Trends & News | News

Günstig konstruieren in 2D und 3D

Bedienoberfläche und Befehle der chinesischen CAD-Software ZWCAD+ folgen dem Vorbild AutoCAD bis ins Detail, was einen möglichen Wechsel zum günstigeren Klon für Zeichner erleichtern soll, die an die Autodesk-Anwendung gewöhnt sind. In Version 2014 bietet ZWCAD+ für Anwendungsfälle wie 3D-Modellierung spezielle Ribbon-Layouts zum Umschalten an und lässt den Konstrukteur auch eigene Werkzeugleisten zusammenstellen. Die Software soll die Autodesk-Dateiformate DWG und DXF 2013 lesen und schreiben. Über sogenannte dynamische Blöcke lassen sich vorab definierte Parameter wie Drehung oder Sichtbarkeit mit einem Klick in der Zeichnung verändern – auch diese Blöcke sollen zu ihren Vorbildern bei AutoCAD kompatibel sein. Für den Austausch von Dateien bindet ZWCAD+ Cloud-Speicher wie Dropbox oder Google Drive ein. Entwürfen kann man jetzt auch Sprachnotizen hinzufügen, sie sollen beim Austausch über die Cloud erhalten bleiben. Die bisher vorhandenen APIs etwa für Lisp und VBA wurden um eine Schnittstelle für .NET ergänzt.

ZWCAD+ 2014 kostet als Standard-Ausgabe für zweidimensionale Konstruktionen und mit eingeschränkten Programmierschnittstellen 690 Euro. Die Pro-Version arbeitet dreidimensional und kostet 950 Euro. Eine kostenlose Testversion kann man auf der Webseite des deutschen Distributors IBS CAD herunterladen. (pek)

Mischmasch-Mesh 2.0

Wer in der Vergangenheit das kostenlose 3D-Modellierwerkzeug MeshMixer benutzen wollte, brauchte einige Geduld – die Bedienoberfläche war so eigenwillig gestaltet, dass sich selbst erfahrene Gelegenheitsnutzer immer mal wieder in den Modi und Menüs verirrten. So ist die komplett umgestaltete Bedienoberfläche von Version 2.0 wahrscheinlich die wichtigste Neuheit: Sie breitet die raffinierten Werkzeuge fürs Verformen, Kombinieren und Flicken von 3D-Oberflächennetzen endlich übersichtlich aus, anstatt wie bisher zu verstecken, welche Talente in diesem Gratis-Programm schlummern. Wer bisher mit der unorthodoxen Maustastenbelegung für die Navigation im Raum Schwierigkeiten hatte, kann auf die üblichere Steuerung umschalten: rechts zum Schwenken und Mitte zum Verschieben.

Weiter sind Werkzeuge und Algorithmen hinzugekommen, die plastische Kreationen reif für die Materialisierung auf einem 3D-Drucker machen: Die Anwendung bestimmt beispielsweise auf Knopfdruck die günstigste Lage für den Druck und fügt nach detailliert konfigurierbaren Vorgaben Stützen für Überhänge ein. Auf Wunsch prüft anschließend das Autodesk 3D Print Utility die 3D-Vorlage auf Druckfähigkeit (c’t 18/13, S. 68).

MeshMixer läuft unter Windows und Mac OS X und kann von der alten Webseite der Anwendung heruntergeladen werden. Der Hersteller Autodesk hat der Software zudem ein zweites Heim in der sogenannten Sandbox seiner kostenlosen 123D-Anwendungen für Privatanwender geschaffen – vielleicht ein Hinweis, dass MeshMixer irgendwann als Vollmitglied in die Reihe dieser 3D-Werkzeuge aufgenommen wird. (pek)

Technischer Rechner

Mathcad Prime ist eine Mathematiksoftware des Herstellers PTC speziell für Ingenieure. Sie führt sowohl numerische als auch symbolische Berechnungen durch. Version 3.0 bietet neue Funktionen zur Zerlegung von Matritzen, die bis zu hundert Mal so schnell sein sollen wie ihre Vorgänger und auch mit komplexen Zahlen arbeiten. Der Anwender kann den Fundus der eingebauten mathematischen Funktionen um eigene, in Programmiersprachen wie C++ oder Fortran implementierte Algorithmen erweitern. Parameter und Konstanten lassen sich jetzt global für ganze Arbeitsblätter definieren, mathematische Formeln und Live-Funktionen in erklärenden Fließtext einbetten und nach eigenen Wünschen oder den Anforderungen der Firma formatieren. Selbst erstellte Arbeitsblatt-Vorlagen sparen bei Standardaufgaben Zeit. Ingenieure sollen die Ergebnisse etwa von Optimierungsberechnungen aus Mathcad Prime direkt als Parameter in der Konstruktionssoftware Creo weiter verwenden können. Die Arbeitsblätter lassen sich zudem über die Product-Lifecycle-Lösung Windchill für die Arbeit im Team freigeben, verwalten und versionieren. Mathcad Prime kostet pro Einzelplatz 1833 Euro, die Studentenversion gibt es für 125 Euro. (pek)

Notizen

Mit Version 3.3.2 des kostenlosen Konstruktionsprogramms QCAD definiert man beliebige Matrixtransformationen für gezeichnete Objekte. QCAD steht unter Open-Source-Lizenz und läuft unter Windows, Mac OS X und Linux.

Die Plattform für Modellierung und Simulation MapleSim bietet in Version 6.2 eine verbesserte Benutzerschnittstelle. Ein Hydraulik-Add-in stellt rund 150 Komponenten zur Modellierung von Pumpen, Zylindern, Ventilen und Sensoren zur Verfügung.

123D Circuits ist ein kostenloser Webdienst für den Schaltungsentwurf. Damit klickt man direkt im Browser seine elektronischen Projekte auf einem simulierten Steckbrett zusammen.

Artikel kostenlos herunterladen

weiterführende Links