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Virtuelle 3D-Drucke

Mit Project Miller können 3D-Druck-Enthusiasten ihre 3D-Vorlagen optimieren und sogar einen virtuellen Probedruck durchführen, bevor sie Dateien an die echte Maschine oder einen Dienstleister schicken. So kann man einen Schnitt durch ein Modell legen, um für den Druck irrelevante Geometrie im Inneren anzuzeigen und zu entfernen oder gezielt das Oberflächennetz zu vereinfachen und somit die Datenmenge zu verringern. Lädt man Maschinenbefehle im Standardformat GCode, simuliert und animiert Project Miller den kompletten Druckvorgang. Die Software läuft unter Windows 7 und 8 sowie Mac OS X ab 10.7 und kann kostenlos von den Webseiten des Herstellers Autodesk heruntergeladen werden. Da es sich um ein Projekt aus dessen Forschungsabteilung handelt, läuft die Software erst einmal nur bis Ende 2013 – erfahrungsgemäß ist aber nicht ausgeschlossen, dass diese Frist später verlängert wird. (pek)

Scannen in 3D

Die 3D-Scansoftware Artec Studio (c’t 13/13, S. 118) arbeitet in Version 9.2 nicht mehr nur mit der eigenen Hardware des Herstellers Artec sowie günstigen Tiefensensoren mit PrimeSense-Technik wie Kinect und Asus Xtion Pro zusammen. Zusätzlich verarbeitet sie auch Fotoserien von Objekten zu 3D-Modellen. Diese müssen mit Markern beklebt werden, damit die in Artec Studio integrierte Photogrammetrie-Anwendung Scan Reference der Firma Aicon genügend Anhaltspunkte für die Rekonstruktion findet. Eine neue Ausrichtungsautomatik soll alle Einzelscans auf Knopfdruck zu einem konsistenten 3D-Modell zusammenfügen. Ebenfalls neue Werkzeuge korrigieren Fehler und Ausreißer, entfernen unerwünschte Artefakte und schließen Lücken im Oberflächengitter des 3D-Modells. Die Software erfordert Windows 7 oder 8 mit 64 Bit und mindestens 12 GByte Arbeitsspeicher. Sie kostet als Einzelplatzlizenz 595 Euro, eine kostenlose Testversion bekommen Sie über den c’t-Link.

Die Scansoftware von David arbeitet entweder per Linienlaser oder mit einer Abfolge von Lichtmustern, die ein Beamer auf das Zielobjekt wirft. Version 3.9 soll die Linsenverzerrung bestimmter Projektoren herausrechnen und dadurch Objekte noch genauer erfassen. Beim Zusammenfügen von Einzelscans soll sie dem Anwender mehr Klicksarbeit abnehmen als zuvor. Die Software läuft unter Windows ab XP. In einer Basisausgabe für Eigenbau-Hardware bekommt man sie kostenlos. Die Lizenz für die Vollversion ist in den verschiedenen Scansystem-Bausätzen von David enthalten. (pek)

Platinen entwerfen

Mit Version 14 der ECAD-Software Altium Designer kann man Layouts für flexible und starr-flexible Leiterplatten (Rigid-Flex) konstruieren. Platziert man zusätzlich Standard-Bauelemente auf den Innenlagen der Platte, passen die entworfenen Schaltungen in kleinere Gehäuse, als das bisher möglich war. Die Vorgabe von Regeln für den Entwurf von High-Speed-Layouts gelingt nun einfacher – die Software kann jetzt beispielsweise Breite und Abstand differenzieller Leiterpaare automatisch anpassen, damit eine konstante Impedanz erhalten bleibt. Neue Assistenten und aktualisierte Import/Export-Schnittstellen erleichtern den Zugriff auf häufig genutzte ECAD-und MCAD-Formate – Eagle-Designdaten werden ebenso unterstützt wie 3D-Entwurfselemente in den AutoCAD-Formaten DWG und DXF. Altium Designer verwendet IBIS-Modelle für IC-Ein- und Ausgänge, davon profitiert der Anwender bei Analysen zu Signalintegrität und elektromagnetischer Verträglichkeit.

Der Hersteller Zuken gibt Anwendern seines Platinenlayouters Cadstar 14 mit der kostenlosen App Cadstar Touch eine Alternative zur Maus in die Hand. Die App läuft auf Tablets und Telefonen mit Android und iOS. Über WLAN erlaubt sie vom Mobilgerät aus, mit Fingergesten die Ansicht auf dem PC-Bildschirm zu zoomen, zu schwenken, Elemente anzuzeigen und Makros auszuführen. Android-Nutzer profitieren zusätzlich von einer Sprachsteuerung. Spontanen Designänderungen kommt der neue Active-45-Router entgegen: Dabei folgen die Leiterbahnen dem Mauszeiger, wobei sich vorhandene Verbindungen nur minimal verlagern und weiterhin den geltenden Design-Regeln genügen. (Mathias Poets/pek)

Realistisch rendern

Der Echtzeit-Raytracer KeyShot organisiert in Version 4.2 Objekte einer 3D-Szene in Gruppen und stellt die Hierarchie als Baum dar – Einzelteile sollen sich einfach per Drag & Drop von einer Gruppe in eine andere bewegen lassen. Hat man zwei Bauteile ausgewählt, kann man deren Materialien einfach tauschen, statt erst dem einen und dann dem anderen das gewünschte Aussehen zuzuweisen. KeyShot rendert nur mit Hilfe der CPU und kaperte dafür bislang alle verfügbaren Kerne – jetzt kann der Anwender die Software so konfigurieren, dass auch noch Prozessorkapazität für andere Prozesse übrig bleibt. Die Preise für KeyShot beginnen bei 995 US-Dollar. Der Renderer steht inzwischen auch als Plug-in für Autodesks Konstruktionsumgebung Fusion 360 zur Verfügung (c’t 17/13, S. 44).

Auch die Render- und Visualisierungssoftware DeltaGen unterstützt in Version 12 Echtzeit-Raytracing. Effekte wie Bewegungsunschärfe, simulierte Reflexionen in der Kameralinse und ein physikalisches Kameramodell mit Parametern wie Sensorgröße, Brennweite und Verschlusszeit sollen für mehr Realismus bei der Darstellung sorgen. Der Hersteller RTT bietet für DeltaGen erstmals ein Software Development Kit (SDK) an, sodass sich der Renderer durch selbst entwickelte Plug-ins an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt.

Artlantis ist eine Visualisierungs-Software speziell für Architekten, die fotorealistische Darstellungen von 3D-Entwürfen rendert. Version 5 bietet eine komplett neu gestaltete Bedienoberfläche, bei der sich beispielsweise alle Listen filtern lassen, sodass Anwender nur jene Elemente sehen, die sie für ihre Darstellung benötigen. Über einen Store kann man direkt aus der Anwendung heraus zusätzliche Objekte und Shader erwerben. Die Render-Ausgabe von Artlantis kostet 500 Euro, die Studio-Version 990 Euro – diese erzeugt zusätzlich Panoramen und Objekte für Virtual-Reality-Szenarien, die sich mit dem iVisit 3D-Player im Internet und auf mobilen Geräten darstellen lassen. Artlantis läuft unter Windows und Mac OS X. (pek)

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