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Quad-Core-Android für 300 Euro

Huaweis Ascend G615 soll mit einem Preis von 300 Euro preislich in der Mittelklasse liegen, aber Features aus der Oberklasse mitbringen. Das IPS-Display zeigt 1280 × 720 Pixel auf 4,5 Zoll, der von der Huawei-Tochter HiSilicon entwickelte Quad-Core-Prozessor K3V2 läuft mit 1,4 GHz. Im G615 stecken 1 GByte RAM, 8 GByte Flash-Speicher sowie ein MicroSD-Slot. Es läuft unter Android 4.0, ein Update auf Jelly Bean (Android 4.1) hat Huawei für März angekündigt.

Die 8-Megapixel-Hauptkamera filmt Videos in Full-HD, die 1,3-Megapixel-Frontkamera immerhin in 720p. LTE, NFC oder die Drahtlos-Ladetechnik Qi sind nicht an Bord – bei dem Preis ist das aber auch nicht zu erwarten. Das G615 soll im Februar zunächst bei Amazon, Conrad und Cyberport erhältlich sein und ab März bei weiteren Händlern.

Wir hatten bereits die Gelegenheit, es einem kurzen Test zu unterziehen. Das Gerät wiegt 145 Gramm und liegt dank der aufgerauten Oberfläche des Akkudeckels sicher in der Hand. Apps starten schnell und lassen sich ruckelfrei bedienen. Die maximale Helligkeit des Displays liegt bei 370 cd/m2, der Blickwinkel ist recht groß. Fotos zeigen recht starkes Rauschen und wenig Detailtiefe, im Videomodus braucht das G615 bei Schwenks lange zum Fokussieren. Einen ausführlichen Test des Ascend G615 lesen Sie in einer der kommenden c’t-Ausgaben. (ll)

Blackberry 10: berufliche und private Nutzung perfekt getrennt

RIM steht vor dem größten Umbruch der Unternehmensgeschichte: Am 30. Januar wollen die Kanadier Blackberry 10 vorstellen, eine neue Plattform mit neuen Geräten. Im Vorfeld zeigen zahlreiche Leaks, was die Kunden erwartet.

Während Blackberrys bisher als eher dröge Messaging-Geräte mit exzellenter Tastatur bekannt sind, soll die Zukunft vielfältiger sein. Bei der Hardware wird RIM ein Gerät in den Mittelpunkt stellen, das auf den ersten Blick wie ein iPhone ohne Menüknopf wirkt. Bis auf einen Einschalter, die Lautstärkeknöpfe und einen Knopf, der die Spracherkennung aktiviert, findet man keine physischen Bedienungselemente, denn Blackberry 10 wird mit Wisch-Gesten gesteuert.

Unter dem griffigen Deckel des Smartphones befinden sich ein austauschbarer Akku und die Slots für Speicherkarte und SIM. Internationale Modelle sollen einen mit 1,5 GHz getakteten Doppelkernprozessor TI OMAP 4470 erhalten, in den USA und Kanada soll es ein Qualcomm Snapdragon MSM8960 sein. 16 GByte erweiterbarer Speicher, 2 GByte RAM, zwei Kameras mit 2 und 8 Megapixeln, ein 1280 × 768 auflösender 4,2-Zoll-Bildschirm – das passt alles in die Smartphone-Oberklasse.

Entscheidend ist aber die Software, und hier hat RIM ein Alleinstellungsmerkmal: Kein anderer Hersteller trennt so konsequent private und geschäftliche Daten und Anwendungen, eine wichtige Voraussetzung für BYOD-Szenarien (Bring Your Own Device), die Administratoren in Unternehmen eigentlich fürchten. Die Administratoren der RIM-Kunden können so die Sicherheit der Kundendaten gewährleisten, ohne dem Besitzer den Spaß an seinem Gerät zu verleiden. So kann er frei installieren, was immer ihm beliebt, ohne geschäftliche Daten zu gefährden. Auch eine drakonische Passwort-Richtlinie betrifft nur die geschäftlichen Anwendungen, nicht aber die private Nutzung. Blackberry Balance nennt RIM diese Trennung.

In einem geleakten Video erkennt man, welche zentrale Rolle der Blackberry Hub einnimmt: Egal welche App man gerade nutzt, man hat stets Zugriff auf eingehende Nachrichten und kann Unwichtiges zunächst ignorieren oder Wichtiges direkt bearbeiten. Der Hub (die Nabe) wird so zum Zentrum aller Nachrichten, seien es E-Mail, SMS, Instant Messaging oder soziale Netze.

Blackberry 10 nutzt QNX RTOS, ein solides Echtzeitbetriebssystem mit Multitasking. Alle Anwendungen laufen unverändert auch im Hintergrund. Mit einer Wischgeste kommt man zu einer Übersicht der laufenden Anwendungen, mit einer weiteren Geste dann zu allen installierten Programmen.

Für den Endkundenmarkt gibt es eine wesentliche Neuerung: Blackberry 10 ist unabhängig von der Blackberry-Infrastruktur. Wer keinen Enterprise Server will, der braucht auch keinen, wer keinen Blackberry-Service braucht, der muss ihn auch nicht buchen. Blackberry 10 kann direkt mit Exchange ActiveSync oder mit den Plattformen von Google, Microsoft und Yahoo sprechen, alle offenen Protokolle von IMAP bis DAV sind an Bord. Erst wenn man eine sichere Unternehmenslösung mit Device Management, Blackberry-VPN et cetera haben will, kommen der beim Provider zu buchende Blackberry-Service und der Blackberry Enterprise Service 10 ins Spiel.

Das iPhone-artige Gerät wird nicht das einzige Gerät mit Blackberry 10 bleiben. Auch für die Tastatur-Anhänger wird es Neuigkeiten geben. Insgesamt ein halbes Dutzend neuer Smartphones kann man in diesem Jahr bestimmt erwarten. (vowe)

Günstige Touch-Notebooks

Zum Start von Windows 8 waren sie bereits angekündigt, doch erst jetzt kommen sie in die Läden: Acers günstige Touchscreen-Notebooks der Serie Aspire V5. Der 14-Zöller heißt ausstattungsabhängig V5-471P oder V5-431P und kostet ab 500 Euro, das 15,6-Zoll-Modell V5-571PG ab 600 Euro – letzteres enthält allerdings auch einen Einstiegs-3D-Chip von Nvidia statt der in den Intel-Prozessoren (Pentium und Core i) integrierten Grafikeinheit.

Die Notebooks wiegen 2,1 (14 Zoll) beziehungsweise 2,4 Kilo (15,6 Zoll) und sind zweieinhalb Zentimeter dünn. Dennoch sollen die Lüfter laut Acer leise bleiben und die Gehäuse oberschenkeltaugliche Temperaturen nicht überschreiten. Die integrierten Akkus sollen bis zu fünf Stunden durchhalten. 802.11n-WLAN und Gigabit-LAN sind wie USB 3.0 immer an Bord.

Auch Monate nach dem Windows-8-Start bleibt das Angebot an touchfähigen Notebooks überschaubar. Ähnlich günstige und flache Touch-Notebooks gibt es in der VivoBook-Serie von Asus mit 11,6- und 14-Zoll-Bildschirmen (siehe auch c't 2/13, S. 66) (mue)

Wasserdichtes Full-HD-Tablet

Das Xperia Tablet Z ist mit 6,9 Millimetern besonders flach geraten – bislang war Apples iPad mini mit 7,2 Millimetern das dünnste Tablet. Es wiegt 495 Gramm, was für ein 10-Zoll-Tablet sehr leicht ist. Das Gehäuse ist gegen Staub und Wasser nach IP55 und IP57 geschützt – man kann es also trotz Slots zeitweise unter Wasser tauchen.

Die Hardware-Ausstattung ist High-End: Quad-Core-Prozessor mit 1,5 GHz, 10,1-Zoll-LCD mit 1920 × 1200 Bildpunkten, 2 GByte Arbeitsspeicher, 32 GByte Flash-Speicher und MicroSDXC-Slot. Funken wird das Tablet unter anderem über NFC, WLAN, Bluetooth 4.0 und LTE, wobei letzteres wahrscheinlich nicht in Europa funktioniert. 8,1 Megapixel nimmt die Frontkamera auf, die auf der Vorderseite nur 2,2. Als Betriebssystem kommt Google Android Jelly Bean 4.1.2 zum Einsatz – vom aktuellen Android 4.2 ist bislang nicht die Rede.

In Japan soll das Gerät ab Frühling in Schwarz und Weiß erhältlich sein; Preis und Verfügbarkeit für Deutschland stehen noch nicht fest. (hcz)

Mobil-Notizen

Im Datenblatt des Sony Xperia Z taucht das Stichwort Miracast auf: Das gerade erst auf der CES vorgestellte 5-Zoll-Smartphone soll also per WLAN Monitor, Beamer oder Fernseher ansteuern können. Android unterstützt das erst ab Version 4.2, doch das Xperia Z kommt mit 4.1 auf den Markt. Jetzt stellte Sony klar, dass ein Update auf 4.2 folgt, und zwar „kurz nach dem Launch“ – der wiederum noch im ersten Quartal sein soll.

LG spendiert dem LTE-fähigen Smartphone LG Optimus G Pro ein 5-Zoll-Full-HD-Display. Der Quad-Core-Prozessor ist mit 1,7 GHz getaktet, die Kamera hat 13 Megapixel. In Japan soll man es noch im Januar kaufen können; ob es nach Deutschland kommt, ist unbekannt.

Der spanische Smartphone-Hersteller Geeksphone baut an ersten Entwicklermodellen für das kommende Mobilbetriebssystem Firefox OS. Die Modelle Keon (3,5-Zoll-Display, 1-GHz-Single-Core-Prozessor) und Peak (Dual-Core mit 1,2 GHz, 4,3-Zoll-Display mit 960 × 540) sollen im Februar zur Verfügung stehen.

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