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Fernwartung für Heim-Server

Praxis & Tipps | Praxis

Server-Mainboards mit „Remote Management“ brauchen weder Bildschirm noch Tastatur für zuverlässigen Betrieb, nicht einmal zur Diagnose von Ausfällen. Mittlerweile sind solche Server-Mainboards auch erschwinglich. Die Fernbedienung birgt aber einige Tücken.

B ezahlbare NAS-Boxen können viele Server-Aufgaben erledigen, aber nicht alle. Ein Heim-Server mit x86-CPU erlaubt flexible Ausstattung und nahezu beliebige Auswahl von Betriebssystem und Software. Oft läuft die heimische Netzwerkzentrale in einem Abstellraum oder im Keller – möglichst ohne Monitor und Tastatur, also „Headless“. Das spart nicht bloß Stellfläche, sondern mindert auch das Risiko von Fehlbedienungen. Wenn jedoch plötzlich der Server nicht mehr über das Netzwerk erreichbar ist, stellt sich die bange Frage: Was macht er gerade? Die Diagnose bringt dann weitere Risiken, weil beim Ausschalten Datenverlust droht – aber wie soll man die Kiste sonst ins Büro oder Wohnzimmer bugsieren, um bequem am Monitor nach dem Fehler zu suchen?

Läuft der Server unter Linux, lässt sich die Textkonsole auch über die serielle Schnittstelle (COM-Port/RS-232) bedienen, indem man eine Konsolenumleitung (Console Redirection) einrichtet. Dann ist die Diagnose mit einem Nullmodemkabel und beispielsweise einem Laptop möglich, notfalls per USB-Seriell-Konverter. Doch das klappt nur, solange das Betriebssystem noch läuft. Was aber, wenn der Server beim Booten hängt – oder der Hobby-Administrator gar nicht zu Hause ist? Besser wäre eine über das Netz erreichbare Schnittstelle, über die auch ein Zugriff auf das BIOS-Setup möglich ist. Noch besser wäre eine „Grafikkarte mit Netzanschluss“, die ihr aktuelles Bild nicht (nur) auf einem lokalen Monitor zeigt, sondern auch ins Netzwerk sendet. In Gegenrichtung müssen Tastatur- und Mausbefehle ausgewertet werden. Systeme, die das leisten, heißen Remote KVM, die Abkürzung steht für Keyboard, Video, Mouse. ...

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