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Günstiges 4,5-Zoll-Smartphone

Nach der Übernahme durch Google war es ruhig geworden um Motorola, zumindest in Deutschland. Nun aber bringen die Amerikaner das Moto G – ein gut ausgestattetes Android-Smartphone zum Kampfpreis. Gerade einmal 170 Euro soll das Gerät mit 8 GByte Flash-Speicher kosten, für die 16-GByte-Version verlangt Motorola 30 Euro mehr.

High-End-Komponenten sind da nicht zu erwarten; Motorola verbaut aber immerhin grundsolide Hardware aus der Mittelklasse: ein 4,5-Zoll-Display mit 720p-Auflösung und Gorillaglas-Schutz, einen auf 1,2 GHz getakteten Qualcomm Snapdragon 400 mit vier Kernen, Adreno-305-Grafikprozessor, 1 GByte RAM und Android 4.3 – 4.4 soll in wenigen Wochen folgen. Genaue Laufzeiten nennt Motorola nicht; der 2070-mAh-Akku soll aber einen Arbeitstag durchhalten. Die Kameras (5 Megapixel auf der Rückseite, 1,3 auf der Front) drehen Videos in 720p, weiterhin gibt es HSPA mit 21 MBit/s, WLAN-n, GPS & Glonass sowie Bluetooth 4.0.

Einen MicroSD-Slot besitzt das Moto G nicht, jeder Käufer erhält aber für zwei Jahre 50 GByte kostenlosen Speicherplatz auf Google Drive. Es ist nur in Schwarz erhältlich; austauschbare Akkudeckel in Gelb, Rot, Blau und Magenta sorgen für Abwechslung. Eine spezielle Beschichtung soll das Innenleben vor Beschädigungen durch Wasser schützen. Motorola will das Moto G Mitte November auf den deutschen Markt bringen. (ll)

Abstürze beim iPhone 5s

Nutzer des iPhone 5s müssen weiter mit Abstürzen leben. Leserberichten zufolge treten diese beim Wechsel zwischen Apps über die Multitasking-Leiste, beim Einsatz speicherintensiver Software wie Karten- oder Navigations-Apps sowie bei Spielen auf. Dabei stürzt jedoch nicht das komplette Betriebssystem ab, sondern nur der für den iOS-Homescreen zuständige Springboard-Prozess. Das iPhone zeigt dann kurz den schwarzen Startbildschirm mit Apple-Logo und anschließend wieder den Lockscreen.

Auf unseren Testgeräten treten solche Abstürze etwa zweimal pro Tag auf. Zudem führte bei uns die TouchID-Nutzung beim Entsperren des Gerätes mehrfach zu einem unmittelbaren Springboard-Absturz – dieses Symptom trat erstmals unter iOS 7.0.3 auf, wenn in den Bedienungshilfen „Bewegung reduzieren“ aktiviert war. Mit dem Deaktivieren dieser Option verschwanden auch die Abstürze.

In den Absturzberichten der betroffenen Geräte finden sich häufig Low-Memory-Warnungen. Möglicherweise setzt der Wechsel zu speicherhungrigeren 64-Bit-Apps das Speicher-Management von iOS unter Druck. Das iPad Air scheint von ähnlichen Problemen betroffen zu sein, wenn auch seltener. Apple verbaut bei beiden Modellen – die bislang einzigen mit 64-Bit-Architektur – weiterhin nur 1 GByte RAM. (ll)

Blackberry bleibt eigenständig

Der angeschlagene Smartphone-Hersteller Blackberry gibt seine Verkaufspläne auf und dem bisherigen CEO Thorsten Heins den Laufpass. Fairfax Financial Holdings und andere Investoren wollen eine Milliarde US-Dollar in Blackberry investieren, statt das Unternehmen ganz zu übernehmen. Heins, der den Verkaufsprozess eingeleitet hatte, wird das Unternehmen zusammen mit einigen Verwaltungsratsmitgliedern verlassen.

Heins hatte im Januar 2012 die Führung des damals noch Research in Motion (RIM) genannten Unternehmens in schwierigen Zeiten übernommen. In seine Amtszeit fällt die Einführung des neuen Betriebssystems BB10, das den Abwärtstrend trotz guter Kritiken nicht aufhalten konnte. Im August dieses Jahres hatte Heins das Unternehmen zum Verkauf gestellt. Zwar zeigten sich einige Interessenten, darunter wohl sogar Facebook, doch zu einem konkreten Angebot kam es nicht. Lenovo soll ebenfalls an einer Übernahme interessiert gewesen sein. Medienberichten zufolge hätte jedoch die kanadische Regierung einen Verkauf an das chinesische Unternehmen aus Gründen der nationalen Sicherheit untersagt. Zuletzt hatten sogar die Blackberry-Gründer versucht, Investoren für eine Übernahme zu begeistern.

Schließlich hatte nur Fairfax ein vorläufiges Angebot vorgelegt. Der Investor ist bereits mit 10 Prozent an Blackberry beteiligt. Im September hatte Fairfax dann insgesamt 4,7 Milliarden US-Dollar für die Komplettübernahme geboten. Dieses Angebot ist nun vom Tisch. Der Investor schießt weiter Geld zu, Blackberry aber bleibt eigenständig. Sobald das Investment abgeschlossen ist, nimmt Heins seinen Hut. Für ihn übernimmt vorläufig John Chen die Konzernspitze. (vbr)

Mobilfunk-Notizen

Trotz Verkauf des Smartphone-Geschäfts verdient Nokia weiterhin an den zugehörigen Patenten. Mit Samsung haben die Finnen ein schon bestehendes Patentabkommen nun um fünf Jahre verlängert. Ein Schiedsverfahren soll die Höhe der Zahlungen festlegen, sie sollen jedoch höher ausfallen als bisher.

4,7-Zoll-HD-Display, Quad-Core-Prozessor (Tegra 3, 1,2 GHz) und Android 4.1 – das sind die Eckdaten des Medion-Smartphones Life X4701, das zum Erscheinen dieses Heftes für 180 Euro in den Aldi-Märkten liegen soll. Für diesen Preis musste Medion an einigen Stellen sparen: kein LTE, kein NFC, nur 8 GByte Flash, WLAN-n, Bluetooth 3.0 und, sehr ungewöhnlich, Dualband-GSM – für USA-Reisen nicht geeignet.

Samsung hat einige Infos zum eigenen Smartphone-Betriebssystem Tizen bekannt gegeben: Anfang 2014 sollen die ersten Geräte verfügbar sein. Sie werden mit Tizen 2.2.1 ausgeliefert; Tizen 3.0 folgt im Herbst. In Südkorea ist bereits eine Kamera mit Tizen-Kern auf dem Markt.

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