Aufklärung

Drohnen über Deutschland

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Während der EuroHawk erste Testflüge über Deutschland absolviert, leistet sich das Land eine Debatte darüber, ob Drohnen angeschafft werden sollen, die bewaffnet werden können. Die Frage nach dem Nutzen bewaffneter Systeme wird dabei gekonnt verdrängt.

Nach einer Aufstellung des Verkehrsministeriums besitzt die Bundeswehr derzeit rund 400 Drohnen, vom kleinen Quadrokopter bis zum mächtigen EuroHawk. Diese von Northrop Grumman als GlobalHawk produzierte Drohne wird unter verschiedenen Namen verkauft. Als Seeaufklärer der US-Marine heißt sie beispielsweise Triton und führt Waffen. EuroHawk soll eines Tages in einer Flughöhe über 15 000 Metern über Deutschland kreisen und SIGINT-Aufklärung betreiben, also nach verdächtigen Kommunikationssignalen feindlicher Mächte suchen.

Seinen ersten Testflug hat der derzeit in Manching stationierte EuroHawk bereits absolviert. Weitere Flüge sind geplant, ehe die Maschine zu ihrer Heimatbasis im schleswig-holsteinischen Jagel kommt: Über der Nordsee liegt der Luftkorridor, in dem die Drohne zu ihrer Flughöhe aufsteigt, ehe sie 24 Stunden lang über Deutschland herumfliegt und nach Signalen sucht. Damit diese Aufklärung lückenlos erfolgen kann, ist die Anschaffung von weiteren EuroHawks geplant. Eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Deutschen Bundestag zu EuroHawk sollte Anfang des Jahres klären, wie sich die Flugrouten dieser Aufklärungsdrohne in den allgemeinen europäischen Luftverkehr einpassen. Hilfsweise wollte man mit der letzten von insgesamt 25 Fragen wissen, wie es mit der möglichen Bewaffnung eines EuroHawk aussieht. ...

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