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Access Point mit PoE und USB-Deviceserver

Der für seine Druck- und USB-Deviceserver bekannte Hersteller Silex hat einen WLAN-Access-Point namens SX-AP-4800AN auf den Markt gebracht. Die Besonderheit ist sein USB-2.0-Anschluss: Die dort eingesteckten Geräte bindet der AP mit Hilfe einer Silex-Software ins LAN und WLAN ein, das der Access Point (AP) entweder im 2,4- oder im 5-GHz-Band aufspannt. Dabei überträgt das Gerät bis zu 300 MBit/s brutto. Die Verbindung zu einem kabelgebundenen Netzwerk stellt der AP über seinen Gigabit-Ethernet-Port her, der die Basisstation auch mit Strom versorgen kann (IEEE 802.11af, PoE).

Der AP authentifiziert Geräte per Passphrase oder Radius-Server (IEEE 802.1x), priorisiert den Datentransport von Sprach- und Videoanwendungen und überträgt Zugangsdaten auf Knopfdruck zu passenden Gegenstellen (WPS). Silex verlangt für den SX-AP-4800AN 275 Euro. (rek)

Dualband-WLAN-Adapter für TV und Spielekonsole

Der TL-WA890EA von TP-Link bringt mit nur einem Ethernet-Port ausgestattete Geräte wie Fernseher und Spielekonsolen in ein WLAN. Der Adapter funkt entweder über das 2,4- oder das 5-GHz-Band und erreicht bis zu 300 MBit/s brutto. Die vier Fast-Ethernet-Schnittstellen könnten sich als Flaschenhals erweisen, da angeschlossene Geräte darüber höchstens 100 MBit/s empfangen, der WLAN-Adapter bei guten Funkbedingungen aber mehr liefern kann. Der TL-WA890EA kostet 40 Euro. (rek)

Zwangsrouter: Bundesnetzagentur gerät unter Druck

Erleichterung bei Internet-Nutzern, Geräteherstellern und Verbänden: Anfang November 2013 einigten sich die Verhandlungsführer von SPD und CDU/CSU während der Koalitionsverhandlungen, im Falle einer Regierungsbildung per Gesetz gegen Zwangsrouter vorzugehen. Am 6. November endete auch eine öffentliche Anhörung der Bundesnetzagentur (BNetzA), in der die Regulierungsbehörde um Meinungen zum Thema Zwangrouter gebeten hatte.

Zwar wird die BNetzA-Anhörung durch die Koalitionsvereinbarung praktisch zur Makulatur, dennoch setzt die Anhörung die Behörde weiter unter Druck: Unter den 300 eingegangenen Stellungnahmen kamen besonders viele von Verbrauchern, die eine Einschränkung ihrer Wahlfreiheit bei Endgeräten sowie Datenschutz- und Sicherheitsprobleme befürchten. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik unterstützen die Einwände der Verbraucher. Weitere vehemente Einwände äußerten 19 Netzwerkausrüster, der Chaos Computer Club, die Free Software Foundation Europe und der Bundesverband Initiative gegen digitale Spaltung. Ein Routerzwang würde die Nutzer in Verhaltensmuster aus Zeiten vor der Liberalisierung des Kommunikationsmarktes zurückwerfen, erklärte etwa der Chaos Computer Club. Zwangsrouter, die obendrein vom Provider kontrolliert und gewartet werden, würden den Teilnehmer der Hoheit über sein privates Netz berauben. „Letztlich kann der Nutzer nicht mehr ausschließen, dass sich Dritte Zugang zu seinem Netz verschaffen.“ Vor dem Hintergrund der Abhöraffäre um die NSA sei das Vertrauen der Bürger ohnehin nachhaltig erschüttert. „Es wäre fatal, wenn sich diese Unsicherheit bis in die eigenen vier Wände ausdehnen würde. Der fernkontrollierte Router ist geeignet, genau diesen Unsicherheiten und Ängsten weitere Nahrung zu geben.“

Anlass für den Sturm der Entrüstung war eine BNetzA-Mitteilung vom Januar 2013: Damals hatte die Behörde erklärt, dass sie wegen fehlender Gesetze und Richtlinien Provider nicht zwingen könne, Zugangsdaten an ihre Kunden herauszugeben. Ohne Zugangsdaten können Kunden jedoch nicht den Router ihrer Wahl an den vom Provider bereitgestellten Anschluss betreiben. Stattdessen müssen sie mit dem vom Provider bereitgestellten oder vermieteten Modell vorlieb nehmen (Zwangsrouter). (dz/rek)

IPSec-Client für Windows 8.1 und Mavericks

Die in Nürnberg ansässige Firma NCP Engineering führt die Entwicklung ihres IPSec-Clients fort und arbeitet an Anpassungen für Windows 8.1 und Mac OS X 10.9 alias Mavericks.

Die im August gefertigte Version 9.32 Build 124 des NCP Secure Enterprise Client verweigert den Dienst, wenn man den PC auf Windows 8.1 aufrüstet. Der Hersteller empfiehlt, den Client unter Beibehaltung der Einstellungen zu deinstallieren und anschließend den Build 144 zu installieren. Außerdem weist er darauf hin, dass Verbindungen mittels IPsec over L2TP nach Eingabe eines Lizenzschlüssels ab der Version 10.0 nicht mehr möglich sind.

NCP führt als wesentliche Änderungen gegenüber der Vorversion eine verbesserte GUI für die IKEv2-Konfiguration, neue Konfigurationsoberflächen, zusätzliche Informationen im System Tray sowie die IPv6-Unterstützung auf. NCP hat sowohl für Windows 8.1 als auch für Mavericks 30 Tage lauffähige Testversionen veröffentlicht. (dz)

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