Made in Augsburg

Arbeitsbedingungen im Augsburger PC-Werk von Fujitsu

Wissen | Hintergrund

Die IT-Branche ist für schlechte Arbeitsbedingungen berüchtigt. Aber es geht auch anders: Fujitsu stellt PCs und Notebooks in Deutschland her.

Wer an Computerfabriken denkt, denkt an China. Aber auch in Deutschland werden noch PCs und Notebooks zusammengebaut, und zwar von Fujitsu in Augsburg. Die Festangestellten in der Produktion arbeiten 35 Stunden pro Woche und verdienen 2700 Euro im Monat oder 18 Euro pro Stunde, also rund 11 Euro netto. Ihre über eine Leiharbeitsfirma angestellten Kollegen verdienen weniger, aber mit rund neun Euro netto pro Stunde immer noch dreimal so viel wie die Arbeiter, die in Tschechien vergleichbare HP-PCs zusammenbauen. Und rund achtmal so viel wie viele chinesische Arbeiter.

Auch die restlichen Arbeitsbedingungen sind in Augsburg deutlich besser als in Osteuropa oder gar in China. „Bei uns ist nicht alles perfekt, aber im Großen und Ganzen kann man unsere Bedingungen als positives Beispiel in der Branche nehmen“, sagt der Betriebsratsvorsitzende Paul Riegg. Die Mitarbeiter könnten sich während der Arbeitszeit auch mal auf einen Stuhl setzen und etwas trinken, erklärt er. An den meisten osteuropäischen und chinesischen Fließbändern sind schon solche minimalen Ablenkungen angesichts des geforderten Tempos unmöglich oder schlicht verboten. ...

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  • Fujitsu fertigt hier ausschließlich auf Bestellung: Erst wird verkauft, dann gebaut.
  • Wer schneller arbeitet, verdient mehr: Zusätzlich zum Grundgehalt von rund 2400 Euro brutto erhalten die Fujitsu-Angestellten einen Produktivitäts-Bonus von durchschnittlich 300 Euro im Monat.

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