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Silverlight unter Linux

Mit der neuen Version 0.2 kann das Browser-Plug-in Pipelight neben Silverlight auch einige andere Windows-Plug-ins in die Linux-Versionen von Firefox und Chrome einbetten. Hauptzweck ist jedoch das Verfügbarmachen von Silverlight unter Linux, das viele Video-on-Demand-Anbieter verlangen, um gestreamte Filme anzuzeigen. Da die Entwicklung von Moonlight, der Linux-Implementierung von Silverlight, schon vor Jahren eingeschlafen ist, stellt Pipelight die einzige Möglichkeit dar, diese Videodienste mit Linux-Rechnern zu nutzen.

Das Pipelight-Plug-in lädt über ein Windows-Programm in der Wine-Umgebung das Silverlight-Plug-in und sorgt dafür, dass dessen Ausgaben im Linux-Browser landen. Dazu ist eine angepasste Version von Wine erforderlich. Es lassen sich Filme von Maxdome, Lovefilm und Watchever abspielen. (lmd)

Neuer Paketfilter für den Kernel

Nftables ist ein neuer Firewall-Code, der vermutlich in den Kernel 3.13 aufgenommen wird und letztlich den Netfilter-Code ersetzen soll, der derzeit für die Firewall-Funktionen im Kernel sorgt. Bis dahin wollen die Entwickler Netfilter und Nftables parallel pflegen. Ein Kompatibilitätslayer in Nftables soll dafür sorgen, dass Linux-Anwender von der Umstellung nichts merken und ihre mit iptables formulierten Firewall-Regelwerke weiterverwenden können.

Die aktuelle Paketfilter-Implementierung im Linux-Kernel ist protokollspezifisch: In Netfilter stellt unterschiedlicher Code die gleichen Funktionen für IPv4, IPv6, ARP und Ethernet-Bridging bereit. Nftables enthält eine einheitliche Filter-Engine, die mit allen Protokollen umgehen kann, und bietet eine Netlink-Schnittstelle. Darüber soll es einfacher werden, den bestehenden Satz an Firewall-Regeln im laufenden Betrieb anzupassen. (odi)

Verbesserungen für Wayland

In der neuen Version 1.3 unterstützt der Wayland-Compositor Weston auch die Grafikausgabe über die EGL/GLES2-Treiber von Android. Die Behandlung von Touch-Eingaben wurde verbessert, Drag & Drop von X11- zu Wayland-Anwendungen ist jetzt möglich.

Die Wayland-Entwickler diskutieren bereits über weitere Verbesserungen: Erweiterungen des Wayland-Protokolls sollen die Grafikausgabe von X11-Anwendungen beschleunigen, die mittels Xwayland unter dem Display Server laufen, und es Video-Software erleichtern, die Ausgabe von Audio und Video synchron zu halten. Außerdem denken die Entwickler darüber nach, wie man die Barrierefreiheit von Wayland verbessern kann – derzeit ist beispielsweise noch unklar, wie sich Screenreader am besten einklinken. (thl)

VirtualBox 4.3 kann Multitouch

VirtualBox kann jetzt ein USB-Multitouch-Gerät emulieren. Die neue Video-Capturing-Funktion in VirtualBox 4.3 macht es möglich, eine virtuelle Maschine abzufilmen und das Video im WebM-Format abzuspeichern. Webcams lassen sich jetzt in VMs durchreichen. Über den neuen virtuellen Router-Modus lassen sich mehrere VMs im gleichen internen Netz hinter einem NAT-Dienst betreiben. (odi)

Schlanke Textverarbeitung

Mit der neuen Version 3.0 haben die Entwickler ihre schlanke Textverarbeitung Abiword auf Gtk+ 3 portiert. Abiword 3.0 kann E-Books im Epub-Format einlesen, bearbeiten und speichern und Absätzen unterschiedliche Umrandungen und Hintergrundfarben zuweisen. Das Kollaborations-Plug-in beherrscht nun auch Instant Messaging, sodass mehrere Anwender über das XMPP-Protokoll an einem Dokument zusammenarbeiten können. Dank RDF-Unterstützung lassen sich semantische Informationen zu Texten hinzufügen. (odi)

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