RAID, aber richtig

Festplatten-Arrays pfiffig einrichten und sicher verwalten

Praxis & Tipps | Tipps & Tricks

Das Zusammenschalten mehrerer Festplatten zu einem Laufwerksverbund – einem sogenannten RAID – verspricht nicht nur mehr Tempo, sondern vor allem ein geringeres Risiko vor Datenverlust. Software- oder Onboard-RAID sind besonders günstig, haben aber ihre Tücken.

Redundant Arrays of Independent (oder Inexpensive) Disks – kurz RAID – sind zwar ein alter Hut, werden aber immer noch gerne eingesetzt, um die Wahrscheinlichkeit von Datenverlusten bei plötzlichen Festplattendefekten zu reduzieren. Dafür schaltet ein Controller, Treiber oder das Betriebssystem mindestens zwei Festplatten zu einem logischen Verbund zusammen. Gegenüber Software erscheint dieser dann wie ein einziges Laufwerk mit besonderen Eigenschaften. RAID 1, 5 und 6 versprechen mehr Zuverlässigkeit als eine Einzelfestplatte. RAID 0 mehr Tempo.

Früher erforderte RAID teure Hostadapter. Auch heute kann man dafür locker mehrere Hundert Euro ausgeben, doch RAID gibt es längst auch für sehr kleines Geld: Es lässt sich mit den Mitteln des Betriebssystems einrichten, steckt im NAS- oder USB-Gehäuse, im Chipsatz oder einem Zusatzchip auf dem Mainboard. Nicht nur beim Preis unterscheiden sich solche Lösungen von Profi-Adaptern aber gewaltig. Während Letztere einen eigenen Prozessorkern und ECC-geschützten Arbeitsspeicher enthalten, führen Software- oder Onboard-RAID die Paritätsberechnungen mit Hilfe des Hauptprozessors durch. Bei modernen Rechnern mit Multi-Core-CPUs ist die Systemlast zwar vernachlässigbar und das RAID kann sogar schneller sein als mit Hardware-Adapter. Doch es besteht ein Risiko, dass RAM-Fehler Daten verfälschen und dass beim Absturz des Rechners noch nicht geschriebene Daten verloren gehen. ...

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