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Günstige VA-Monitore

BenQs 21,5-Zoll-Monitore GW2265HM und GW2265M nutzen ein VA-Panel, was eine geringe Winkelabhängigkeit nebst satter Schwarzanzeige verspricht. BenQ beziffert den In-Bild-Kontrast mit 3000:1 – ein Wert, den aktuelle Monitore mit IPS-Technik nicht annährend erreichen.

BenQ bewirbt beide 16:9-LCDs mit seiner Eye-Care-Technik: Die Leuchtdioden des Backlight werden offenbar über geringere Ströme gedimmt. Üblicherweise nutzt man zur Helligkeitssteuerung die sogenannte Pulsweitenmodulation (PWM). Bei ihr werden die Leuchtdioden in schneller Folge ein- und ausgeschaltet, was das menschliche Auge aufgrund seiner Trägheit als geringere durchschnittliche Helligkeit wahrnimmt. Obgleich man bei einer Modulationsfrequenz von über 120 Hz kein Flimmern mehr bemerkt, klagen empfindliche Nutzer über Kopfschmerzen, wenn sie längere Zeit an einem per PWM gedimmten Monitor arbeiten. Möglicherweise hat die als augenschonend und flimmerfrei deklarierte Eye-Care-Technik aber noch einen weiteren Grund: Für jede per PWM gedimmte Diode werden Lizenzgebühren an Philips fällig – die Niederländer halten ein Patent auf die Puls-Weiten-Modulation von Leuchtdioden.

Beide BenQ-Displays nehmen Videosignale über einen DVI-Eingang entgegen. Beim GW2265HM können die Bilder zusätzlich per HDMI zugespielt werden. Er integriert zudem 1-Watt-Lautsprecher, der GW2265M braucht für die Audioausgabe ein Klinkenkabel zum PC. Die kurze Reaktionszeit von 6 Millisekundenfür einen einfachen Bildwechsel (grey-to-grey) reicht für Filme und die meisten Spiele völlig aus.

Gemessen an der Ausstattung haben die Schirme einen verlockenden Preis, sind mit knapp 55 Zentimetern Diagonale aber auch ziemlich klein: Der GW2265M kostet 120 Euro, der zusätzliche HDMI-Eingang des GW2265HM führt zu zehn Euro Aufpreis. (spo)

Hersteller gründen Mobildruck-Allianz

Die vier großen Druckerhersteller Canon, HP, Samsung und Xerox wollen gemeinsam technische Standards zum mobilen Drucken von Smartphones, Tablets und anderen Geräten erarbeiten und verbreiten: Die Mopria (Mobile Printing Alliance, www.mopria.org), eine Non-Profit-Organisation nach dem Vorbild der Wi-Fi Alliance, soll die Integration und Einhaltung der Standards unterstützen, zertifizierte Drucker, Mobilgeräte und Apps sollen das Mopria-Logo tragen.

Noch fehlen der Druck-Allianz gewichtige Mitspieler auf dem Mobilmarkt, weshalb Gespräche mit den Herstellern der führenden Mobilbetriebssysteme Apple und Google ganz oben auf der Aufgabenliste stehen dürften. Beide haben immerhin mit Apple AirPrint und Google Cloud Print eigene Lösungen vorzuweisen. Auch Druckerhersteller wie Brother oder Epson sind noch nicht an Bord. Als erster Softwarepartner hat sich Adobe der Mopria Allianz angeschlossen. (rop)

Biegsame Displays

Nachdem Samsung in Korea sein Galaxy Round vorgestellt hat (siehe S. 24), zieht auch LG mit einem Smartphone mit gebogenem Display nach. Samsungs 5,7-zölliges Round-Display ist auf der kurzen Seite gebogen, das im Mobilgerät von LG macht auf der Längsseite die Biege. Biegsam war bereits der 5-zöllige Prototyp, den das koreanische Unternehmen im Mai auf der Entwicklerkonferenz DisplayWeek gezeigt hat. Das 6-zöllige Display des LG-Smartphones soll 0,4 Millimeter dünn sein, einen Biegeradius von 70 Zentimeter erlauben und im November auf den Markt kommen. Ob das LG-Gerät wie Samsungs Galaxy Round erstmal nur in Südkorea oder auch in anderen Ländern angeboten wird, ist noch offen.

Beide koreanischen Hersteller nutzen organische Displays: Die hauchdünnen Schichten der OLEDs behalten ihre optischen Eigenschaften anders als LCDs auch dann bei, wenn sie gebogen werden und dadurch unter Spannung stehen. Unklar ist, ob die organische Schicht auf einem flexiblen Träger sitzt. In der aktuellen Realisierung wäre dies unnötig, denn die vermeintlich flexiblen Displays stecken in einem starren Gehäuse. Außerdem ist die Fertigung auf Glassubstraten erprobt und dadurch kostengünstiger, und sehr dünnes Glas lässt sich problemlos biegen.

Damit stellt sich natürlich die Frage nach dem Zweck der Biegung: Möglicherweise sind die Reflexionen am gebogenen Schirm geringer, das Gerät liegt besser in der Hand und sicherlich fällt es mit seiner ungewöhnlichen Form stärker auf. Samsung will seinem Galaxy Round über die Wölbung zusätzliche Funktionen verleihen – etwa eine schnelle Prüfung verpasster Anrufe. Wie das genau funktioniert, ist noch nicht bekannt.

Interessant sind die beiden gebogenen Displays im Grunde vor allem, weil sie eine Entwicklungsrichtung aufzeigen: Ein flexibles, unzerbrechliches und womöglich aufrollbares oder faltbares Display würde ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Man könnte damit Gegenstände jenseits von PC, Tablet oder Smartphone ausstatten, im Büro ebenso wie zu Hause. Und diese dann ins Netz bringen: Das Internet der Dinge lässt grüßen.

Dafür müssten allerdings weitere Komponenten flexibel sein – außer dem Trägersubstrat auch die Ansteuerelektronik und der Akku. Der Chemiezweig von LG hatte hierfür kürzlich zwei neue Batterie-Varianten präsentiert: ein sehr dünnes, gebogenes Modell und eines, das als flexibles Kabel ausgelegt ist. (uk)

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