Test & Kaufberatung | Spielekritik

Graffiti-Held

Bevor Nintendos ewiger Abenteurer Link in dreidimensionale Welten aufbrach, galt „The Legend of Zelda – A Link to the Past“ als Meilenstein der Serie. 22 Jahre nach dem SNES-Klassiker führen die Japaner die Geschichte in The Legend of Zelda A Link Between Worlds auf der Taschenkonsole 3DS fort. Nachdem der kleine Held Link den bösen Ganon auf der SNES mit Hilfe der sieben Weisen besiegt hatte, will nun der finstere Yuga seinen Herrn und Meister wieder auferstehen lassen. Er verzaubert Zeldas Schloss und nimmt die Prinzessin gefangen. Yuga kann seine Gegner in Wandgemälde verwandeln, was auch dem tapferen Link widerfährt, der sich aber dank eines Amuletts befreien und fortan durch die reale Welt und als Zeichnung an Wänden entlanglaufen kann. ...

Indie- und Freeware-Tipps
Video: 140 (Windows, Mac OS X), von Carlsen Games

Erstaunlich, was man mit seiner Freizeit alles anstellen kann. So erstellte Jeppe Carlsen neben seiner Arbeit bei Entwickler Playdead Studios den ungewöhnlichen Plattformer 140. Zu elektrischen Klängen bewegt sich der Spieler mit den Pfeiltasten durch die Level. Dabei spielt die Musik eine essenzielle Rolle. Treibende Bässe und Synthie-Sounds verändern die Spielwelt merklich. Im Takt erscheinen, verschwinden oder bewegen sich die Plattformen. Bei jedem Sprung sollte man also ganz genau hinhören. Wie die Level verändert sich auch die Spielfigur ständig. Steuert man nach links oder rechts, rollt die Spielfigur in Form eines Kreises durch die grell kolorierte Welt. Beim Springen formt sie sich zu einem Dreieck und stoppt man, verwandelt sich die Figur in ein Quadrat. 140 ist für 5 Euro in Steam für Windows und Mac erhältlich.

Der König im Browser-Spiel Kingdom von Thomas van den Berg hat es nicht leicht. Denn er ist zunächst ganz alleine den nächtlichen Attacken von Untoten ausgesetzt. Doch für nur eine Goldmünze sind schnell ein paar Bauern angeheuert und mit Pfeil und Bogen bewaffnet. Für ein paar Münzen mehr kauft man sich noch Handwerker, die ein schützendes Fort errichten. Ziel ist es, so viele Nächte wie möglich den Zombiewellen Parole zu bieten. Damit das gelingt, muss der Spieler weise entscheiden, wo er sein schwer verdientes Gold investiert.

Spannend wird es auch im Horror-Spiel Run into the Dark. Als Schauplatz hat sich Entwickler 2Quarter Studios den japanischen „Selbstmordwald“ Aokigahara ausgesucht. Mit einer Taschenlampe bewaffnet muss man den düsteren Wald nach den Leichen von Selbstmördern durchsuchen. Dabei bleibt dem Spieler manchmal selbst das Herz stehen. Denn im Gehölz tummeln sich auch noch Wesen, die alles andere als tot sind. Run into the Dark ist für Windows und Mac erhältlich. Im dunklen Zimmer mit Kopfhörern schockt es am besten.

Video: Angespielt

Deutlich freundlicher geht es im Browser-Spiel Code Combat zu. Aber anstatt das Rollenspiel mit Maus und Pfeiltasten zu steuern, befehligt der Spieler den Held mit Code-Zeilen. Auf der linken Seite des Bildschirms befindet sich dabei die Spielkarte und auf der rechten eine Konsole zur Eingabe von JavaScript. Jedes Level in Code Combat beinhaltet ein kleines Rätsel, das gelöst werden will. Bei der schön gezeichneten Welt und der durchaus interessanten Story lernt sich JavaScript fast wie von selbst. Das dreiköpfige Entwickler-Team ruft außerdem gestandene Web-Entwickler dazu auf, an dem Open-Source-Projekt teilzuhaben. (Christian Braun/hag)

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