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Konstruieren für 3D-Druck

Mit Cubify Design möchte der 3D-Druckerhersteller 3D Systems all jenen ein Konstruktionswerkzeug bieten, denen ein professionelles CAD-Programm zu kompliziert und zu teuer ist. Cubify Design soll vor allem bei beweglichen mechanischen Konstruktionen von Vorteil sein, die aus mehreren Bauteilen zusammengesetzt werden. Hier kann man zwischen Teilen definieren und beispielsweise festlegen, dass eine Komponente um eine andere als Achse rotieren oder in einer Nut geführt werden soll. In der 3D-Ansicht lassen sich Montage und Funktion der Baugruppe simulieren und ausprobieren.

Die Anwendung erzeugt 2D-Pläne der Entwürfe und Explosionszeichnungen. Dabei berechnet sie Eigenschaften wie Gewicht, Volumen sowie Größe der Oberfläche. Cubify Design importiert vorhandene 3D-Daten aus CAD-Formaten wie DXF, DWG, IGES und STEP, allerdings nicht aus den in der 3D-Druck-Community üblichen Formaten STL, SKP, OBJ oder Collada. STL steht immerhin auch für den Export zur Verfügung, was alle 3D-Drucker für Vorlagen akzeptieren. Die Anwendung läuft ausschließlich unter Windows ab XP und steht mit deutscher Bedienoberfläche zur Verfügung, die Hilfetexte gibt es allerdings nur in Englisch. Cubify Design kostet als Download 147 Euro. (pek)

Mathe-Training

Der Wolfram Problem Generator versorgt Besitzer einer Pro-Lizenz für den Mathematik-Webdienst Wolfram Alpha mit Übungsaufgaben etwa zur Analysis, linearen Algebra oder Zahlentheorie. Den Schwierigkeitsgrad der Knobelaufgaben darf man vorgeben. Passend dazu erzeugt Wolfram Alpha seine mathematischen Probleme jedes Mal neu. Diese stammen nicht aus einer Datenbank mit gesammelten Aufgaben und sollen sich daher auch nie wiederholen. Wer festhängt, bekommt Tipps oder lässt sich die Lösung schrittweise von Wolfram Alpha Pro aufzeigen. Übers Web bekommt man für zwei Wochen einen kostenlosen Testzugang zum Problem Generator und zu den anderen Pro-Funktionen. Der Pro-Zugang kostet 5 US-Dollar im Monat, Schüler und Studenten zahlen 3 Dollar. (pek)

Integrierte Entwicklung

Das von Siemens PLM (plm.automation.siemens.com) entwickelte Paket NX ist eine integrierte Softwarelösung für die computergestützte Entwicklung (CAE), Konstruktion (CAD) sowie Maschinensteuerung (CAM) in der Produktion. Version 9 soll bestimmte Branchen wie Automobil- und Luftfahrtindustrie, Schiff- und Maschinenbau besser unterstützen: Dort müssen sich Konstrukteure oft mit einem überkommenen Bestand von 2D-Daten abmühen, obwohl heute überwiegend in 3D konstruiert wird.

Die sogenannte Synchronos Technology in NX soll 2D-Daten zur Abhilfe automatisch mit zusätzlichen Informationen über geometrische Zusammenhänge versehen, die der Konstrukteur nur noch kontrollieren muss. Für den Entwurf und die Fertigung von Objekten mit komplexen Oberflächen wurde dem Paket mit NX-Realize-Shape eine komplett neue integrierte CAD/ CAM/CAE-Anwendung hinzugefügt. Die Analysewerkzeuge von NX und der Finite-Elemente-Solver NX Nastran sollen auf Spezialgebieten – etwa bei der Temperatursimulation von Flugzeugmotoren – schneller arbeiten. (pek)

Messdaten-Auswerter

Das Auswertungsprogramm Origin 9.1 tut sich gegenüber der Vorgängerversion vor allem durch erweiterte Grafikfähigkeiten hervor. Das äußert sich zum Beispiel in neuen Diagrammtypen wie dem dreieckigen, für die Beschreibung von Wasserproben verbreiteten Piper-Diagramm. In Tortendiagrammen kann man Grafikelemente jetzt nicht nur nebeneinander anordnen, sondern auch in konzentrischen Ringsegmenten. Die neue Version wählt laut Hersteller automatisch die passende Position und Größe für Diagramm-Beschriftungen. Außerdem sollen sich Daten aus mehreren Arbeitsblättern in einem gemeinsamen Diagramm auftragen lassen.

Weitere Neuerungen betreffen die Statistikfunktionen: Mit den Regressions-Optionen LOESS und LOWESS können Kurven-Fits vorhersagbare Tendenzen der Datenstreuung berücksichtigen. Außerdem ist eine Funktion hinzugekommen, mit der sich unterschiedliche Modellberechnungen für ein Daten-Ensemble in eine Rangfolge der Anpassungsgüte bringen lassen. In der Einzelplatzversion kostet Origin 9.1 für Windows 1380 Euro. (hps)

Simulation elektromagnetischer Systeme

Elektro-Ingenieuren geht die Feko-Suite 6.3 mit zahlreichen Rechen- und Visualisierungsfunktionen zur Hand, etwa für Feldberechnungen über finite Elemente, Analysen zur Strahlungs-Streuung nach Regeln der geometrischen und der physikalischen Optik oder fürs Antennen-Design. Mit der aktuellen Version lassen sich die modellierten Objekte durch kurvilineare Gitternetze beschreiben, bei denen gekrümmte Linien die Volumina der Netzwerk-Elemente begrenzen. Dabei lässt sich ein Objekt ohne Einbußen bei der Genauigkeit durch größere Segmente abbilden und schneller durchrechnen. Bei Fernfeldberechnungen kann das Modul Postfeko die Felddaten mit beliebiger Winkelauflösung berücksichtigen und anzeigen. Die Lizenzberechnung für die Feko-Suite in unterschiedlichen Ausstattungen und für unterschiedliche Betriebssysteme ist Gegenstand einer ganzen Webseite. Es gibt jedoch eine 45-Tage-Testversion und eine kostenlose, abgespeckte Ausgabe namens Feko Lite. (hps)

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