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Einfachere Auswertung mit Overlays in Piwik 1.10.1

Das neue Overlay-Plug-in erleichtert bei der Version 1.10.1 der freien, datenschutzkonformen Webtracking-Lösung Piwik die Auswertung von Besucherdaten von Websites: Anstatt die Klick-Häufigkeit von Links tabellarisch aufzulisten, blendet Piwik die prozentuale Nutzung einzelner Links nun als Overlay über der jeweiligen Seite ein, sodass mit einem Blick klar ist, wo Benutzer besonders häufig klicken.

Das ebenfalls mit Piwik 1.10.1 eingeführte Annotate-Plug-in erleichtert die Auswertung der Besucherstatistiken, indem nun Notizen zu Änderungen bei der Webserver-Konfiguration, der Website oder Werbemaßnahmen dauerhaft in einem Log festgehalten werden können. So fällt es leichter, steigende oder fallende Besucherzahlen bestimmten Ereignissen zuzuordnen. Auch im Dashboard gab es Veränderungen. So werden nun Besucher, die über soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter auf die beobachtete Website kamen, gesondert gezählt.

Piwik steht als Zip-Archiv auf der Projekt-Homepage zum Download und wird üblicherweise einfach nur im obersten HTML-Dokumente-Verzeichnis des Webservers ausgepackt. Die Konfiguration erfolgt dann mit dem Browser. Wer bereits eine ältere Version von Piwik installiert hat, findet im Dashboard einen Hinweis auf die neue Version und kann, entsprechende Schreibrechte auf dem Webserver vorausgesetzt, mit nur einem Klick auf die neue Version wechseln. (mid)

Microsoft-Studie: Limux-Migration kostet München 60,7 Millionen Euro

Die Betriebskosten für die Migration der Stadt München auf Linux-Clients mit OpenOffice sollen über einen Zeitraum von zehn Jahren 60,7 Millionen Euro betragen. Wäre man stattdessen auf Windows XP und Microsoft Office 2003 umgestiegen, wären nur Kosten von 17 Millionen Euro entstanden. Zu diesem Ergebnis kommt eine unveröffentlichte Studie, die Microsoft bei HP in Auftrag gegeben hat. „Das ist eine interne Studie, um eine fundierte Argumentationslinie mit Kunden zu haben“, erklärte National Technology Officer Thomas Langkabel im Interview mit c’t.

Wie sich die Kosten im Einzelnen zusammensetzen, wollte Langkabel nicht sagen. „Die Lizenzkosten sind natürlich enthalten“, so Langkabel, zudem seien auch „Ausbildung, Training, Migration, Templates, Rollout und Deployment und die Integration von Fachverfahren“ berücksichtigt. „Die Studie ist belastbar.“

Die vergleichsweise hohen Kosten für die Linux-Migration erklärte Langkabel so: „Die Bereitstellung der Fachverfahren auf Linux und OpenOffice sind ein großer Kostenblock, es gibt auch noch andere, die fallen aber nicht so sehr ins Gewicht.“ Außerdem hätten der lange Migrationszeitraum und der mehrfache Wechsel der Linux-Distribution bei den Limux-Clients eine Rolle gespielt.

Die Studie war aufgrund der Antwort des Limux-Projekts auf eine Anfrage der Fraktion der Freien Wähler im Münchner Stadtrat im Dezember 2012 in Auftrag gegeben worden. In einer Vergleichsrechnung wiesen die Projektbetreiber Einsparungen von über 10 Millionen Euro durch die Limux-Migration aus. Dies hatte bei Microsoft auf beiden Seiten des Atlantiks Fragen aufgeworfen. (mid)

Consort Desktop Environment als Gnome-Classic-Alternative

Die Entwickler der Linux-Distribution SolusOS haben die Desktop-Oberfläche Consort Desktop Environment angekündigt. Der Desktop basiert auf Gnome-3-Code, der auf Systemen ohne 3D-Unterstützung den Fallback-Modus von Gnome 3 bereitstellt – besser bekannt als Gnome Classic. Er ähnelt dem Gnome-2-Desktop, wird bei Gnome 3.8 allerdings entfernt werden.

Die SolusOS-Entwickler haben sich dazu entschieden, mit Consort einen Gnome-2-ähnlichen Desktop zu schaffen und damit den bisher verwendeten Gnome-2-Desktop von SolusOS abzulösen. Im Gegensatz zum Gnome-2-Fork Mate, den LinuxMint einsetzt und der auf das veraltete GTK-2-Framework zurückgreift, verwenden die SolusOS-Entwickler bei Consort einen Fork des Gnome-3-Codes, sodass der Consort Desktop auch mit aktuellen Gnome-3-Anwendungen kompatibel sein soll. Als Gründe für den Fork des Gnome-3-Codes nannten die Entwickler, dass sie einige der Gnome-Komponenten stark verändert hätten. Dadurch wird zum Beispiel das Gnome-Panel zum Consort-Panel, der Window Manager Metacity zu Consortium. Außerdem kommt mit Athena ein Fork des Nautilus-Dateimanagers zum Einsatz. Mit der Alpha-Version 7 von SolusOS 2 soll der Consort Desktop in die Distribution einfließen, mit der Fertigstellung von SolusOS 2 ist laut Roadmap noch im Frühjahr zu rechnen. (mid)

„One Laptop per Child“ zeigt Android-Tablet mit Lernsystem

Die One Laptop Per Child Association (OLPCA), die durch die Entwicklung des 100-Dollar-Laptops für Kinder in Entwicklungsländern bekannt geworden ist, hat auf der CES in Las Vegas ein Android-Tablet mit integriertem Lernsystem für Kinder vorgestellt. Das XO Learning genannte Lernsystem lässt sich durch zusätzliche Apps aus einem eigenen App-Store erweitern. Das Tablet soll nicht wie die 100-Dollar-Laptops ausschließlich in Entwicklungsländern angeboten werden, sondern auch in den USA und in Europa.

Anders als bisher lizenziert die OLPCA nur noch die Lernsoftware und die Marke „XO Tablet“ an Hersteller, Behörden und Buchverlage, die dann in Eigenregie Android-Tablets fertigen lassen. Der erste Partner ist die amerikanische Firma Sakar, die unter dem Markennamen Vivitar ein XO Tablet exklusiv für den US-Markt fertigen und über Walmart verkaufen will.

Das auf der CES gezeigte Vivitar XO Tablet hat ein 7-Zoll-Display mit 1024 × 600 Pixeln, einen mit 1,6 GHz getakteten Dual-Core-Prozessor, 1 GByte RAM und 8 GByte Flash-Speicher. Zudem gibt es einen Micro-SD-Slot zur Speichererweiterung, einen HDMI-Anschluss für Monitore und einen Micro-USB-Anschluss zum Datenaustausch mit dem PC. Auch eine 2-Megapixel-Kamera auf der Rückseite und eine 1,3-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite gehören zur Ausstattung. (mid)

Neues Webinterface für Kolab Groupware

Der Wechsel zum Roundcube Webinterface ist die auffälligste Neuerung der Version 3 der Groupware Kolab. Bisher war Roundcube lediglich eine Alternative zum Horde-Interface. Zudem hat Kolab die Server-Komponenten seiner Groupware neu geschrieben und verwendet für LDAP nun standardmäßig den vom Fedora-Projekt entwickelten 389 Directory Server – OpenLDAP steht weiterhin als Alternative zur Verfügung. Für die ActiveSync-Synchronisation wurde in Kolab 3 Z-Push durch Syncroton ersetzt, das einen größeren Funktionsumfang bieten soll.

Mit Kolab 3 vollzogen die Entwickler außerdem einen Wechsel bei den Binärpaketen: OpenPKG spielt keine Rolle mehr, das Projekt bietet nunmehr native Pakete für die Linux-Distributionen CentOS, Debian und Red Hat Enterprise Linux. Die Pakete für OpenSuse galten bei Redaktionsschluss noch als experimentell, Pakete für Mageia befanden sich noch in Vorbereitung. Auch die Nachfolger-Version Kolab 3.1 ist schon in Arbeit, künftig sollen Releases alle sechs Monate erscheinen. Mit Kolab 3.1 ist also schon im Sommer zu rechnen. (mid)

Quelloffener exFAT-Treiber

Der exFAT-Dateisystemtreiber fuse-exfat steht nun in Version 1.0.0 bereit. Mit diesem auf FUSE (Filesystem in Userspace) aufsetzenden Treiber lässt sich Microsofts Dateisystem exFAT (Extended File Allocation Table) lesen und schreiben, was in einem Kurztest ohne Probleme funktionierte. Das exFAT-Dateisystem nimmt anders als FAT32 auch mehr als 4 GByte große Dateien auf und wurde für große Flash-Datenträger entwickelt. Man findet das Dateisystem auf Flash-Karten von Video- und Digitalkameras, Smartphones, Tablets und auf manchen USB-Sticks.

Der Treiber arbeitet nicht nur unter Linux, sondern auch unter Mac OS X. Das gilt auch für die ebenfalls in Version 1.0 erhältliche Werkzeugsammlung exfat-utils, zu der Programme zum Erstellen und Prüfen von exFAT-Laufwerken gehören. Der Treibercode steht unter der GPLv3; trotz Open-Source-Lizenz dürften wohl nur wenige Linux-Distributoren fuse-exfat in ihre Distributionen integrieren, da Microsoft Patente auf bei exFAT verwendete Techniken hält und Lizenzgebühren für exFAT-Implementierungen verlangt. (thl)

RHEL, CentOS und Oracle Linux in Version 5.9 erschienen

Red Hat hat die Version 5.9 seiner Enterprise-Linux-Distribution Red Hat Enterprise Linux (RHEL) veröffentlicht. Mit wenigen Tagen Abstand zogen auch CentOS und Oracle Linux nach, die beide die RHEL-Quellen als Basis für ihre Distributionen verwenden.

Eine der wichtigsten Neuerungen von RHEL 5.9 ist, dass der Kernel nun Microsofts Hyper-V-Treiber enthält. Außerdem hat Red Hat die Unterstützung für neue Prozessoren verbessert und verschiedene Treiber aktualisiert, etwa den für Fibre-Channel-Hostadapter von Brocade. Auch Samba 3.6 und OpenJDK 7 sind nun enthalten, allerdings wird standardmäßig noch OpenJDK 6 installiert.

Während bei Red Hat nur Kunden mit Support-Vertrag die neue Version der Distribution erhalten, stellen CentOS und Oracle ihre Nachbauten kostenlos für jedermann zum Download bereit. Beide Nachbauten haben den gleichen Funktionsumfang wie das Original und bieten volle Software-Kompatibilität, mitunter übernimmt das CentOS-Projekt sogar bewusst bekannte Fehler aus dem RHEL-Quellcode, um vollständig kompatibel zu sein. Die Oracle-Entwickler hingegen fügen häufig nachträgliche Korrekturen selbst in den Kernel ein, beschreiben die Unterschiede zum Original aber in den Release Notes. (mid)

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