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Smartphone mit gekrümmtem Display Samsung hat in Südkorea das erste Smartphone mit gebogenem Bildschirm vorgestellt: Das OLED-Display des Galaxy Round krümmt sich an den Seiten in Richtung des Nutzers wie bei einigen OLED-Fernsehern. Kippt man es,...

Smartphone mit gekrümmtem Display

Samsung hat in Südkorea das erste Smartphone mit gebogenem Bildschirm vorgestellt: Das OLED-Display des Galaxy Round krümmt sich an den Seiten in Richtung des Nutzers wie bei einigen OLED-Fernsehern. Kippt man es, während es auf einem Tisch liegt, wacht es aus dem Standby-Modus auf und zeigt Infos an. Auch für Musik- und Foto-Apps soll es Steuerungsmöglichkeiten geben, die die Biegung einbeziehen.

Die Ausstattung liegt auf Oberklasse-Niveau: Das 5,7-Zoll-Display mit Super-AMOLED-Technik zeigt Full-HD-Auflösung. Außerdem hat das Round 3 GByte Arbeitsspeicher, einen 2,3-GHz-Quad-Core-Prozessor und eine 13-Megapixel-Kamera. In Südkorea soll es 1,09 Millionen Won kosten (rund 750 Euro). Ob es auch nach Deutschland kommt, hat Samsung noch nicht verraten. (mho)

BlackBerry vor dem Ausverkauf

BlackBerry sucht einen Retter: Wie Reuters berichtet, verhandelt der Smartphone-Hersteller mit Cisco, Google und SAP über eine Übernahme. Auch bei Intel, LG und Samsung habe er angeklopft. Die Beteiligten haben den Bericht aber weder bestätigt noch dementiert.

Fest steht, dass zwei BlackBerry-Mitgründer ihr altes Unternehmen gerne zurückkaufen würden: Michael Lazaridis und Douglas Fregin haben diese Absicht bei der US-Börsenaufsicht gemeldet und suchen Investoren.

Auch die kanadische Finanzfirma Fairfax Financial will BlackBerry übernehmen. Fairfax hält zehn Prozent der Aktien und will für die restlichen 4,7 Milliarden Dollar zahlen – das ist nicht gerade ein üppiges Angebot. Allein BlackBerrys Patentportfolio soll zwei bis drei Milliarden wert sein, dazu kommen liquide Mittel und ein gut laufendes Servicegeschäft. Probleme haben die Kanadier vor allem in der Hardware-Sparte.

BlackBerry versucht derweil, seine Kunden zu beruhigen. In einer Anzeigenkampagne schreibt der Hersteller, man habe „umfangreiche finanzielle Reserven“ und sei schuldenfrei. (cwo)

Keine Apps mehr für Symbian und MeeGo

Schlechte Nachricht für Nutzer eines Smartphones mit Symbian oder MeeGo: Ab dem 1. Januar 2014 können Entwickler keine neuen Apps und keine App-Updates für diese Betriebssysteme mehr in Nokias App-Store veröffentlichen, teilte Nokia mit.

Bestehende Apps können Nutzer zwar auch nach dem 1. Januar 2014 noch herunterladen. Aber im schlechtesten Fall funktionieren einzelne Anwendungen schon bald nicht mehr. Zum Beispiel, wenn ein Webdienst seine Schnittstellen ändert, seine Apps aber nicht daran anpassen kann. Die Betriebssysteme selbst will Nokia bis 2016 weiter pflegen. Neue Nokia-Smartphones gibt es nur noch mit Windows Phone. (cwo)

Erstes Firefox-Smartphone für Deutschland

Congstar bietet als erster deutscher Provider ein Smartphone mit Firefox OS an: Die Telekom-Tochter verkauft das Alcatel OneTouch Fire für 90 Euro (ohne Vertrag und ohne SIM-Lock). Zusammen mit einer Prepaid-SIM-Karte und 10 Euro Startguthaben kostet es 100 Euro.

Das taufrische Firefox OS hat weniger Funktionen als Android und iOS und richtet sich an Einsteiger. Mozilla arbeitet fieberhaft an Verbesserungen: Das vor Kurzem veröffentlichte Update auf Version 1.1 bringt unter anderem MMS, eine API für Push-Benachrichtigungen, eine Importfunktion für Kontaktdaten aus Gmail und Hotmail, eine virtuelle Tastatur mit Autokorrektur und eine Musiksuche.

Das OneTouch Fire hat ein 3,5-Zoll-Display (480 × 320), eine 1-GHz-CPU mit einem Kern, 256 MByte RAM, einen MicroSD-Slot, WLAN, Bluetooth und GPS – gehört also zur Einsteigerklasse. Android-Smartphones in dieser Preisklasse haben eine Doppelkern-CPU und 512 MByte RAM. (cwo)

Leichte Netbooks mit Chrome OS

Die kleine Auswahl an Notebooks mit Googles Betriebssystem Chrome OS wird ein bisschen größer: Acer und HP haben Chrome-OS-Netbooks vorgestellt. Beide haben ein 11,6-Zoll-Display mit 1366 × 768 Pixeln, 16 GByte Flash-Speicher und wiegen rund ein Kilo.

Die wichtigsten Unterschiede: Im HP Chromebook11 steckt wie in vielen Tablets ein ARM-Doppelkern von Samsung. Der Intel-Doppelkern Celeron 2955U im Acer-Chromebook C720 ist schneller, aber erst im Test wird man sehen, ob der Unterschied in der Praxis eine Rolle spielt. HP setzt ein Spiegeldisplay ein, Acer ein mattes. Das HP-Gerät kostet 300 Euro, Acer verlangt nur 250 Euro.

Chrome OS besteht im Prinzip nur aus einem Linux-Kern und Googles Chrome-Browser. Programme werden nicht installiert, sondern im Browser ausgeführt. Aufgrund des kleinen lokalen Speichers erhalten Nutzer für die Dauer von zwei Jahren 100 GByte Cloud-Speicherplatz auf Google Drive – danach muss man die Daten umlagern oder ein Abo kaufen. (cwo)

Mangelhaftes Merkelphone

Das Sicherheits-Handy SiMKo 3 der Deutschen Telekom, auch als Merkelphone bekannt, soll nicht den Anforderungen und Erwartungen des Berliner Politikbetriebes entsprechen. Wie der Focus berichtet, wurden in regierungsinternen Tests Mängel festgestellt: die Akkulaufzeit sei zu kurz und der Arbeitsspeicher zu klein. Außerdem vermissten die Tester die Fotofunktion, WLAN und Bluetooth.

Das SiMKo 3 ist ein Samsung Galaxy S3 mit zwei getrennten Betriebssystemen für die dienstliche und private Nutzung. Das Dienst-Betriebssystem entspricht den Anforderungen der Geheimhaltungsstufe „Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch“. Es ist größer als das Standard-Android und lässt für Anwendungen weniger Arbeitsspeicher übrig.

Telekom-Sprecher Harald Lindlar sagte gegenüber c’t, im dienstlichen Betrieb hätten die Fotofunktion sowie WLAN und Bluetooth untergeordnete Bedeutung. Die Unterstützung werde noch programmiert und nach einer Sicherheitsüberprüfung nachgeliefert. Auf der Messe it-sa hat die Telekom nun auch ein SiMKo-3-Tablet vorgestellt. Die Nachfrage nach abhörsicheren Geräten steigt – der „Snowden-Effekt“. (Detlef Borchers/cwo)

Mobile Workstation mit bis zu 32 GByte RAM

Toshiba hat sein erstes Workstation-Notebook vorgestellt. Das Tecra W50 hat ein mattes 15,6-Zoll-Display, eine Intel-Quad-Core-CPU, einen Nvidia-Quadro-Grafikchip, eine SSD oder Hybrid-Festplatte und maximal 32 GByte Arbeitsspeicher. In den USA verlangt Toshiba für die günstigste Variante 2000 Dollar, die deutschen Preise stehen noch nicht fest.

Zu den Schnittstellen gehören ein Docking-Anschluss, ein DisplayPort und fünfmal USB, darunter zweimal USB 3.0. Toshiba wirbt außerdem mit einem Robustheitstest, den das W50 beim TÜV Rheinland bestanden hat: Es soll Stürze aus einer Höhe von 76 Zentimetern überleben. Die Tastatur ist spritzwassergeschützt. (cwo)


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