Trends & News | News

Konstruieren, Animieren, Rendern

Das letzte große Update des Open-Source-3D-Pakets Blender ist keine drei Monate her, jetzt liefert Version 2.65 eine Handvoll Ergänzungen nach. Kanten in Oberflächennetzen lassen sich damit über die Mesh-Tools in beliebig vielen Stufen längs brechen, sodass sie nahezu gerundet erscheinen. Das Symmetrize-Werkzeug spiegelt Objekte entlang der yz-Ebene, fügt Original und Spiegelung zu einem Oberflächengitter zusammen und schneidet überstehende Teile weg – alles in einem Aufwasch. Ein Laplace-Filter als Modifikator glättet raue Oberflächen, wie sie beispielsweise durch das Sensorrauschen bei 3D-Scans entstehen.

Der eingebaute Cycles-Renderer von Blender unterstützt jetzt Render Nodes, die in der Open Shading Language OSL programmiert wurden und die beispielsweise Lichtdarstellung und visuelle Materialeigenschaften definieren. Mit dem Rauchsimulator lässt sich inzwischen auch Feuer machen. Ein neu eingeführter Kräftefeld-Typ soll andere physikalische Simulationen in der 3D-Welt auf die Bewegungen von Rauch reagieren lassen, beispielsweise Partikelsysteme, die Ascheteilchen darstellen. Nicht zuletzt hat die Entwickler-Community nach eigenen Angaben über 200 Fehler in der Software behoben, was der Stabilität zugutekommen soll. Blender läuft unter Windows, Mac OS X, Linux sowie FreeBSD. (pek)

Verspätete E-Bilanz

Ganz so reibungslos, wie einige Softwarehäuser das verkündet haben, können deren Kunden wohl doch nicht auf elektronische Bilanzen umstellen. Etwa die jüngste Buchhaltungs-Version von Lexware, die die dafür nötigen Kontenstrukturen laut Hersteller serienmäßig einrichten können sollte, ist noch gar nicht ganz fertig: Laut Programmhinweis werden die nötigen Funktionen erst im Februar als Update bereitgestellt. Nach den turnusmäßigen Wartungsaufgaben zum Jahresbeginn, wenn eine neue Programmversion einzuspielen ist, müssen viele Lexware-Kunden demnach im Februar ein zweites Mal eingreifen, um die E-Bilanz erstellen zu können.

Sage vermarktet für die Anpassung eine eigene Anwendung. Doch kleinere Betriebe, die ihre Buchhaltung mit der GS-Programmfamilie oder dem PC-Kaufmann abwickeln und nach Einschätzung vieler Steuerexperten gar nicht viel umstellen müssen, mussten auf die Ergänzung erst einmal warten. Laut Hersteller kommt sie seit Weihnachten zur Auslieferung. (hps)

Gratis-Grafik von Microsoft

Den Vektorzeichner Expression Design und die Webseiten-Werkstatt Expression Web kann man ab sofort in der aktuellen Version 4 kostenlos bei Microsoft herunterladen und uneingeschränkt benutzen. Gleichzeitig teilt der Hersteller mit, für beide Anwendungen keine weiteren Versionen mehr zu entwickeln und keinen technischen Support zu leisten. Expression Design 4 importiert EPS und Illustrator-Zeichnungen, bietet die meisten gängigen Vektorgrafikwerkzeuge und exportiert Grafiken als PDF, SVG, XAML sowie in diverse Bitmap-Formate. Expression Web 4 bietet einen WYSIWYG-Editor für Webseiten und bindet Inhalte für Microsofts Flash-Konkurrenten Silverlight ein, der sich im Web allerdings nie durchgesetzt hat.

Beide Anwendungen waren Teil des Expression-Pakets, das Werkzeuge für Web- und GUI-Designer bündelte und jetzt nicht mehr vertrieben wird – Service-Packs soll es aber wie geplant bis 2015 geben. Die einstige Kernanwendung Expression Blend, mit der Programmierer Bedienoberflächen für Windows-Phone- und Windows-8-Apps zusammenklicken sollen, ist zu einem Teil der Entwicklungsumgebung Visual Studio 2012 geworden. Eine Blend-Version für Desktop-Anwendungen auf WPF-Basis, für Silverlight und inklusive dem Prototypen-Skizzierwerkzeug SketchFlow gibt es als Preview. Die Pro-Version des Videowerkzeugs Expression Encoder will Microsoft noch bis Ende 2013 einzeln verkaufen, eine schmalere Version ist schon länger gratis erhältlich. (pek)

PDF-Betrachter lernt editieren

Tracker Software baut seinen PDF-XChange Viewer mit Version 3 zum PDF-Editor aus; Besitzer einer 2.x-Lizenz können den Release Candidate bereits testen. Bislang ließen sich mit der Adobe-Reader-Alternative nur einfache Aufgaben ausführen – etwa Kommentare, Bookmarks und Stempel hinzufügen oder Seiten löschen, kopieren und umsortieren. Nun soll der Editor auch Seiteninhalte wie Text, Bilder und Vektorgrafiken bearbeiten sowie Bates-Nummern, Wasserzeichen sowie Kopf- und Fußzeilen ergänzen können. Die Suchfunktion, die Anzeigegeschwindigkeit und die Farbwiedergabe will der Hersteller ebenfalls verbessert haben. Dem Release Candidate fehlen noch einige Features aus der Vorversion, das fertige Produkt soll im Laufe des Februars erscheinen. Die Einzelplatzlizenzen sollen sich um 10 bis 15 Prozent verteuern. (atr)

Artikel kostenlos herunterladen

weiterführende Links

Anzeige
Anzeige