Test & Kaufberatung | Spielekritik

Gottesmaschine 2.0

Als Eidos vor zwei Jahren seine Kultserie Deus Ex wiederbelebte, war das Lob der Kritiker groß. Die Entwickler aus Montreal hatten es verstanden, den Geist des Erstlings von Warren Spector einzufangen. Nur über die Bosskämpfe regten sich viele auf. Eidos hatte ihre Entwicklung ausgelagert und der Zulieferer hatte nicht bedacht, dass man in Deus Ex nicht nur ballern, sondern auch schleichen und hacken kann. Doch wer seine Figur auf letzteres spezialisiert hatte, ging gegen die schwer bewaffneten Gegner unweigerlich unter und brach das Spiel nicht selten frustriert ab – welch ein Jammer. ...

Indie- und Freeware-Tipps

David Rico liebt es, Spielern einen Schrecken einzujagen. In seinem Horror-Adventure The Unknown wacht der Spieler in einem dunklen Labyrinth auf, das er nur verlassen kann, wenn er in den prozedural generierten Räumen und Gängen drei Goldmünzen findet. Obwohl Rico das Spiel in nur 48 Stunden für einen Game-Jam programmierte, wartet die im Browser, unter Linux, Mac OS X und Windows laufende Freeware mit erstaunlichen Lichteffekten und Schreckmomenten auf.

In Derelict, das Anshul Goyal und Shayna Moon für denselben Asylum Jam programmierten, erwacht der Spieler in einem Raumschiff aus dem Kälteschlaf. Der Bordcomputer sagt ihm, dass eine fremde Lebensform die Kontrolle über das Schiff übernommen habe und der Spieler eine Reihe von Aufgaben lösen muss, um dem Computer die Kontrolle zurückzugeben. Das per Unity-Plug-in im Browser (Mac OS X, Windows) laufende Spiel lässt sich einfach mit der Maus bedienen und wartet mit einem überraschenden Ende auf.

Für ihr Point&Click-Adventure Olav & the Lute haben sich Shelly Alon, Daniel und Johann von Appen von dem Lucas-Arts-Klassiker Loom inspirieren lassen. Um die Puzzles mit Zaubersprüchen zu lösen, muss der Spieler Töne auf einer magischen Laute spielen. Wer das Abenteuer um Olav bestehen will, der in einer Höhle erwacht und die Welt mit Musik retten muss, sollte sich eine halbe Stunde Zeit nehmen für einen kompletten Durchgang, denn die für Windows und per Unity-Plug-in im Browser erhältliche Freeware hat noch keine Save-Funktion.

Und wer dachte, Shoot’em ups und rundenbasierte Strategiespiele passen nicht zusammen, der sollte sich das Browser-Spiel Bz..Bz.. von Syw Qy anschauen, in dem man ein kleines handgezeichnetes Raumschiff mit den Cursortasten steuert. Dank automatischem Dauerfeuer muss man „nur“ den gegnerischen Salven aus dem Weg gehen und die Raumschiffe vom Bildschirm putzen – nettes kleines Experiment.

Video: Angespielt

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