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Förderprogramm für Hardware-Entwicklung

Der Berlin Hardware Accelerator ist ein Förderprogramm für junge Firmen, die neue technische Produkte auf den Markt bringen wollen. Es gibt in Berlin bereits mehrere Programme für Startups, in denen sie um Startkapital und Beratung konkurrieren können. Dabei geht es aber fast immer um Software, allen voran mobile Apps.

Jeff Katz ahnt, woran das liegt: „Hardware is hard“, konkreter und damit schwieriger zu entwickeln als eine Anwendung, die zur Auslieferung nicht einmal fertig sein muss. Der Embedded-Entwickler hat mit Kollegen die Gruppe „Berlin Hardware“ ins Leben gerufen, ein monatliches Business-Treffen zum Kennenlernen und zur Kontaktpflege. In dieser Gruppe entstand die Idee, jungen Firmen mit Wissen und Geschäftskontakten zur Entwicklung, Herstellung und Vermarktung neuer Produkte auszuhelfen. Über 50 Startups haben sich für das Accelerator-Programm beworben.

Katz stammt aus den USA, weiß aber durchaus, was „Mittelstand“ bedeutet. In diesem Bereich sieht er das größte Potenzial für moderne Hardware „made in Germany“. Dazu müsse man sich nur die offene Kommunikationskultur der Software-Startup-Szene aneignen. Katz will Berlin zum neuen Zentrum der Geräteproduktion machen: Es sei doch viel besser, mit der S-Bahn zur Fabrik zu reisen als mit dem Flugzeug.

Ende November ließen sich zehn ausgewählte junge Firmen im Berliner Coworking Space Betahaus auf Kosten von Sponsoren eine Woche lang von Firmenvertretern und Mentoren beraten. Allen Startups ist gemein: Sie haben eine Produktidee, stecken mitten in der Prototypen-Phase und suchen nach Geldgebern und Branchenkontakten.

Sophie Willborn will mit ihrem Startup Rockatoo das Musikhören beim Motorradfahren angenehmer gestalten. Aufgrund der eigenen Enttäuschung hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit und Klang bestehender Kopfhörer entwickelten sie ein System, bei dem ein Schallwandler den ganzen Helm zur Wiedergabe in Vibrationen versetzt.

Pockethernet ist ein Ethernet-Testgerät in Form eines Smartphone-Zusatzmoduls. Die Hardware für 150 US-Dollar soll alle Kabel- und Netzwerktestfunktionen weitaus teurerer Werkzeuge übernehmen. Zusätzliche Protokolle will der ungarische Entwickler per In-App-Verkauf anbieten. Auf dem Modul läuft das Echtzeitbetriebssystem ChibiOS/RT.

Skysense aus Italien baut ein kontaktloses Ladesystem für Multikopter. Mit dem nachrüstbaren System sollen Drohnen künftig autonom auf einer 80 × 80 Zentimeter großen Landeplatte aufsetzen, wo sie automatisch per Induktion geladen werden. So sollen Ausfallzeiten durch manuelle Akkuwechsel entfallen. Seine Zielgruppe sieht das Startup vor allem im „Precision Farming“, dem computergestützten Ackerbau.

ChargeShare vereint einen externen Handy-Akku mit einem Reiseladegerät und einem Smartphone-Ständer. Dahinter steckt der israelische Filmemacher Solo Avital, der in Berlin dank seiner Kontakte zum Pop-Business bereits Kampagnen mit Lady Gaga und Co ankündigte.

Beim Air Box Lab aus Frankreich handelt es sich um ein Luftgütemessgerät von der Größe einer Getränkedose. Die Sensorröhre zeigt mit Leuchtdioden und auf verbundenen Smartphones an, wenn es Zeit wird, mal wieder das Fenster zu öffnen. Aktuell steht das Gerät bereits bei 100 Betatestern in der Wohnung.

Das Team des deutschen Startups Luuv ärgerte sich über verwackelte Action-Aufnahmen und entwickelte daher ein eigenes Stativ, das sich selbst ausbalanciert. Das komplett durch 3D-Drucker aus Kunststoff gefertigte Schwebestativ für Smartphones und Action-Cams ist windstabil, soll den rauen Bedingungen von Sportfilmern standhalten und trägt Kameras bis zu 500 Gramm. Im Februar wollen die Macher den Produktionsbeginn mit einer Crowdfunding-Kampagne finanzieren.

Cloud Your Car will das digitale Fuhrparkmanagement vereinfachen. CEO Patryk Szymczak bezeichnete seinen GPS-Stick für die Zigarettenanzünder-Buchse als „Fitbit für Autos“. Das Gerät zeichnet Position und Fahrweise auf und übermittelt die Daten per GSM. Als Zielgruppe hat die polnische Firma mittelständische Betriebe ausgemacht, aber auch Flughäfen.

Drei weitere Startups zeigten den tragbaren WLAN-Hotspot deMiFi, das Hausbeleuchtungssystem Brightup und den Leucht-Eisbären Bobo, der Kindern beibringen soll, wie man Strom spart. (phs)

c’t-Sonderheft: Das 8.1-Kompendium

Das Fazit des Vergleichstests in c’t 23/13, S. 88 war eindeutig: Windows 8.1 korrigiert so viele Design-Mängel von Windows 8.0, dass es auf herkömmlichen PCs und Notebooks endlich einen ernstzunehmenden Konkurrenten zu Windows 7 darstellt. 8.1 hat vor allem dann die Nase vorn, wenn man die vielen neuen Funktionen ausreizt, die sich oft erst auf den zweiten Blick erschließen. Passend zum Marktstart des neuen Betriebssystems veröffentlicht c’t das Sonderheft „Das 8.1-Kompendium“. Es vereint die besten Praxisanleitungen von c’t zum neuen Windows, aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht.

Die Artikel erläutern, wie Sie aus den neuen Funktionen möglichst viel herausholen. Dazu gehören die Verbesserungen des Explorers, das Windows+X-Menü, der schnellere Systemstart und die überarbeiteten Diagnose-Werkzeuge genauso wie die Möglichkeit zur Installation auf USB-Stick oder virtuelle Festplatte. Wir erklären, wie Sie von den neuen Backup- und Sicherheitsfunktionen und von der verbesserten Multi-Monitor-Unterstützung profitieren; wie Sie Nutzen aus mitwachsenden Datenplatten und den bordeigenen Werkzeugen für virtuelle CDs, Festplatten und Maschinen ziehen.

Ergänzt wird unser 8.1-Kompendium durch die besten Tipps, Tricks und Tools der c’t-Hotline. Außerdem spendieren wir eine Vollversion des Virenscanners NOD32 inklusive Updates für ein Jahr. Das 8.1-Kompendium ist ab dem 2. Dezember für 9,90 Euro im Zeitschriftenhandel und im Heise-Shop erhältlich. Als digitale Version in der c’t-App für Android oder iOS sowie als E-Book kostet es 8,99 Euro. (axv)

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