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Günstiger AutoCAD-Klon

Das chinesische 2D- und 3D-Konstruktionsprogramm ZWCAD arbeitet mit dem Dateiformat DWG und eifert dem Vorbild AutoCAD auch in der Bedienoberfläche nach, ist aber günstiger zu haben. Die aktuelle Version unterscheidet sich vom Vorgänger 2012 nicht in der Jahreszahl, sondern schlicht durch ein angehängtes Pluszeichen. Die Version ZWCAD+ ist bereits im vergangenen Jahr erschienen; im Dezember lieferte der chinesische Hersteller bereits ein erstes Service-Pack. In dieser verbesserten Fassung ist ZWCAD+ über IBS CAD Solutions erstmals auf Deutsch erhältlich. Die Bedienoberfläche wurde überarbeitet und ordnet Werkzeugsymbole wie das Vorbild AutoCAD in Ribbons an. Mit der Maus sollen sich Aktionen wie Zoomen, Kopieren oder das Zeichnen von Kreisen im Handumdrehen über Gesten abwickeln lassen; die Zuordnung von Gesten zu Befehlen lässt sich eigenen Vorlieben anpassen. Die Standard-Version von ZWCAD+ kostet 690 Euro, bietet 2D-Werkzeuge und eine Programmierschnittstelle für Lisp. Die Professional-Version für 951 Euro baut auch 3D-Volumen- und Flächenmodelle und verfügt über weitere APIs für VBA, SDS und ZRX. ZWCAD läuft laut Hersteller unter Windows von NT bis 7, lässt sich aber auch unter Windows 8 installieren und starten.

Mit ZWCAD Touch hat der Hersteller außerdem eine kostenlose iOS-App herausgebracht, die DWG-Dateien öffnet, anzeigt, ändert und lokal sowie auf WebDAV-Freigaben oder in einer Dropbox speichert. Die App benötigt iOS ab 4.3. (pek)

Wundertüte von Autodesk

Regelmäßig gibt der CAD-Hersteller Autodesk über seine Werkstattseite http://labs.autodesk.com Prototypen neuer Werkzeuge für begrenzte Zeit zum Testen, aber auch zum Herumspielen frei. Frisch gestartet ist dort Grapevine, ein spezielles Online-Angebot innerhalb der hauseigenen Plattform Autodesk 360. Über Grapevine kann man dessen Nutzer-Community Fragen stellen und die anderer beantworten; kennt man ihre Login-Namen, kann man auch direkt mit einzelnen Mitgliedern kommunizieren. Mit Texten und Markierungen versehene Screenshots und verlinkte Videos sollen Probleme und Lösungen visuell beschreiben. Für Grapevine braucht man lediglich ein kostenloses Autodesk-360-Konto sowie einen Browser.

Das Projekt Sci-Viz hingegen rüstet Autodesks 3D-Anwendung 3ds Max 2013 mit einer Python-Engine und dem nötigen API aus, um den kostenlosen embedded Python Molecular Viewer (ePMV) und das räumliche Packprogramm autoPack der University of California in San Francisco (UCSF) einzubinden. Beides zusammen soll die 3D-Software für ansprechende Visualisierungen von Molekülen fit machen. Sci-Viz läuft bis 1. März.

Die Windkanal-Simulation Project Falcon gibt es zwar schon seit einer Weile als eigenständige Anwendung für Windows und Mac OS X (c’t 26/11, S 40), jetzt steht sie aber auch als Add-ins für Autodesks Konstruktionsprogramme Inventor Professional 2013 und AutoCAD 2013 sowie für die Building-Information-Management-Anwendung Revit 2013 zur Verfügung. Die Stand-alone-Version von Falcon stellt am 15. März ihren Dienst ein, die Add-ins laufen bis Ende August. (pek)

Modellieren in 3D

Geomagic Studio ist auf die Aufbereitung von rohen Punktwolken und Oberflächengitterdaten aus 3D-Scans spezialisiert. Version 2013 lässt sich wahlweise über die grafische Oberfläche benutzen oder über Makros und Skripte von der Kommandozeile betreiben, was Zeit und Speicher bei Routineaufgaben sparen soll. Der 3D-Modellierer Freeform 2013 desselben Herstellers erlaubt Anwendern, in einem Entwurf bis zu vier unterschiedliche Modellierprinzipien zu kombinieren – Polygone, Voxel, Unterteilungsflächen sowie NURBS (nicht uniforme rationale B-Splines). Auch die Mess- und Prüfanwendungen für 3D-Modelle namens Geomagic Qualify und Qualify Probe liegen in Version 2013 vor. Aus der Zusammenarbeit mit der Firma SpaceClaim schließlich entstand die neue Anwendung Geomagic Spark, die Funktionen für die Aufbereitung von 3D-Scan-Daten mit Konstruktionswerkzeugen kombiniert. Alle fünf genannten Anwendungen sollen ab Ende Januar unter geomagic.com als Testversionen zur Verfügung stehen.

Im Lauf des ersten Quartals 2013 wird Geomagic allerdings seine Eigenständigkeit verlieren: Der 3D-Druckerhersteller 3D Systems gab bekannt, Geomagic übernehmen zu wollen, um „mit vereinten Kräften den Zugang zu Design und 3D-Druck weiter zu demokratisieren“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. 3D Systems ist schon länger auf Einkaufstour: Im Oktober hatte der Konzern Rapidform übernommen, einen Spezialisten für Reverse-Engineering-Software. Auch der Hersteller von professionellen Farb-3D-Druckern ZCorp gehört mittlerweile zu 3D Systems, ebenso der CAD-Hersteller Alibre. (pek)

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