neue Zero-Clients sind auf Citrix HDX, Microsoft RDS oder VMWares Horizon View angepasst, per Lizenz lassen sie sich aber aufrüsten.

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