Serverbastion voraus

ARMs 64-Bit-Prozessoren im Anmarsch

Wissen | Know-how

Die erste Vorhut in Gestalt des Apple A7 im iPhone 5s ist schon im Gelände und dahinter bläst eine mächtige ARM-Armee zum Angriff auf die großen Bastionen, nicht nur im Auenland der Smartphones und Tablets, sondern vor allem auch im Zwergenlande der Server. Wer marschiert alles mit und welche Durchschlagskraft hat die neue Architektur?

Die Bewegung hin zu ARM wird eine Stampede, so prognostizierte der renommierte Analyst Linley Gwenapp auf seiner Eröffnungsrede zur Linley Processor Conference Mitte Oktober in Santa Clara. Allerdings sieht auch er noch ein paar Jahre ins Land gehen, bis sich im Serverbereich nennenswerte Marktanteile für die ARM-Prozessoren ergeben. Das Markforschungsinstitut IDC hatte für 2017 nur etwa drei Prozent für Mikroserver gesehen, dem widersprachen viele Auguren der Szene, etwa AMDs Serverchef Andrew Feldman, der im Gespräch mit c’t den voraussichtlichen Anteil in vier bis fünf Jahren auf 20  bis 25 Prozent bezifferte.

Auf Linleys Veranstaltung gab es aber nicht nur Prognosen und Ankündigungen, sondern auch konkrete Hardware. So stellte das kalifornische Design-Haus Applied Micro Circuits die „Readiness“ ihres X-Gene-Designs unter Beweis. Die Firma hatte als Vorreiter der 64-Bit-Architektur ARMv8 bereits in Form einer FPGA-Lösung implementiert und war sehr zuversichtlich, ihr eigenes X-Gene-SoC in 40-nm-Technik lange vor allen anderen herauszubringen. Bei den Prototypen lag sie auch noch vorne und konnte im Frühsommer 2013 auf einem Red-Hat-Meeting einen kleinen damit bestückten Server (X-C1) unter Fedora 19 präsentieren. Und Partner Mitac machte auf der Computex mit der Ankündigung eines mit X-Gene bestückten Servers namens „7 Star“ auf sich aufmerksam. Auf den letzten Metern wurde Applied Micro nun zwar von Apple überholt, deren Design zielt allerdings nur auf Smartphones, während X-Gene den Markt der Mikroserver fest im Visier hat. ...

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