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Apple wächst langsamer

Während Apples Umsatz im vierten Quartal des Geschäftsjahrs um 4 Prozent auf 37,5 Milliarden US-Dollar stieg, sank der Nettogewinn zum dritten Mal in Folge leicht – um 9 Prozent auf 7,5 Milliarden US-Dollar.

Die neuen Geräte (siehe S. 16 und S. 26) waren da noch nicht vorgestellt. Die größte Rolle spielten nach wie vor die iPhones. Musste Apple die Produktion vom 5c-Modell drosseln, läuft das 5s hervorragend. Insgesamt wurden im Abschlussquartal 33,8 Millionen iPhones verkauft, im vierten Quartal des Vorjahres waren es noch 26,9 Millionen Stück. Der iPhone-Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf 19,51 Milliarden US-Dollar.

Von den iPads verkaufte Apple im vierten Quartal 14,1 Millionen Stück, das bewegt sich ungefähr auf dem Niveau des gleichen Vorjahresquartals. Der Umsatz damit ging im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 6,186 Milliarden US-Dollar zurück.

Von den Macs konnte Apple 4,6 Millionen Stück absetzen. Ihr Umsatz sank um 15 Prozent auf 5,624 Milliarden US-Dollar. Von den iPods verkaufte Apple im Schlussquartal 2013 noch 3,498 Millionen, das entspricht einem Minus von 35 Prozent. Der iPod-Umsatz ging um 30 Prozent auf 573 Millionen US-Dollar zurück. Mit iTunes, Software und Diensten konnte Apple den Umsatz erneut steigern, um 22 Prozent auf 4,26 Milliarden US-Dollar.

Zwar lagen die Gewinne und Umsätze über den Erwartungen der Analysten – angesichts des erneuten Gewinnrückgangs und eines nur mittelmäßigen Ausblicks auf das laufende Quartal, in das das Weihnachtsgeschäft fällt, zeigten sich die Investoren an der Wall Street dann aber nicht gerade begeistert. Zum Beginn des nachbörslichen Handels fiel die Apple-Aktie auf rund 518 US-Dollar. (imj)

iWork- und iLife-Update

Apple hat die iWork-Suite bestehend aus Pages, Number und Keynote für Mac und iOS sowie iWork für iCloud komplett überarbeitet und an das neue Design von iOS 7 angepasst. Dabei hat der Hersteller die Funktionen zwischen den Plattformen angeglichen. Man arbeitet auf dem Mac nun in einer Einfenster-Oberfläche mit kontextsensitiver Einstellungen-Spalte, diese ersetzt die Inspektor-Palette. Die Diagrammfunktionen wurden erweitert, Animationseffekte in Keynote sehen dank Physik-Effekten realistischer aus. Allerdings hat Apple auch einige Fähigkeiten gestrichen. So fehlen die Serienbrieffunktion in Pages, die ausblendbaren Kategorien in Numbers und die intelligenten Animationen in Keynote. Das Update ist kostenlos, Käufer eines neuen Mac erhalten sie ebenfalls gratis. iWork im Web-Browser erlaubt das gleichzeitige gemeinsame Bearbeiten mit mehreren Teilnehmern – ein moderner Browser wird vorausgesetzt.

Die iLife-Apps iPhoto, iMovie und GarageBand hat Apple ebenfalls aktualisiert. iPhoto und iMovie enthalten neue Effekte. GarageBand kommt auf iOS-Geräten mit A7-Prozessor mit 32 Spuren klar (ansonsten 16) und Inter-App-Audio ermöglicht die bessere Integration mit Audio-Apps von Drittanbietern. Die Updates sind kostenfrei. (thk)

Bildbearbeitung mit Ebenenstilen

Das Pixelmator-Team hat Version 3.0 FX seiner gleichnamigen Bildbearbeitung vorgestellt. Wie die Konkurrenten Acorn, Photoshop und PhotoLine hat jetzt auch Pixelmator Ebenenstile. Damit weist man einer Ebene Eigenschaften wie Schlagschatten, Verlaufsüberlagerung, innerer Schatten, Konturen und Reflexion zu, die man jederzeit nachjustieren und als Stilvorlage speichern kann. Mit den neuen Werkzeugen Bump, Wirbel, Distorsion und Verkrümmen kann man Bilder per Mausbewegung interaktiv verformen und verfremden.

Für die neue Version haben die Entwickler die Bildbearbeitungs-Engine modernisiert und auf OS X Mavericks optimiert. Pixelmator nutzt die Mac-Stromspar-Techniken App Nap und Compressed Memory. Unterstützung für OpenCL und Grand Central Dispatch sorgt laut Hersteller dafür, dass man komplexe Bilder deutlich flüssiger bearbeiten kann.

Das Update ist für Bestandskunden kostenlos. Neukunden zahlen im Mac App Store knapp 27 Euro. Eine 30-Tage-Testversion gibt es auf der Produkt-Website. (wre)

OS X 10.9 gratis

Apple hat Version 10.9 seines Mac-Betriebssystems, Codename Mavericks, im Mac App Store veröffentlicht – kostenlos. Zu den Neuerungen gehört ein überarbeiteter Finder, der dank Tabs mehrere Ansichten in einem Fenster darstellen kann. Tags (Schlagwörter) für Dateien und Ordner erleichtern das Kategorisieren und Wiederfinden von Dokumenten; sie lösen die bisherigen Etiketten ab. Im Vollbildmodus belegt ein Programm nicht mehr automatisch alle angeschlossenen Bildschirme. Karten und iBooks gibt es nun auch in einer Mac-Version. Verbesserungen unter der Haube sollen die Akkulaufzeit von modernen MacBooks um etwa 10 Prozent verlängern. Voraussetzung für das Herunterladen von Mavericks ist mindestens Snow Leopard 10.6.7. Das System läuft auf denselben Macs, die auch schon mit Mountain Lion kompatibel sind, darunter auch iMac-Modelle aus dem Jahr 2007. (Zu den Neuerungen im Detail siehe c’t 17/13, S. 128.)

Die Server-Version von Mavericks ist ebenfalls erhältlich. Neu ist vor allem ein Internet-Content-Cache, der für eine schnellere Verteilung von Updates auf den lokalen Macs sorgt. Xcode Server erleichtert die teamorientierte App-Entwicklung. Teilnehmer des kostenpflichtigen Entwicklerprogramms bekommen die Server-Version kostenfrei, alle anderen zahlen wie gehabt 18 Euro. (thk)

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