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Hinweise auf Playstation 4 verdichten sich

Sony Computer Entertainment Amerika will am 20. Februar Neuigkeiten zur Playstation verkünden. Zwar gibt es zu der als „Meeting“ bezeichneten Veranstaltung keine genaueren Informationen, Analysten wie der gewöhnlich gut informierte Michael Pachter sind sich jedoch sicher, dass Sony den Nachfolger der Playstation 3 vorstellen wird. Das Wall Street Journal will sogar bereits den Namen wissen: Playstation Orbis soll sie heißen, weil die 4 in Asien eine Unglückszahl ist.

Spekulationen über die Hardware-Innereien stützen sich auf die Entwickler-Kits, die Sony an Spielestudios ausgegeben hat. So will die Online-Seite Kotaku erfahren haben, dass die aktuellen Developer-Systeme mit einer Achtkern-Bulldozer-CPU und einer R10xx-Liverpool-GPU von AMD betrieben werden. Der Grafikchip soll kompatibel zu DirectX 11.1 sein und auf 2,2 GByte Videospeicher zugreifen. Der Hauptspeicher umfasst 8 GByte RAM. Nicht auszuschließen ist, dass Sony die Hardware-Konfiguration noch ändert, beispielsweise bezüglich der genutzten Kerne oder des Speicherausbaus.

Weil sich die Architektur der AMD-Prozessoren sehr stark vom Cell-Prozessor in der PS3 unterscheidet, ist es fraglich, ob PS3-Spiele auf dem Nachfolger laufen werden – es sei denn, Sony spendiert ihm zusätzlich einen Cell-Prozessor. Japanische TV-Hersteller setzen wiederum auf die Ausgabe der 4K-Auflösung, die Verkäufe neuer Fernseher ankurbeln soll. HDMI kann in der aktuellen Fassung 4K-Inhalte aber nur mit 24 Bildern pro Sekunde übertragen – zu langsam für Videospiele. Möglich wäre deshalb ein Wechsel auf den DisplayPort, der 4K-Auflösungen mit höheren Bildraten übertragen kann.

Darüber hinaus enthalten die Developer-Kits eine Festplatte, ein Blu-ray-Laufwerk und USB-3.0-Anschlüsse. Sony will die Online-Anbindung an das Playstation Network in der kommenden Generation verstärken und seine Abo-Dienste ausbauen. Offenbar ist aber noch kein kompletter Umstieg auf die Spieledistribution per Download geplant. Ein neues Design darf man beim Gamepad erwarten. Gerüchten zufolge experimentiert Sony mit einem Touchpad auf der Rückseite, wie man es von der PS Vita kennt. (hag)

Videostandard H.265/HEVC freigegeben

Die International Telecommunication Union (ITU) hat den offiziellen Startschuss für einen gemeinsam mit den Normierungsgremien ISO und IEC neu entwickelten Industriestandard zur Videokompression gegeben. Das als High Efficiency Video Coding (HEVC) oder auch H.265 bezeichnete Verfahren soll sowohl Videos für mobile Geräte als auch in „Ultra HD“ respektive 4K effizienter kodieren als der vor zehn Jahren eingeführte Vorgänger MPEG-4 AVC (H.264). Bei gleicher Videoqualität verspricht der neue Algorithmus im Idealfall eine Halbierung der Datenrate. Folglich ließen sich auf allen Übertragungswegen doppelt so viele Kanäle unterbringen oder Videos bei gleicher Kanalauslastung in höherer Qualität übertragen.

Momentan kennt HEVC nur drei Kodierprofile: „Main“ für Videos mit 8 Bit Farbtiefe pro Kanal und der gängigen Farb-Unterabtastung 4:2:0, „Main 10“ mit 10 Bit Farbtiefe sowie das „Main Still Picture“-Profil für Einzelbildkodierung. Erweiterungen des Standards für andere Farbtiefen (12 Bit) und Abtastungen (4:2:2, 4:4:4) sollen ebenso wie die Unterstützung von stereoskopischem 3D folgen.

Die ITU sieht H.265/HEVC als den Videokompressionsstandard für das nächste Jahrzehnt. Das unter anderem bei Blu-ray Disc, HDTV und den meisten Internetvideos eingesetzte H.264 werde jedoch auf lange Sicht die dominierende Technik bleiben. Ein Lizenzprogramm für den neuen Videostandard gibt es noch nicht, Patentverwalter MPEG LA dürfte es aber in den kommenden Monaten veröffentlichen. (vza)

Musik-Flatrate für Lumia-Phones

Schon seit dem Start der aktuellen Lumia-Smartphones 920 und 820 können Nokia-Kunden den kostenlosen Radiomix-Dienst „Music“ nutzen, der Zugriff auf vorgefertigte, werbefreie Musik-Mixes bietet. Nun können Kunden gegen eine monatliche Abo-Gebühr von 4 Euro auf „Music+“ upgraden. Music+-Abonnenten können prinzipiell beliebig viele Mixes zum Offline-Hören herunterladen und innerhalb der Mixes auch ohne Einschränkungen darin skippen. Außerdem verspricht Nokia eine deutlich verbesserte Soundqualität der Offline-Mixes. Abonnenten von Music+ sollen auf den Dienst über eine Web-App direkt am Browser zugreifen können. (sha)

Videoplattform Sevenload: Keine Nutzervideos mehr

Die deutsche Videoplattform Sevenload verabschiedet sich vom User Generated Content, also den von Anwendern selbst hochgeladenen Inhalten. Das Unternehmen weist Nutzer auf der Webseite und per Mail darauf hin, dass das Portal am 1. März mit modernerem Design und „ausgesuchten Premiuminhalten“ neu startet. Sevenload-Mitglieder haben bis zum 28. Februar Zeit, ihre Videos und Fotos aus ihrem User-Profil herunterzuladen.

Sevenload war 2006 als eines der ersten deutschen Social Video Networks an den Start gegangen. In der Zwischenzeit betreibt das Unternehmen mehrere andere Video-Websites, etwa mahlzeit.tv und das Lernportal vilogo.tv. Seit 2012 ist Sevenload eine hundertprozentige Tochter von Burda Digital. (vza)

Videostandard H.265/HEVC freigegeben

Audio/Video-Notizen

Das japanische Kommunikationsministerium will den Start der TV-Ausstrahlung in „Ultra HD“ (4K) auf 2014 vorziehen, um zur Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien eine Nachfrage nach 4K-Fernsehern zu schaffen.

Der Musikdienst Sony Music Unlimited hebt die Qualität seiner Audiostreams deutlich an. Statt wie bisher 48 kBit/s HE-AAC sollen nun AAC-Streams mit 320 kBit/s Standard sein. Die höhere Qualität muss im Gerätemenü aktiviert werden.

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