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PoE-Switch bezieht Strom per PoE+

Der Gigabit-Switch Prosafe GS516TP von Netgear versorgt über acht seiner insgesamt 16 Ethernet-Ports Geräte wie Access Points, IP-Telefone oder Kameras mit Strom (Power over Ethernet, IEEE 802.3af). Beim Betrieb mit seinem Netzteil beträgt die PoE-Gesamtleistung 76 Watt, sodass der Switch die bei PoE maximal möglichen 15,4 Watt nicht an allen Ports gleichzeitig liefern kann.

Alternativ speist man den Strom für den Switch über zwei Ethernet-Ports (PoE Powered Device) ein: Dabei setzt Netgear auf PoE+, das je Buchse 25,5 Watt liefert. Für andere am Switch angeschlossene PoE-Geräte stehen dann insgesamt höchstens 22 Watt bereit.

Der konfigurierbare GS516TP unterteilt das LAN zudem in virtuelle Netze (VLANs), priorisiert Netzwerkpakete (QoS, Auto Voice, Auto Video) und authentifiziert Netzwerkteilnehmer über IEEE 802.1x oder anhand der MAC-Adresse. Die Einrichtung und Verwaltung erledigt man über eine SSL-verschlüsselte Browser-Oberfläche oder SNMP, Netzwerkinformationen verteilt das Gerät über RMON. Der GS516TP kostet 407 Euro. (rek)

Steckdosen-Router mit Ladefunktion

Trendnets Router TEW-714TRU verteilt einen kabelgebundenen oder per WLAN angebotenen Internetzugang etwa in Hotels mit bis zu 150 MBit/s (IEEE 802.11n) im 2,4-GHz-Band per WLAN weiter. Alternativ vergrößert das Gerät die Reichweite vorhandener Funknetze als Repeater. Zwischen den Betriebsarten wechselt man per Schalter – Details richtet man per Browser ein (siehe c’t-Link).

Das Gerät stellt Dateien auf USB-Speichermedien in sein WLAN, auf die man über den Webbrowser zugreift. Über die zweite USB-Buchse des Routers lassen sich parallel Smartphones oder Tablets aufladen – laut Datenblatt liefert der Quick Charge Port maximal 2,1 Ampere. Das Gerät im Steckernetzteil-Format liefert Trendnet mit passenden Adaptern für USA, Europa und England aus. Der TEW-714TRU kostet bei Internethändlern etwa 40 Euro. (rek)

Router für Kabel-Internet und DSL-Bonding

Auf dem Amsterdamer Broadband World Forum 2013 hat AVM die Fritzbox 6490 Cable und die Fritzbox 7369 vorgestellt. Das Modell 6490 Cable ist AVMs neues Flaggschiff für den Kabelanschluss: Der Router bündelt 24 Down- und 8 Uplink-Kabelkanäle und funkt parallel im 2,4- und 5-GHz-WLAN-Band. Im 5-GHz-Band arbeitet er wie die 7490 gemäß dem IEEE-Vorschlag 802.11ac und liefert bis zu 1,3 GBit/s brutto.

Zur weiteren Ausstattung gehören vier Gigabit-Anschlüsse für das LAN, zwei USB-Anschlüsse und eine Telefonanlage für Analog-, ISDN-, DECT- und IP-Telefonie.

Mit der Fritzbox 7369 bringt AVM einen weiteren Router in den Handel, der für höhere VDSL-Geschwindigkeiten ausgelegt ist. Anders als die 7490, die mittels Vectoring höhere Geschwindigkeiten und Reichweiten erzielt, nutzt die 7369 Leitungsbündelung: Sie koppelt zwei VDSL-Anschlüsse, um bis zu 240 MBit/s zu erreichen. Zur weiteren Ausstattung gehören bis zu 300 MBit/s brutto schnelles WLAN, vier Gigabit-Ethernet-Ports und eine Telefonanlage samt DECT-Basisstation. (dz)

Freundschaftsdienst: Surfen per VPN

Die University of Washington testet derzeit das im Browser laufende virtuelle private Netz (VPN) namens uProxy. Als Einwahlpunkt dient hier kein Firmenserver, sondern der Rechner eines Bekannten. Der muss ebenfalls uProxy einsetzen und die Nutzung der eigenen Internetverbindung per Mail oder Chat erlauben.

Die am uProxy-VPN Beteiligten müssen sich dabei gegenseitig vertrauen, denn einerseits könnte der VPN-Nutzer mit der Internetverbindung des Freundes Schindluder treiben. Andererseits muss der uProxy-Surfer darauf vertrauen, dass sein Gegenüber nicht mitlauscht. Anonymisierung wie etwa bei Tor sei nicht geplant. uProxy soll auch da einen uneingeschränkten Zugriff erlauben, wo das Internet zensiert wird. uProxy-Datenpakete sollen sich nicht von anderem Krypto-Traffic unterscheiden lassen, erklären die Entwickler. Ferner kann man in nicht vertrauenswürdigen Netzen wie Hotspots eine verschlüsselte Verbindung zum Rechner daheim aufbauen und dessen Internetverbindung nutzen.

Das Uni-Projekt soll zunächst als Browser-Plug-in für Chrome und Firefox umgesetzt werden, weitere Browser und auch Mobilgeräte sollen folgen. uProxy tunnelt laut Projektseite ausschließlich den Datenverkehr des Browsers; andere Anwendungen können die Verbindung nicht nutzen. Nach dem Abschluss des derzeit laufenden Betatests will die Uni den Quelltext der Software veröffentlichen (siehe c’t-Link). (rei/rek)

Netzwerk-Notizen

Igels überarbeitete Thin-Client-Software Universal Desktop Converter (UDC2) läuft auf neueren Thin-Clients von Acer, Dell/Wyse, Fujitsu, Samsung und HP und bringt zusätzliche WLAN- und Grafiktreiber mit. Bei passender Hardware beschleunigt die Software ab Werk die Video-Ausgabe, zeigt Auflösungen jenseits von VESA und unterstützt zwei Monitore.

Die Version 1.0.23 des virtuellen privaten Netzwerks tinc behebt Fehler beim Auswerten der Konfiguration und beginnt bei ausgehenden Verbindungen nun unverzüglich mit der Authentifikation der Gegenstelle – was etwa beim Zusammenspiel mit dem SSL-Multiplexer sslh nützlich sein kann.

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