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LG späht Nutzer mit smarten Fernsehern aus

Die Tests im c’t-Labor bestätigten schnell, was ein britischer Software-Entwickler nach eigenen Versuchen in seinem Blog beschrieben hat: LG erbeutet mit seinen Smart-TVs Informationen über das Sehverhalten der Nutzer. Aber nicht nur das: Die TV-Geräte lesen den Inhalt von angeschlossenen USB-Laufwerken aus und schicken die Namen von darauf enthaltenen Dateien an einen Server des Unternehmens. Inzwischen erhärten sich die Hinweise, dass die Geräte auch Netzwerkfreigaben, mit denen sie verbunden sind, auf Dateinamen untersuchen und diese unverschlüsselt ans Mutterschiff senden.

Der LG-Server quittiert den Empfang der Daten zwar mit einer Fehlermeldung, doch die Firma kann die eingehenden Daten prinzipiell dennoch aufzeichnen. Zu tadeln ist, dass die Fernseher auch dann noch munter weiterschnüffeln, wenn man im Menü die Option „Sammeln von Zuschauerdaten“ deaktiviert hat. Die derzeit schnellste Abhilfe gegen die Ausspähaktion besteht darin, das Gerät vom Netz zu trennen. Dann muss man jedoch auf die Smart-TV-Funktionen verzichten.

Gegenüber c’t bestätigte LG die Vorgänge. Die erfassten Daten über das Sehverhalten würden für abgestimmte Werbung und Empfehlungen von Sendungen genutzt. Das Verhalten der TV-Geräte sei Teil einer geplanten, aber nie vollständig implementierten Funktion gewesen.

Die Spionagefunktionen will LG in einem kommenden Firmware-Update entfernen. Einen Termin dafür nannte das Unternehmen allerdings nicht. Hinsichtlich der betroffenen TV-Modelle bleibt der Hersteller ebenfalls vage: Im Test ließ sich die Schnüffelfunktion beim LG 47LA6208 mit aktueller Firmware nachweisen. Ein Leser von heise online berichtete, dass das Modell 47LM660S ebenfalls Nutzerdaten an den Hersteller schickt. Weiterhin sollen die Modelle 42LN575V und 42LS570T betroffen sein.

Smart-TVs von LG sind nicht die ersten, die durch die Übertragung des Sehverhaltens auffällig wurden. Fernseher, die nach dem Hbb-TV-Standard gebaut sind, senden ebenfalls Nutzungsdaten an Sendeanstalten und Dienste wie Google Analytics. Welche Daten übermittelt werden, hängt vom jeweiligen Sender ab. So sind TV-Anstalten mit Hbb-TV-Angebot jederzeit darüber im Bilde, wer gerade ihre Sendungen sieht. (fab)

Wetterfester WLAN-Access-Point

Der Access-Point DAP-3310 von D-Link spannt mit einem WLAN-Modul bis zu acht logische Sendestellen per Multi-SSID auf. Sein Funkmodul überträgt maximal 300 MBit/s brutto (IEEE 802.11n). Optional klinkt sich das Gerät als Client in bestehende Funknetzwerke ein oder erweitert WLANs als Repeater. Er kann auch eine Verbindung zum drahtlosen Netz eines Wireless Internet Service Provider (WISP) aufbauen und den Internet-Zugang wahlweise über Ethernet (WISP-Client-Router-Modus) oder über Ethernet und WLAN simultan (WISP-Repeater-Modus) weiterleiten.

Das wetterfeste Gerät ist nach der Schutzklasse IPX6 gegen Druckwasserstrahlen geschützt und arbeitet bei Temperaturen zwischen –20 °C und 60 °C. Strom bezieht er über das Ethernet-Kabel: Einen passenden Injektor liefert der Hersteller mit, da das Verfahren nicht standardkonform ist. Dafür bietet der DAP-3310 eine zweite Ethernet-Buchse, mit der er sein proprietäres „Power-over-Ethernet“ durchleitet. Der zweite Anschluss liefert maximal 7 Watt und ist beispielsweise mit D-Links IP-Kameras kompatibel. Der Outdoor-AP kostet bei Internet-Händlern etwa 90 Euro. (fkn)

USB-Adapter für 11ac-WLAN

Der USB-WLAN-Adapter EW-7811UTC von Edimax funkt im 2,4- oder 5-GHz-Band. Er überträgt im 2,4-GHz-Band bis zu 150 MBit/s brutto. Im 5-GHz-Band befördert er mittels IEEE 802.11ac bis zu 433 MBit/s brutto. Dafür reicht die maximal 480 MBit/s schnelle USB-2.0-Schnittstelle des Sticks vollkommen aus. Der Kauf des 25-Euro-Adapters lohnt allenfalls für Notebooks, deren internes WLAN nur 54 MBit/s überträgt. (fkn)

Netzwerk-Notizen

Trendnet bringt für die IP-Kameras der Serien TV-IP672 und TV-IP572 eine neue Firmware heraus, die IPv6 beherrscht, Sicherheitslücken schließt und die Geräte um die ONVIF-Schnittstelle erweitert, über die sich die Kameras mit passender Überwachungssoftware steuern lassen.

Lancom erweitert seinen Advanced VPN Client in der Version 2.32 um Windows 8.1-Kompatibilität und spendiert ihm eine Tunnelfunktion, sodass er auch an IPv6-Anschlüssen ohne öffentliche IPv4-Adresse noch per IPv4 kommunizieren kann, etwa an Kabelanschlüssen mit DS Lite.

Der konfigurierbare 8-Port-Switch DGS-3000-10TC von D-Link ist vor allem für Provider in Mietshäusern oder kleinen Büros als Außeneinheit in einem Schutzkasten gedacht. Im Falle eines Blitzeinschlags schützt der Switch angeschlossene Geräte vor Überspannungen mit bis zu 6 kV. Zusätzlich unterstützt das Gerät „Spanning Tree“ und alternativ „Ethernet Ring Protection Switching“ nach ITU-I G.8032.

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