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Über Umwege: MAME-Emulator unter iOS

Fans des beliebten Spielautomaten-Emulators MAME können nun auch unter iOS Arcade-Klassiker spielen: Die kostenlose App Gridlee emuliert auf den ersten Blick lediglich ein einzelnes Spiel (eben Gridlee), nutzt als Unterbau aber den nicht im App-Store erhältlichen universellen Emulator MAME4iOS in Version 1.3.

Über Tools wie DiskAid lassen sich eigene ROMs von einem Mac oder Windows-Rechner auf das iOS-Gerät übertragen – und in der Gridlee-App statt des vorinstallierten ROM auswählen. MAME4iOS unterstützt neben einem Touchscreen-Joystick auch externe Controller wie iCade. Traditionell wirft Apple Programme, die in irgendeiner Weise ausführbaren Code von außen nachladen, schnell aus dem App-Store – bis Redaktionsschluss war Gridlee aber noch erhältlich.

Google hat mit Emulatoren unter Android offenbar weniger Probleme: Im Play Store findet man neben diversen MAME-Emulatoren (zum Beispiel MAME4droid, einmal in einer regulären Version und einmal „Reloaded“ für potentere Smartphones) auch Emulatoren für PC, Amiga, Atari ST, C64, Apple IIe, ZX Spectrum sowie für fast alle klassischen Spielkonsolen. (jkj)

Wischen statt Tippen

Swype hat es vorgemacht: Statt einzelne Buchstaben zu tippen, streicht man auf der virtuellen Android-Tastatur einfach ohne Abzusetzen mit dem Finger von Buchstabe zu Buchstabe. Mit etwas Übung sind Texte auf dem Smartphone so deutlich schneller verfasst als beim Tippen mit den Daumen. Das hat auch Google bemerkt und mit der jüngsten Android-Version Jelly Bean die Wischunterstützung in die bordeigene Tastatur eingepflegt.

Die Entwickler der sehr populären alternativen Tastatur SwiftKey basteln ebenfalls an der Unterstützung von Wischgesten. Unter dem Namen SwiftKey Flow können Interessierte auf der Webseite (siehe Link) eine öffentliche Beta herunterladen.

Die jetzt veröffentlichte Version 4.0.0.76 funktionierte bei unseren Tests bereits recht zuverlässig: Das umfangreiche SwiftKey-Wörterbuch erkennt gängige Wörter meist schon, bevor alle Buchstaben eingegeben wurden. In diesem Fall kann man das Wort gleich aus der Vorschlagsleiste übernehmen, indem man den Finger kurz absetzt. Die Beta von SwiftKey Flow ist kostenlos – anders als die 3,99 Euro teure reguläre SwiftKey-App aber zeitlich begrenzt. (spo)

Wohin mit der alten Waschmaschine?

Wer wissen will, wo man kaputte Haushaltsgeräte, geplatzte Handys oder ausgelaufene Batterien entsorgen kann, musste bislang langwierig recherchieren – denn nicht jeder Wertstoffhof nimmt jede Art von Elektroschrott entgegen. Die Smartphone-App eSchrott soll die Entsorgung nun erleichtern: Nach der Auswahl der Gerätekategorie spuckt die App alle Annahmestellen in der Nähe aus. Außerdem kann man illegal entsorgte Elektrogeräte melden.

Die vom Umweltdienstleister Hellmann entwickelte eSchrott-App ist kostenlos für Android und iOS erhältlich. (jkj)

„Systemreiniger“ horcht Smartphone aus

Eine neue Android-App im Google Play Store gibt sich als Systemreiniger aus, hat aber das systematische Ausspionieren des Nutzers im Sinn. Dabei beschränkt sich „Superclean“ nicht nur auf das Aushorchen des Smartphones, sondern springt – wenn möglich – auch noch auf Windows-PCs über und zapft dort die Mikrofone an. Die Sicherheitsfirma Kaspersky erklärte, dass man solch ein umfangreiches Angebot an schädlichen Funktionen zuvor noch nie in einer Smartphone-App gefunden habe.

So sendet die App alle möglichen Informationen eines Smartphones an seinen Master-Server – dazu gehören der gesamte Inhalt von SD-Karten, Systemdaten, alle SMS, alle Kontakte und Fotos. Die App kann auch SMS senden und löschen, schädliche Seiten im Browser aufrufen und Schadsoftware downloaden. Ist am Windows-Rechner die Autorun-Funktion für USB-Anschlüsse aktiviert – was allerdings höchstens bei älteren ungepatchten Windows-Versionen der Fall ist –, führt die App ein Backdoor-Programm auf dem Rechner aus.

Die App „Superclean“ ist kein Einzelfall – Kaspersky fand auch einen Zwillingsbruder namens „Droidcleaner“. Beide Apps wurden mittlerweile aus Google Play und dem Alternativ-App-Store AndroidPit entfernt, allerdings gibt es offenbar noch andere Apps, die sehr ähnlich heißen und ähnliche Funktionen bieten.

Der übliche Tipp, auf die Bewertungen zu achten, hätte in diesem Fall nicht geholfen: „Superclean“ kam auf eine Bewertung von 4,5 von 5 möglichen Sternen, der mutmaßliche Ableger „SuperClean“ wurde ähnlich gut bewertet. Dafür sind aber nur rund 23 Bewertungen ursächlich, die schnell über Helfershelfer und die App-Entwickler zusammenkommen können. (kbe)

App-Notizen

Der Social- und Newsreader Flipboard ist für Android in der Version 1.9.22 erschienen. Die App kann nun Fotos aus Beiträgen direkt in der Galerie des Smartphones oder Tablets speichern.

Der Android-Client von Google Music unterstützt in der Version 4.5.9 Schnellmixe mit mehr als 25 Titeln. Die Shuffle-Wiedergabe funktioniert nun mit Alben, Interpreten und Playlisten.

Der öffentlich-rechtliche Info-Sender Phoenix ist jetzt mit einer kostenlosen App im iTunes-Store vertreten. Unter anderem lässt sich damit das Live-Programm als Stream anschauen.

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