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Schwarzweiß-Filmlooks simulieren

Mit dem Schwarzweiß-Konverter Silver Projects Professional bringt der Franzis-Verlag eine weitere Spezial-Software heraus, die auf die (semi-)professionelle Bildbearbeitungsklientel zielt. Konzept und Bedienoberfläche ähneln HDR Projects Platin, mit dem Franzis die Reihe startete: Über 70 Voreinstellungen sorgen für schnelle Ergebnisse. Dazu gesellen sich Stile, die den Look diverser analoger Klassiker von Ilford, Kodak, Rollei und Agfa simulieren sollen.

Eigene Vorstellungen darf man mit Hilfe von Filtern und Effekten umsetzen – zur Wahl stehen außer Standardwerkzeugen für Belichtungs-, Kontrast- und Farbkorrektur auch spezifische Filter für die Schwarzweiß-Umwandlung, etwa Farbfilter sowie Sepia- und Korneffekte. Silver Projects Platin läuft unter Windows sowie Mac OS X und lässt sich eigenständig oder als Plug-in innerhalb von Photoshop (Elements) oder Lightroom nutzen. Die Software kostet 129 Euro. (atr)

XML-Werkzeuge aktualisiert

Altova hat seine RaptorXML-Engine in die 2014er-Versionen seiner XML-Werkzeugsammlung Mission Kit und seiner Serverprodukte integriert. Die XML-Validierungs- und Verarbeitungsengine ist damit ab sofort Bestandteil des XMLSpy sowie einzelner Komponenten wie MapForce und SchemaAgent. XMLSpy unterstützt daher nun aktuelle XML-Standards wie Schema 1.1 sowie Xpath, XQuery und XSLT in Version 3.0.

Altovas datenbankfähige Anwendungen unterstützen darüber hinaus ab sofort neuere Datenbankversionen, darunter den Microsoft SQL Server 2012, Access 2010 und 2013 sowie MySQL 5.5.28.

Mission Kit 2014 Professional läuft auf Windows mit 32 Bit ab XP und 64 Bit ab Vista. Es kostet 690 Euro pro installierter Lizenz; die um DiffDog und SchemaAgent erweiterte Enterprise Edition gibts für 1390 Euro. Die Einzelkomponenten des Mission Kit wie XMLSpy, MapForce und Co. stehen auch einzeln zum Verkauf; zudem bietet der österreichische Hersteller auch Lizenzmodelle für Named Users und Concurrent Users an. (jss)

Foto-Allzwecktool

Das Bildbearbeitungsprogramm Zoner Photo Studio hat in Version 16 ein Geotagging-Modul, Touch-Unterstützung und eine Funktion für inhaltssensitives Skalieren erhalten. Eine Karte im Manager ermöglicht Geotagging per Drag & Drop; vergebene Tags schreibt das Programm direkt in JPEG-Dateien. In den Modulen Manager, Viewer und Editor kann man nun per Wischgeste von Bild zu Bild wechseln und per Zweifingergeste zoomen. Im Editor führt eine Schnellbearbeitungsleiste zu häufig benötigten Werkzeugen für Helligkeit, Farbe und Kontrast. Inhaltsbasiertes Skalieren nennt der Hersteller das Verändern der Proportionen eines Bildes, ohne dass wichtige Motive in Mitleidenschaft gezogen werden. So lassen sich etwa Personen am Strand näher zusammenbringen. Fotos in Zonerama-Alben kann man direkt auf Facebook veröffentlichen.

Zoner Photo Studio 16 steht in deutscher Sprache zum Download zur Verfügung. Die Pro-Edition kostet 79 Euro, eine Home-Version nur mit einfachen Bildbearbeitungsfunktionen und ohne Raw-Unterstützung kostet 39 Euro. (akr)

3D-Werkzeug für den Dauereinsatz

Das Open-Source-3D-Paket Blender 2.69 zerteilt Objekte entlang einer Ebene und schließt automatisch Löcher im Oberflächennetz, die beim Löschen einer Hälfte entstehen. Dabei orientiert sich die Software bei der Farbgebung der neu erzeugten Oberflächen an den benachbarten Knoten des Netzes. Auf Wunsch zeigt Blender im Editier-Modus nur jene Knoten und Kanten des Drahtgittermodells an, die zum Nutzer hin orientiert sind, was beim Prüfen und Korrigieren der Netztopologie helfen soll. Die Anwendung importiert Szenen im FBX-Format von Autodesk, allerdings noch ohne Armaturen und Animationen. Auch der FBX-Export wurde überarbeitet und exportiert jetzt nicht nur Dreiecke, sondern auch Polygone.

Der integrierte Renderer namens Cycles nutzt einen neuen Algorithmus für die Darstellung der Lichtstreuung in durchscheinenden Materialien (Subsurface Scattering). In der Realität wird dabei das Licht im Inneren eines Objekts je nach Wellenlänge unterschiedlich gestreut. Dies exakt nachzubilden ist für die realistische Darstellung von menschlicher Haut, aber auch von Milch, Marmor oder Wachs wichtig. Die Haar-Darstellung hat das Experimental-Stadium verlassen und soll deutlich einfacher zu benutzen sein. Für Landschaftsszenen stellt Blender jetzt zwei Himmels-Simulationen zur Wahl – die neu hinzugekommene soll besonders in Sonnenauf- und -untergangsszenen natürlicher wirken.

Version 2.69 von Blender soll längerfristig mit Bugfixes versorgt und gepflegt werden und damit umfangreicheren 3D-Vorhaben eine solide Basis bieten. Für die parallel entstehende 2.7er-Serie von Blender planen die Entwickler tiefgreifende Änderungen, die wahrscheinlich die Kompatibilität einschränken: Damit erzeugte Dateien werden sich möglicherweise mit der heute aktuellen Blender-Version nicht mehr öffnen lassen. Blender läuft unter Windows, Mac OS X und Linux. (Gottfried Hofmann/pek)

Teamfunktionen fürs Web-Office

Microsoft hat die webbasierten Office Web Apps um Teamfunktionen und einige weitere Details ergänzt. Bislang konnten Arbeitsgruppen nur Excel-Tabellen gleichzeitig bearbeiten. Jetzt können mehrere Nutzer auch gleichzeitig auf Word-Dokumente und PowerPoint-Präsentationen zugreifen – Google Docs erlaubt Teamarbeit an Texten und Präsentationen schon seit Langem.

Die Web Apps zeigen in Echtzeit an, wer gerade welche Stelle eines Dokuments bearbeitet. Alle Änderungen erscheinen bei allen Nutzern sofort auf dem Bildschirm, sodass man sich nicht in die Quere kommt. Alle Modifikationen an den Dokumenten speichern die Web Apps nun unmittelbar im SkyDrive und verhindern damit, dass Änderungen etwa durch versehentliches Schließen des Web-Browsers verloren gehen.

Außerdem hat Microsoft den Office-Apps einige neue Funktionen spendiert. So beherrscht die Word Web App jetzt Suchen und Ersetzen sowie Kopf- und Fußzeilen in Dokumenten. Die Excel Web App öffnet jetzt auch Arbeitsmappen mit geschützten Tabellen und zeigt in der Statusleiste Summe und Mittelwert der Daten eines markierten Bereichs an. Die PowerPoint-App kann jetzt Bilder zuschneiden. Office Web Apps laufen in allen gängigen Browsern und setzen einen Microsoft-Account voraus. (db)

Anwendungs-Notizen

Der Raytracer POV-Ray für Windows, Linux und Mac OS X ist in der neu erschienenen Version 3.7 SMP-fähig und kann somit Rechner mit mehreren Prozessorkernen besser auslasten. Zudem sind die Entwickler von ihrem proprietären Lizenzmodell abgerückt; die neue Version steht unter der AGPL.

Das jüngst veröffentlichte DxO Viewpoint 2 zur Perspektiv- und Verzeichnungskorrektur hat ein Update erhalten, das volle Kompatibilität zu Apple Aperture und Photoshop Elements 12 herstellen soll. Die Software korrigiert Verzeichnungen jetzt automatisch als Plug-in für diese Anwendungen.

Mit neuen TrueType-Fonts vom Hersteller Softmaker zum Preis von 25 Euro lassen sich auf PC und Mac Texte in mehr als 70 Jugendstil-Schrifttypen setzen. Für 20 Euro gibt es ein Paket mit 15 Varianten der Sütterlin-Schrift und 5 Formen der Kurrentschrift aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert.

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