Trends & News | News

4K-Referenzmonitor

Der ultrahochauflösende DP-V3010 von Canon ist ein Referenzschirm für die Filmproduktion. Das LC-Display hat 76 Zentimeter (30 Zoll) in der Diagonale und nutzt 4096 × 2560 Pixel, löst also mit 145 ppi sehr fein auf. Dank seines RGB-LED-Backlight kann das Display einen sehr großen Farbraum abdecken. So beherrscht der Monitor laut Canon Adobe RGB und zusätzlich die Farbräume wichtiger Broadcast-Standards wie ITU-R BT.709, EBU, SMPTE-C sowie 4K-DCI. Um eine verlässlich stabile Darstellungsqualität zu erzielen, werden Farbtemperatur und Helligkeit des Weißbildes über Sensoren im Backlight automatisch kontrolliert und angepasst. Zusätzlich lässt sich der Monitor mit einem Photometer ohne Hilfe des PC kalibrieren. Für Canons Filmkameras EOS C500 und C300 sind im Monitor passende Gamma-Presets hinterlegt, die eine naturgetreue Wiedergabe der Kameraaufnahmen erlauben.

Das IPS-Panel sorgt für große Einblickwinkel. Es wird mit 10 Bit angesteuert und kann dank 1024 Gradationsstufen sehr feine Farbverläufe darstellen. Das Hintergrundlicht leuchtet mit dem Bildaufbau zeilenweise von oben nach unten auf (sogenanntes Scanning Backlight). Dadurch bleiben die Schaltvorgänge des Flüssigkristalls für den Betrachter unsichtbar und die Bewegtbildwiedergabe wird deutlich schärfer. Als Kontrast nennt Canon 2000:1 – ein guter Wert für IPS-Displays. Mit seinen vier Interpolationsmodi kann der 16:10-Monitor 2K- und HD-Auflösungen formaterhaltend skalieren.

Canon liefert den nur etwa 20 Zentimeter tiefen DP-V3010 mit einer abnehmbaren Steuerungseinheit mit Tasten und Wahlrad aus; diese passt auch in ein 19-Zoll-Rack. Als Signaleingänge stehen DisplayPort, 3D-SDI und HD-SDI-Ports bereit. Der Referenzmonitor soll im ersten Quartal 2014 erhältlich sein, als unverbindliche Preisempfehlung nennt Canon derzeit stolze 38 500 Euro. (uk)

Laser-Projektor für kleine Kinos

NEC hat einen Digital-Kinoprojektor vorgestellt, der statt mit konventionellen Hochdrucklampen mit einer Laserlichtquelle arbeitet. Vorteil: Der Laser hält laut Hersteller 20 000 Stunden durch, konventionelle Lampen machen oft schon nach 2000 Stunden schlapp. Der NC1100L ist für kleine bis mittlere Kinoleinwände bis zu einer Breite von elf Metern ausgelegt. Der Projektor entspricht dem Kinostandard DCI und hat einen Media Server (IMS) eingebaut. Mit einer Größe von 70 cm × 104 cm × 31,5 cm Zentimetern ist der NC1100L laut NEC der kleinste Laser-Kinoprojektor der Welt. (jkj)

Virtual-Reality-Gehäuse für Smartphones

Angefeuert vom Hype um die Virtual-Reality-Brille Oculus Rift rollt derzeit eine Welle von Smartphone-VR-Gehäusen durchs Internet. Zwar erreichen aktuelle Smartphones bei Weitem noch nicht die Grafikleistung von Spiele-PCs, doch für einfache Virtual-Reality-Spiele oder Side-by-Side-3D-Videos reicht es allemal. Das Reizvolle am Smartphone-VR zum Umschnallen: Man benötigt keine zusätzliche Hardware, dank diverser Sensoren lassen sich fast alle Smartphones auch zum Ermitteln der Kopfposition in Echtzeit einsetzen.

Angefangen hat alles mit der Dive-Brille des Bonner Studenten Stefan Welker, der nicht nur ein passendes Gehäuse für etliche Android-Smartphones selbst entworfen, sondern auch eine erstaunlich schnelle Android-Headtracker-Implentierung für die Unity-Spieleengine entwickelt hat (Report in c’t 15/13). Welker bietet die 3D-Druck-Dateien für die OpenDive-Brille kostenlos auf seiner Website an (siehe c’t-Link), hier kann man auch die erforderlichen Kunststofflinsen und ein Kunststoffband für 7 Euro bestellen. Die kommerzielle Durovis-Dive-Variante ist bislang lediglich vorbestellbar, ein Preis steht noch nicht fest.

Clever ist auch die Variante von Claudio Panzanaro aus Winnenden (bei Stuttgart): Er bietet über die Crowdfinancing-Plattform Indiegogo den Smartphone-VR-Gehäusebausatz Refugio 3D aus Pappe für 20 Euro an.

Ein etwas ausgefeilteres Gehäuse haben die Xyson Labs aus den USA auf Kickstarter vorgestellt: Ihren Xcope kann man wahlweise mit einer monoskopischen (für 2D-Filme oder -Spiele) oder mit stereoskopischen Linsen betreiben. Außerdem ist am unteren Gehäuseteil ein Fingerschlitz eingebaut, um den Touchscreen zu bedienen – bei anderen Gehäusen muss man das VR-Display dafür absetzen. Den Xcope kann man auf Kickstarter für 55 US-Dollar (circa 41 Euro) vorbestellen, beide Linsen-Einsätze werden mitgeliefert – wenn denn die angepeilten 50 000 Dollar zusammenkommen.

Bereits erfolgreich auf Kickstarter finanziert wurde das schottische Gehäuseprojekt vrAse – statt der angepeilten 55 000 Pfund kamen sogar 66 556 Pfund zusammen. Während der Kickstarter-Aktion war das Gehäuse für 48 Pfund (circa 57 Euro) zu haben. Nachzügler können das Gerät zurzeit nicht mehr bestellen, auch der endgültige Preis steht noch nicht fest.

Kostenlos herunterladen kann man sich die 3D-Druckdateien des VR2GO-Projekts der University of Southern California. Angeboten werden drei STL-Dateien fürs iPhone 4/4s, iPhone 5 und iPod 5. Außerdem findet man dort eine Unity-VR-Implementierung für iOS. (jkj)

Google Glass macht Musik

Bei Smartphones ist Musikabspielen seit Jahren eine Standardfunktion – Googles Datenbrille Glass bekommt das Feature erst mit dem für Ende des Jahres angekündigten Hardware-Update spendiert. Während die Ur-Variante der Brille Töne ausschließlich per (viel zu leisem) Knochenschalllautsprecher produzierte, soll die neue Version auch Ohrhörer unterstützen. Standard-Kopfhörer scheinen mangels Klinkenausgang nicht zu funktionieren, die speziellen Glass-Kopfhörer arbeiten offenbar mit einem MicroUSB-Stecker. Laut Google kann man die neue Glass zudem mit Korrektur-Brillengläsern nutzen, auch hier sind Details noch unklar. (jkj)

Robuste Touchscreen-Monitore

Monitorhersteller Iiyama erweitert sein Angebot an Touchscreen-Monitoren für den öffentlichen Einsatz. Die drei vorgestellten Displays liefert Iiyama mit externen Halterungen statt mit Standfüßen aus. Damit lassen sie sich bündig in Info- oder Kassentresen, anderes Mobiliar oder Schaltpulte einbauen. Da bei solchem Nutzungsszenarien oft wenig Platz zu Verfügung steht, haben die Modelle recht kleine Diagonalen: Der TF1732MC-1 bringt es auf eine Diagonale von 43 Zentimetern (17 Zoll), der TF1932MC-1 auf 48 und der TF2234MC-B1 auf 55 Zentimeter (19 respektive 21,5 Zoll).

Die beiden kleineren Modelle haben 1280 × 1024 Bildpunkte und 5:4-Format. Bei ihnen kommt die blickwinkelabhängigere TN-Technik zum Einsatz. Der 22-Zöller mit 16:9-Format löst mit 1920 × 1080 Bildpunkten auf und erlaubt dank IPS-Panel größere Einblickwinkel. Alle drei Displays nehmen digitale Bildsignale über ihre DVI-Eingänge entgegen.

Für den Touch-Betrieb müssen die Displays per USB mit dem PC verbunden werden. Dort melden sie sich als Human Interface Device (HID), sodass unter neueren Windows-Versionen keine gesonderten Treiber benötigt werden. Ihre kapazitive Touch-Erkennung detektiert maximal zwei gleichzeitige Berührungen. Damit sie den Einsatz als Public-Display möglichst unbeschadet überstehen, hat die rahmenlose Touch-Scheibe Härtegrad H7 und ist kratzfest. Außerdem sind die Geräte gemäß IP54 zertifiziert und damit vor Staub und Spritzwasser geschützt. Alle drei Touchscreen-Monitore sind ab sofort verfügbar. Der TF1732MC-1 kostet 470 Euro, der TF1932MC-1 kostet 560 Euro und der TF2234MC-B1 ist für 620 Euro erhältlich. (spo)

Transparente OLED-Brille für Sehbehinderte

Forscher der Universität Oxford arbeiten an einer OLED-Brille für stark Sehbehinderte. Die Brille soll mit einer Kinect-ähnlichen Kamera 3D-Umrisse erkennen. Ein reduziertes, aber sehr hell leuchtendes Abbild des Umgebungsbildes wird auf die Brillengläser projiziert. Solche sehr hellen Konturen können viele Menschen, deren Sehvermögen sehr stark eingeschränkt ist, gerade noch erkennen und nach einiger Übung auch identifizieren.

Zunächst nutzten die Entwickler um Dr. Stephen Hicks (www.assisted-vision.com) kleine LEDs als Anzeige, inzwischen haben sie die Brillengläser mit transparenten OLEDs realisiert. Damit können die Konturen der erkannten Objekte zum einen feiner herausgearbeitet werden. Außerdem wirkt die Brille dank der durchsichtigen Gläser eher wie eine normale Brille und weniger wie die glitzerne Sehhilfe von Geordie La Forge – die übrigens als Inspiration diente. Die Datenberechnung erfolgt in einer kleinen externen Box. Probleme bereitet den Forschern noch die Integration der Kamera. Sie sitzt bislang als etwas klobiger Riegel über der Brille. Wenn man sich Brillen mit integrierter Kamera wie etwa Google Glass anschaut, dürfte dieses Problem aber vor allem ein finanzielles sein. (uk)

Faltbare OLEDs

Samsung setzt voll auf OLEDs: Der koreanische Displayspezialist rechnet damit, dass die organischen Displays die LCD-Technik umsatzmäßig schon in zwei Jahren überholen werden. Dafür soll die bessere Bildqualität der OLEDs sorgen – sehr sattes Schwarz und damit hoher Kontrast, sehr großer Farbraum dank satter Grundfarben, scharfe Bewegungsdarstellung. Außerdem eröffnet die OLED-Technik neue Möglichkeiten: Die dünnen Schirme sind flexibel, lassen sich also biegen, aufrollen oder falten.

Allerdings müssen dafür zunächst flexible Substrate und Elektronik sowie eine mechanisch stabile Versiegelung her. Derzeit gibt es lediglich gebogene OLEDs, die sich aber sich vom Anwender nicht biegen lassen. Samsung arbeitet nun an faltbaren OLEDs. Auf seinem Analystentag hat der Hersteller erste Konzeptstudien gezeigt: ein Smartphone, das auf halbe Länge zusammenfaltbar war und ein Gerät, dessen Schirm sich zu zwei Seiten ausklappen ließ und so etwa A4-Größe erreichte. Samsung will solche klappbaren Schirme in zwei Jahren auf den Markt bringen.

Anders als biegsame oder gar aufrollbare Displays müssen die Faltschirme nur an der Falz flexibel sein, der Rest des Displays kann wie gehabt einen stabilen Rücken haben, braucht also kein biegsames Trägersubstrat und schon gar keine biegsamen Akkus. (uk)

Artikel kostenlos herunterladen

weiterführende Links