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LESERFORUM Hilfreiche Auffrischfunktion Das Gute in Windows 8, Ausreizen, was hinter den Kacheln steckt, c’t 4/13, S. 76 Ich habe vor gut zwei Wochen selbst Windows 8 auf mein betagtes Net/Notebook (Lenovo S12; Atom-CPU, 2 GByte RAM) gespielt. Und...

Hilfreiche Auffrischfunktion

Das Gute in Windows 8, Ausreizen, was hinter den Kacheln steckt, c’t 4/13, S. 76

Ich habe vor gut zwei Wochen selbst Windows 8 auf mein betagtes Net/Notebook (Lenovo S12; Atom-CPU, 2 GByte RAM) gespielt. Und war nach anfänglicher Ein- und Umgewöhnungsphase auch sehr überrascht, was sich vor und hinter den Kacheln so getan hat.

Eine in Ihrem Artikel nicht erwähnte Funktion hat mir nach dem Herunterladen von freier Software sehr geholfen, denn es wurde auf meinem Rechner nicht das erhoffte „Mahjongg“ installiert, sondern jede Menge unnütze und ungewollte Software inklusive einer Webbrowser-Searchbar, die sich inklusive Link auf die Suchmaschine gleich in allen Browsern festsetzte. Auch das Einstellen von z. B. www.google.de als Startseite half nur bis zum Neustart. Nach etwas Suche in Foren und auf der Windows-Website fand ich sie dann, die Auffrischfunktion. Diese verbirgt sich unter Einstellungen/Allgemein/„PC auffrischen ohne Datenverlust“. Da ich noch nicht viel auf meinem Rechner hatte, habe ich dies gleich ausprobiert und siehe da: Mein Rechner war von der Schadsoftware und auch allen selbstinstallierten Nicht-Microsoft-Programmen befreit und wieder in einer Art Urzustand. Es blieben aber alle persönlichen Daten und installierten Microsoft-Programme mit deren Einstellung erhalten. Weiterhin fand sich auf dem Desktop eine HTML-Datei mit einer Liste aller selbst installierten Programme, die gelöscht wurden, wodurch die Nachinstallation sehr vereinfacht wurde.

Generell bedaure ich den Umstieg auf Windows 8 nicht. Den Start-Button vermisse ich auch nicht, im Gegenteil: Ich finde die Möglichkeit der themenorientierten Kachelhaufen sehr gut und nutze im Moment wieder öfter Windows auf diesem Rechner statt wie zuvor überwiegend Ubuntu.

Marco Lochner

Nutzlose Schleichwerbung

Wahrscheinlich wird Ihnen so mancher wieder MS-Schleichwerbung vorwerfen, doch wenn das Werbung sein sollte, so hat sie bei mir jedenfalls nicht funktioniert: Was bitte sollte mich beeindrucken? Toll, endlich unterschiedliche Hintergrundbilder für jeden Bildschirm. Toll, ein neuer Schlaf- bzw. Parkzustand, der den Start beschleunigt. Toll, mit der Zusammenführung mehrerer Nutzerdaten unter dem Microsoft-Konto springen endlich auch die Redmonder auf den Datamining-Zug auf und können damit Aktivitäten überwachen, die sie absolut nichts angehen. Und toll, ein „Speicherplätze“-Feature, das im Grunde nichts anderes ist als ein glorifiziertes RAID bzw. JBOD. Und dann ist da noch das Oberflächendesign, gegen das Windows 3.11 geradezu wie ein Augenschmaus wirkt. Auch wenn man die viel diskutierten Kacheln mal außen vor lässt, ist Windows 8 immer noch völlig überflüssig.

Ansgar Horstmann

Das Gesamtsystem ist entscheidend

Von Schrott bis flott, Tablets für 90 bis 230 Euro im Test, c’t 04/13, S. 108

Bei allen Tests, vor allem zwischen iOS und Android Geräten, stelle ich immer wieder fest, dass quasi nur die Hardware verglichen wird. Da muss ich als iPhone-5-Besitzer zugeben, sind andere Hersteller mittlerweile mindestens genauso gut oder sogar innovativer.

Allerdings erstreckt sich die Gesamterfahrung viel weiter als auf die Hardware. Ich besitze ein iPhone 5, ein iPad und ein HP Touchpad mit Android 4. Was ich an iOS schätze, ist:

– Automatisches iCloud Backup – super einfaches Recovery

– einfache Bedienung bei iOS

– sehr ähnliche App-Bedienung durchgängig

Surfen, E-Mail, Facebook, Evernote, Twitter etc. können alle ähnlich, der Spaß-Faktor kommt in besonderen Disziplinen, wo Android einfach noch völlig enttäuschend ist, dagegen iOS mit ausgereiften Apps einfach Spaß macht, bei Erwachsenen und Kindern:

Foto-Bearbeitung, Spaß-Foto-Bearbeitung wie Oldify

Video-Erstellung – auf dem iPad hat mein Sohn mit iMovie einen kleinen Film gedreht mit tollem Trailer, tollem Schnitt, tollen Spezial- und Explosionseffekten mit speziellen Apps – all das habe ich auf Android nicht gefunden oder nur in rudimentärer Qualität

Musikerstellung – egal ob Drum Machine oder GarageBand oder Djay, es gibt einfach super kreative Apps auf iOS, die man auf Android leider noch nicht findet.

Es gibt noch weitere Bereiche, die die vielleicht 200  Aufpreis für ein iOS-Gerät wirklich noch lohnen.

Thomas Pagel

Negative Auswirkungen vergessen

Büros der Zukunft – Wie wir künftig arbeiten, c’t 4/13, S. 70

Offensichtlich scheint die Wissenschaft bei der Gestaltung des „non-territorialen Bürokonzepts“ ganz im Sinne der Auftraggeber die negativen Auswirkungen solch „freier Sitzplatzwahl“ im täglichen Arbeitsleben zu vergessen. Sowohl im Bekanntenkreis als auch im eigenen Arbeitsalltag lerne ich diese aber tagtäglich kennen. Die gezwungen freie Sitzplatzwahl führt etwa dazu, dass selbst Vorgesetzte nicht mehr wissen, wo ihre Mitarbeiter gerade sitzen, ganz zu schweigen von Kollegen. Das kurze Gespräch zur Klärung von Fragen entfällt, die tägliche E-Mail-Flut nimmt massiv zu. Wissensaustausch im Team findet nicht mehr automatisch im Arbeitsablauf statt, sondern muss organisiert werden – dies fällt aber aufgrund des Aufwandes oft flach.

Die „Sozialflächen“ sind, wenn sie überhaupt realisiert werden, oft zu klein, zu wenige oder so positioniert, dass andere Kollegen bei der Arbeit gestört werden. Gläserne Besprechungsräume entlang der „Hauptverkehrsrouten“ verhindern Vertraulichkeit und konzentriertes Arbeiten, ist man doch immer im Blickfeld der vorbeigehenden Kollegen und abgelenkt. Ein Software-Entwickler, der sich neben einem Kundenservice-Mitarbeiter wiederfindet, hat wenig Freude mit dessen ständigen Telefonkonferenzen und Gesprächen in mehreren Sprachen. Kein Wunder, dass man sich ins Home Office flüchtet und damit dem Konzern Kosten erspart. Schon im Artikel wird euphemistisch beschrieben, wie Konzerne mit Mitarbeitern umgehen, die sich gegen die Verlegung der Arbeitswelt ins Private wehren. Man geht davon aus, dass sie sich andere Arbeitgeber suchen.

Name ist der Redaktion bekannt

Willkommen in der digitalen Leibeigenschaft

Es geht lediglich darum, Geld bei den Mitarbeitern zu sparen und ihnen langfristig das Home Office schmackhaft zu machen. Im ersten Schritt werden Arbeitsplätze anonymisiert, dann die Flächen pro Arbeitsplatz zusammengeschoben und schon ist ein Home Office (oder Cloud Working) doch ganz angenehm. Im Home Office ist dann das finale Ziel erreicht: keine Kosten mehr für Arbeitsplätze und keine gesetzlichen Auflagen mehr zu erfüllen. Das Risiko für Erkrankungen am Arbeitsplatz wird auf den Mitarbeiter abgewälzt, selbst schuld, wenn man im Home Office ungeeignete Möbel hat.

Ständige Erreichbarkeit ist dank der modernen Technik auch kein Problem mehr. Vorbei diese gesetzlichen Einschränkungen wie maximal 10 Stunden pro Tag arbeiten oder gar 11 Stunden Ruhezeit. So ist das Leben doch toll, Mitarbeiter, die einem rund um die Uhr zur Verfügung stehen und dabei nur für 8 Stunden entlohnt werden. Willkommen in der digitalen Leibeigenschaft.

Stephan Winter

Mini-Mainboard

Benjamin Benz, Platzwunder, Mini-ITX-Mainboards für kompakte PCs, c’t 4/13, S. 96

Sie haben ein sehr interessantes Board als Alternative zum Celeron-Board von Biostar außen vor gelassen. Das Asus C8HM70-i bietet zum gleichen Preis statt des NM70 den HM70-Chipsatz und muss dadurch nicht auf USB 3.0 verzichten, wodurch der PCIe-Steckplatz für einen potenten RAID-Controller oder für eine zweite (W)LAN-Karte frei bleibt – den mitgelieferten 4-cm-CPU-Lüfter sollte man jedoch dringend gegen ein leiseres und langlebigeres Modell austauschen.

Julius Prignitz, Berlin

Wir haben dieses Board nicht mit ins Testfeld aufgenommen, weil es weder einen HDMI- noch einen DVI-Ausgang hat. Daher müsste man Displays analog per VGA anschließen, was wir für nicht mehr zeitgemäß halten. Die auf der Asus-Webseite aufgeführte Variante mit HDMI-Ausgang ist in Deutschland leider (noch) nicht erhältlich.

Landkarten von DVD ins Smartphone

In die Karten geguckt, Landkarten auf Android – online und offline, c’t 4/13, S. 120

Viele Leute bewegen sich draußen in der Natur und brauchen Karten. In diesem Zusammenhang gibt es ja herausragende topografische Werke der Alpenländer auf DVD/CD. Interessanterweise lassen sich diese mit der App Apemap auch auf das Smartphone übertragen. Damit wird nicht zwingend die klassische Landkarte ersetzt, aber trotzdem ist es eine große Hilfe für den Fall der Fälle, wenn sich die Route mal ändert und etwas nachgeschaut werden soll. Dieser Anwendungsbereich wäre vielleicht mal gesondert erwähnenswert, weil nicht wenige Anbieter angeblich „speziell für das Smartphone optimierte“ Landkartendaten verkaufen, die zu 99 Prozent identisch zu den DVD/CD Produkten sind.

Chris Maibach

Google Maps unter Android

In Ihrem Artikel schreiben Sie zu Google Maps, dass 3D-Gebäudemodelle in Deutschland nach Ihrem Wissen nur in Stuttgart existieren. Dies wundert mich sehr, da es diese schon seit langem auch für Hamburg, Karlsruhe, München, Berlin, Nürnberg und Potsdam gibt. Ich habe es gerade getestet (Android-App). Leider werden die in Google Maps für den Offline-Gebrauch gespeicherten Kartensegmente nur für kurze Zeit gespeichert. Nicht nachvollziehbar ist, warum und wann genau die Karten gelöscht werden. Die längste Zeit hatte ich die Karten von Hamburg und die von meinem Heimatort drei Wochen auf dem Smartphone (dessen Speicher nicht die limitierende Größe sein kann). Anders als im Artikel behauptet, erlaubt es Latitude nicht, ein Bewegungsprofil zu teilen; nur der gegenwärtige bzw. zuletzt aktualisierte lässt sich publizieren. Dass ein Anwender sein eigenes Bewegungsprofil, also eine über lange Zeit zurückverfolgbare Ortschronologie überhaupt abrufen kann, bleibt dagegen unerwähnt.

Robert Roßkopf

Die 3D-Städtemodelle in Google Maps waren – offenbar vorübergehend – zum Zeitpunkt der Artikelrecherche nicht abrufbar.

Windows-8-Druckertreiber

Unterdruck, Drucken unter Windows 8, Windows RT und Windows Mobile 8, c’t 2/13, S. 146

Ich bin mittlerweile von Windows 7 auf Windows 8 umgestiegen, dabei hat mir besonders die Installation des Druckertreibers gefallen. Schon bei der Ersteinrichtung von Windows 8 wurde ich gefragt, ob eine Internetverbindung zum WLAN-Netzwerk hergestellt werden solle. Zack, nach der Eingabe des WLAN-Schlüssels war ich unkompliziert verbunden.

Bei der Eingewöhnung in die neue Windows-Umgebung öffnete ich den Befehl „PC-Einstellungen ändern“ und sah dort unter „Geräte“ schon meinen Multifunktionsdrucker aufgeführt – dabei wollte ich ihn ja eigentlich später installieren. Auch das HP-Gerät meines Vaters war erkannt und installiert – ich war sprachlos. So was hätte ich von Windows 8 nicht erwartet.

Dann kam aber die große Enttäuschung: Es wurde wirklich nur der Druckertreiber installiert, vom Scannertreiber fehlte jede Spur. Ich kann also Ihrem Artikel voll zustimmen: Die neuen Druckklassentreiber lassen viele Funktionen weg.

Ein großes Manko am Windows-eigenen Treiber: Beim Druck einer Webseite aus Google Chrome wurde bei aktivierter Kopf- und Fußzeile die komplette Fußzeile weggelassen. Ich musste also trotzdem die Treiber von der Herstellerseite herunterladen, auf der es glücklicherweise für unseren OfficeJet noch Windows-8-Treiber gab.

Nach der Installation des vollständigen Paketes (es gab leider keine Möglichkeit, nur die Drucker- und Scannertreiber zu installieren) funktionierte der Ausdruck auch mit Fußzeile reibungslos. Dazu hatte ich nun die bekannten Menüs wieder in den Druckereinstellungen und konnte beispielsweise Gerätewartungen durchführen.

Konrad Loos

Größtmöglicher Passwortfehler?

Leserbrief von Jörg Kirschstein, c’t 4/13, S. 10

Hat Herr Kirschstein nicht den größtmöglichen Fehler begangen, indem er sein neues Passwort bei Google eingegeben hat? Google speichert doch die Nutzereingaben, um sie später als Vorschlag anbieten zu können (siehe den Trubel um Bettina Wulff). Das ist zwar nicht sogleich der Fall; wenn aber ein Passwort-Knacker Kombinationen oft genug eingibt, werden die schon einmal zum Test eingegebenen Passwörter früher in der Vorschlagsliste erscheinen als noch nie benutzte Kombinationen und verraten damit, dass diese Kombination wohl irgendwo als Passwort genutzt wird.

Werner Weisgerber

Sie haben Recht: Ein echtes Passwort bei Google oder in ein anderes Formularfeld einzugeben und dann womöglich im Klartext an einen Server Dritter zu übertragen ist definitiv keine gute Idee.

Was hat +743 zu bedeuten?

Passwortschutz für jeden, Sicherheit mit System und trotzdem unberechenbar, c’t 3/13, S. 88

Super interessanter Artikel, ich werde die Tipps auf alle Fälle bei der Vergabe meiner nächsten Passwörter zum Einsatz bringen. Was mir aber nach Lektüre der c’t und auch nach Recherche zu Leetspeak in Wikipedia nicht klar geworden ist: Was hat das Anhängsel „+743“ bei g3H31m+743 zu bedeuten ( +tae ?)

Michael Kleß

Nichts Besonderes. Das ist ein zufällig gewähltes Anhängsel, das aber auch – etwa im Rahmen einer Hybrid-Attacke – geknackt wird: g3h31m steht in jedem Wörterbuch – das große H wird durch Nutzung simpler Regeln ermittelt. Dann werden per Brute-Force Anhängsel aus Sonderzeichen, Zahlen und Buchstaben durchprobiert.

Ergänzungen & Berichtigungen

Von Schrott bis flott

Tablets für 90 bis 230 Euro im Test, c’t 4/13, S. 108

Anders als im Text und in der Tabelle angegeben, hat das Point of View ProTab 3XXL kein GPS-Modul.

Dauerleuchte

Funknachhilfe, WLAN-Adapter mit Ethernet-Ausgang, c’t 4/13, S. 90

Anders als in der Ergebnistabelle auf Seite 95 wiedergegeben, lassen sich beim WL0133 von Logilink die Statusleuchten nicht ausschalten.

Buchstabendreher

Hotline-Tipp „Aktive Ecken deaktivieren“, c’t 3/13, S. 148

Im Namen des 32-Bit-DWORD, der in der Registry unter HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\ImmersiveShell\EdgeUI anzulegen ist, um unter Windows 8 die obere linke Ecke zu deaktivieren, hat sich leider ein Tippfehler eingeschlichen. Korrekt lautet der Name DisableTLcorner. Der Wert ist korrekt mit 1 angegeben, die Wirkung tritt erst nach Neustart oder erneutem Anmelden ein.

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