Och nee, Computer …

Wissen | Hintergrund

Das Making of c’t

c’t feiert seine 587. Ausgabe

„Komm Opa, erzähl mal, wie war das damals, vor 30 Jahren?” – „Doch nicht so!” – „Mein Reden! Wer will so was wissen?” Dann haben sich aber doch drei Kollegen breitschlagen lassen und schildern ihren Erstkontakt mit dem c’t-Magazin für Computertechnik.

Detlef Grell

Der Beinahe-Lehrer

Och nee, Computer …

Hallo, man nennt mich hier gemeinhin „der Grell”. Ich bin seit 30 Jahren bei c’t – ich schätze, ein vorzeigbarer Job-Hopper wird aus mir nicht mehr.

Nach dem E-Technik-Diplom erwies sich das Zweitstudium „Lehramt für berufsbildende Schulen“ 1983 als doch nicht so prickelnd – wohl aber, dass der Heise-Verlag einen Redakteur suchte, und zwar für mein Lieblings-Elektronik-Magazin Elrad, das ich jahrelang abonniert hatte!

Doch die Stellenanzeige war geschwindelt: Man suchte keinen Kollegen für die Computing-Today-Seiten von Elrad, sondern man wollte eine neue Computerzeitschrift gründen. Ich aber wollte eigentlich Hifi-Verstärker und Gitarrenelektronik entwickeln. ...

Gerald Himmelein

Ewiger Groupie

Von Legenden umgeben

Am ersten April wurde mir zum 15-jährigen Dienstjubiläum gratuliert. Das war ganz offensichtlich ein Scherz, bis ich nachrechnete. Oh Mist, tatsächlich. Ich fühle mich immer noch neu hier.

Die c’t war meine erste Computerzeitschrift. 1984 fand ich sie in Kolumbien, Lateinamerika – im Altpapierstapel eines deutschen Programmierers im Auslandseinsatz. Ein paar Jahre zuvor hatte mir der Proto-CGI-Film „Tron“ vorgegaukelt, in Computern verberge sich eine ästhetisch strenge, aber anmutige Welt. Doch der einzige Rechner in meiner Reichweite hatte gerade mal einen Bernsteinmonitor mit einfarbigen ASCII-Zeichen, staubtrocken und langweilig.

Die ausgesonderte c’t beschrieb hingegen mythische Dinge, 64K-Rechner mit bunter 16-Farben-Grafik. Die Klötzchenbilder der c’t-Screenshots (damals mit Kamera statt Alt+Druck) waren zwar weit von Tron entfernt, wiesen aber die Richtung. ...

Jan Schüßler

Wenn man kaltes Wasser mag …

Plötzlich Volontär bei c’t

Hallo! Ich bin Jan, 35, seit acht Monaten Volontär im Ressort Anwendungssoftware bei der c’t. Das ist natürlich noch nicht lange, und der Schritt war zunächst unfreiwillig.

Seit etwa fünfzehn Jahren lese ich die c’t – mit stark variierender Regelmäßigkeit. Bevor ich hier im März 2013 angefangen habe, klemmte ich ein paar Jahre zwischen Verkaufstresen und Warenregal eines Hardware-Händlers fest. Speziell in diesen etwa sechs Jahren war für mich ein c’t-Abo nicht nur selbstverständlich, sondern ein Muss. Viele Artikel gaben mir Hintergrundwissen an die Hand, mit dem ich meine Kunden besser beraten konnte: die optimalen PCs, diverse Tests von PC-Hardware und nicht zuletzt Fachwissen zu Betriebssystemen.

Früher oder später kam ich natürlich in jedem Heft an den Stellenanzeigen des Verlags vorbei. Sieh an: Volontariate! Zwar habe ich nichts Journalistisches studiert, kann aber ganz gut mit Technikkrams. Alle zwei Wochen hat mich meine damalige Freundin für verrückt erklärt, weil ich nicht einfach mal eine Bewerbung abschicke – gibt ja nichts zu verlieren. Statt ihrem Rat zu folgen, habe ich mir fleißig den Status quo schöngeredet: Das wird eh nichts, die sind viel zu abgehoben, mein Job ist doch ganz erträglich. Dieses Spiel ging so lange gut, bis mein Arbeitgeber Insolvenz anmeldete. Also: Bewerbung geschrieben und abgeschickt. Das Ganze eher pro forma, damit ich mir von meiner Freundin nicht ewig anhören musste, es nicht versucht zu haben. ...

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