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Sonderheft Webdesign im Handel

Egal, ob Sie nur auf einer Web-Visitenkarte Ihre Aktivitäten bei Facebook und Co. zusammenfassen oder gleich eine ganze Vereinswebsite aufziehen: Das c’t-Sonderheft Webdesign enthält praktische Anleitungen dazu. Es führt in den Umgang mit dem Content-Management-System Typo3 ein und zeigt, wie man mit phpBB ein Forum aufzieht.

Viele Praxisbeiträge befassen sich mit aktuellen Web-Techniken, etwa Responsive Webdesign, mit dem Websites am PC sowie auch auf dem Tablet und dem Smartphone gleichermaßen gut aussehen. Mit dem Entwurf und der Veröffentlichung der Homepage ist es aber nicht getan: Mehrere Artikel zeigen, welche rechtlichen Fallstricke Blogger beachten müssen und wie Sie am besten mit Trollen umgehen.

Die Heft-DVD enthält kostenlose Vollversionen von drei kommerziellen Website-Editoren und -Verwaltern (NetObjects Fusion 12, Web Architect Standard und Website X5 Home 10) sowie ein E-Book zu Node.js. Ein 100-Euro-Gutschein von ProfitBricks gibt Ihnen die Möglichkeit, das Webhosting bei einem Cloud-Provider ausgiebig auszuprobieren.

Das 172-seitige c’t-Sonderheft Webdesign ist für 9,90 Euro im Zeitschriftenhandel und im Heise-Shop erhältlich. Als digitale Version in der c’t-App für Android oder iOS sowie als E-Book kostet es 8,99 Euro. (jo)

Neue Datenschutz-Einstellungen für Jugendliche bei Facebook

Facebook verändert die vorgegebenen Privatsphäre-Einstellungen für neue Nutzer im Alter von 13 bis 17 Jahren. Der Standard-Empfängerkreis lautet künftig „nur Freunde“, die Freunde von Freunden bleiben in der Voreinstellung außen vor. Jugendliche bekommen aber nun auch die Möglichkeit, öffentliche, für alle sichtbare Einträge zu posten. Wenn sie das zum ersten Mal tun, erscheint ein Warnhinweis in einem Pop-up-Fenster: „Wusstest Du, dass öffentliche Beiträge von jedem gesehen werden können, nicht nur von Personen, die Du kennst?“ Facebook weist darauf hin, dass der Nutzer und alle im Beitrag markierten Freunde damit Freundschaftsanfragen und Nachrichten von Personen enthalten können, die sie nicht persönlich kennen. Der Beitrag wird erst nach einer kürzeren, zweiten Warnung gepostet. Facebook will den Jugendlichen damit nach eigener Aussage ermöglichen, mehr Menschen zu erreichen, wie über andere Online-Dienste auch. Einträge von Jugendlichen können künftig in der Timeline anderer Teilnehmer erscheinen.

Der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte Edgar Wagner kritisierte die Änderungen scharf: „Facebook tut alles, um sogar mit Kinderdaten Geld zu verdienen, und verkauft das am Ende noch als Datenschutz-Fortschritt“, kritisierte er den Konzern. Es werde Zeit, dass der Gesetzgeber sich mit diesem unverantwortlichen Treiben auseinandersetze. Für Eltern sollte diese Änderung ein Anlass mehr sein, sich mit den Online-Aktivitäten ihrer Kinder zu befassen, damit sie ihnen im Ernstfall helfen können. In den c’t-Links sind einige Angebote aufgeführt, die Eltern, Kinder und Lehrer dabei unterstützen. (jo)

Mozilla-Technikchef will Wasserzeichen statt DRM

Der Technikchef von Mozilla, Brendan Eich, hat Pläne des W3C kritisiert, Kopierschutzverfahren (Digital Rights Management, DRM) in HTML5 einzuführen. Die HTML-Arbeitsgruppe hatte erst kürzlich neue Grundsätze verabschiedet, nach denen sie auch für die Implementation von Funktionen zum Abspielen geschützter Inhalte zuständig ist und damit den Weg für sogenannte Encrypted Media Extensions (EME) freigemacht. Kritiker befürchten, dass ein solches API langfristig den Übergang der Kontrolle über den Browser von den Nutzern an die Hersteller geschützter Inhalte zur Folge hätte.

Eich wendet sich gegen das vom W3C geplante DRM-System. Es beschäftige sich nicht mit Details der sogenannten Content Decryption Module (CDM), die deshalb sogar spezifisch auf einen Browser oder ein Betriebssystem zugeschnitten sein könnten, sagte Eich. Das erinnere an die Zeiten von ActiveX, das nur mit dem Internet Explorer auf Windows funktionierte.

Open-Source-Projekte könnten diese Pläne nicht umsetzen. Das darin verankerte Blackbox-Prinzip, das den Vorgaben Hollywoods genüge, widerspreche den Prinzipien freier Software. Allerdings räumt auch Eich ein, dass Nutzer Streaming-Zugang zu geschütztem Material haben müssten. EME ist in IE 11 und Google Chrome bereits vorhanden, hier nicht mitzuziehen sei ein sicherer Weg, Marktanteile zu verlieren. Eich will sich aber für eine Wasserzeichen-Lösung stark machen und will dazu bald detaillierte Vorschläge nachlegen. (uma)

Fingerprinting identifiziert Browser

Der Einsatz von Cookies ist heute Standard, wenn es darum geht, Browser eindeutig zu identifizieren. Genutzt wird das beispielsweise im Marketing. Nimmt der Browser keine Cookies an oder entfernt man diese, ist man dennoch nicht davor sicher, zuverlässig wiedererkannt zu werden. Der Berliner Informatiker Henning Tillmann hat für seine Diplomarbeit den sogenannten Fingerprint von mehr als 20 000 Browsern untersucht. Er hatte dazu aufgerufen, eine speziell präparierte Webseite aufzurufen. Diese sammelte bei allen Besuchern die Version des Browsers und Betriebssystems, die Systemfarben, installierte Schriftarten, Plug-ins und viele Eigenschaften mehr. Knapp 93 Prozent der so gewonnenen Fingerabdrücke konnte er anschließend genau einem Browser zuordnen.

Tillmann hat dabei viele Details herausgefunden. So genügen nur vier Merkmale, um eine Zuordnungsquote von 87 Prozent zu erreichen. Das gelang mit lediglich den Plug-ins, Schriftarten, unterstützten MIME-Typen und User-Agent-Zeichenfolge. Außerdem stellte er einen starken Unterschied zwischen Desktop- und Mobilbrowsern fest. Je stärker sich ein System anpassen lasse, desto eindeutiger falle der Fingerprint aus. Unter iOS beispielsweise konnte er nur 25 Prozent der Browser eindeutig zuordnen, weil das Betriebssystem die Installation von Schriften und Plug-ins nicht zulässt. Die Studie und die Rohdaten finden Sie auf der Homepage von Tillmann (siehe c’t-Link).

Browser Fingerprinting wird schon längst von Werbevermarktern eingesetzt und in fertigen Suiten angeboten, die Werber wiederum in ihren Anwendungen einsetzen können. Auch Google arbeitet an einem Ersatzverfahren für Cookies, Details hierüber sind derzeit aber noch nicht bekannt. (jo)

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