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Trends & News | Web-Tipps

Völkerschlacht live

www.mdr.de/voelkerschlacht

www.mdr.de/voelkerschlacht/topnews/verteilseite3010.html

Im Oktober jährte sich die Leipziger Völkerschlacht zum 200sten Mal. Der mitteldeutsche Rundfunk nahm den Jahrestag zum Anlass, sich mit dem historischen Ereignis zu befassen. Das Ergebnis ist eine sehr vielseitige Website, die ausführlich die Hintergründe der Schlacht beleuchtet, dem Besucher die Gelegenheit bietet, sein Wissen mit einem Quiz zu testen, und weiterführende Links zum Thema auflistet.

Die Topnews machen das Geschehen unmittelbar präsent. In vier Sendungen im Stile von ARD-Brennpunkten berichtet Tagesschau-Specher Ingo Zamperoni, als ob sich die Schlacht live ereigne. Handy-Videos und YouTube-Mitschnitte von den Kopfkameras der Soldaten vermitteln ein Bild von den Kämpfen. Reporter melden sich in Live-Schaltungen von den Schlachtfeldern oder aus Leipziger Notlazaretten. Ein Live-Ticker fasst die Ereignisse zum Nachlesen zusammen; eine animierte Karte veranschaulicht die Truppenverläufe. (jo)

Bus in die Ferne

www.checkmybus.de

Seit diesem Jahr dürfen Fernbusse der Deutschen Bahn Konkurrenz machen. Immer mehr Anbieter drängen auf den Markt. Den günstigsten oder schnellsten Bus von A nach B findet CheckMyBus, wobei A und B auch im Ausland liegen können. Anders als auf den Webseiten der Bahn erfährt man hier, was eine Fahrt von Hamburg nach Paris kostet. In jedem Fall dauert die Fahrt mit dem Bus deutlich länger als mit der Bahn. Dafür ist sie erheblich billiger. Wetter und Stau können für Verspätung sorgen; das gibt es bei der Bahn aber auch.

Die Suchmaschine findet alle Verbindungen am gewählten Tag. Stehen mehrere Routen zur Verfügung, werden die Stationen angezeigt. Das erklärt die bisweilen deutlich unterschiedliche Fahrtdauer.

Die Website informiert über den Service an Bord und zeigt Abfahrts- und Ankunftsort auf einer Karte. Hat man eine passende Verbindung gefunden, leitet sie zur Buchung auf die Website des Busunternehmens weiter. (ad)

Stationäres Geocaching

www.mapcaching.de

Der Winter steht vor der Tür und macht Geocaching zum eisigen Vergnügen. Mapcaching bietet eine kommode Alternative – obwohl oder gerade weil dabei die frische Luft fehlt. Denn hier bewegt man sich nur virtuell durch Google Streetview und löst dabei Aufgaben (Quests). Dazu gilt es, der Wegbeschreibung zu folgen und an Stationen etwa Fragen nach der Farbe der Schuhe einer Person zu beantworten. Jeder möglichen Antwort ist ein Wert zugeordnet. Auf einem virtuellen Zettel notiert und am Ende addiert ergeben die Werte die Lösung.

Mitte November gab es 24 Quests in 10 Ländern. Häufig ist es schwieriger, der Wegbeschreibung zu folgen als die Fragen zu beantworten. Mitspielen darf jeder. Mit einer Mail-Adresse muss man sich nur registrieren, um eine Quest zu hinterlegen oder Trophäen zu sammeln. (ad)

Freiheit den Daten

http://index.okfn.org/country

www.unternehmensregister.de

www.destatis.de/DE/Publikationen/Publikationen.html

Wissen ist Macht und Macht zu teilen ist ein demokratisches Prinzip. Auf diesem beruht Open Data: die freie Verfügbarkeit von Wissen, das im Rahmen behördlicher Arbeit gesammelt und gespeichert wurde. Sie ermöglicht es Bürgern, sich fundierte Meinungen zu bilden. Wirtschaft und Verwaltung können Geld sparen und Fehler vermeiden.

Viele Staaten haben Open Data zu ihrem Ziel erklärt, doch wie viel haben sie bisher umgesetzt? Die Open Knowledge Foundation hat dies untersucht und daraus den Open Data Index erstellt. Er vergibt Punkte für zehn Datenkategorien wie Regierungsausgaben, Wahlergebnisse und nationale Statistiken. Experten bewerten jede Kategorie nach neun Kriterien, etwa ob die Daten digital und kostenfrei verfügbar sind sowie deren Aktualität.

Deutschland landet dabei nur im Mittelfeld – weit abgeschlagen hinter Großbritannien und den USA. Das liegt unter anderem daran, dass hier Quellen wie das Unternehmensregister nur gegen Gebühr vollständig zugänglich sind. Komplett freien Zugriff erhält man hingegen auf die Daten, die das Statistische Bundesamt regelmäßig auf Destatis veröffentlicht. (Tobias Engler/ad)

Couch-Museum

http://3d.si.edu

Obwohl zur US-amerikanischen Smithsonian Stiftung der weltweit größte Museen-Verbund gehört, kann sie nur rund ein Prozent ihrer gewaltigen Sammlung ausstellen. Mit dem Projekt Smithsonian X 3D will das Institut 3D-Scans seiner Archivschätze erstellen und veröffentlichen. Derzeit sind etwa 10 Prozent der über 137 Millionen Objekte für einen Scan vorgesehen. Erste 3D-Aufnahmen kann man im Web bewundern.

Das virtuelle Museum funktioniert ohne Plug-ins. Es setzt allerdings einen WebGL-fähigen Browser wie den aktuellen Google Chrome oder Firefox voraus. Die Objekte schweben über einem Raster und lassen sich frei in alle Richtungen drehen. Über eine Werkzeugleiste kann man unter anderem die Beleuchtung variieren.

Zu einigen Exponaten gibt es eine Tour, die verschiedene Ansichten zeigt und auf Besonderheiten aufmerksam macht. In begleitenden Artikeln erfährt man mehr; auch Hintergrundinformationen etwa über die Expedition, bei der das Ausstellungstück gefunden wurde. Nach der Registrierung mit einer E-Mail-Adresse kann man Daten für den 3D-Druck herunterladen. Damit sollen etwa Schulen ihre Sammlung erweitern können. Sowohl der Inhalt von Smithsonian X 3D als auch die technische Umsetzung sind beeindruckend. (ad)

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weiterführende Links

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