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10 000-Touren-Serverplatte mit 1,2 TByte

Die neue Ultrastar C10K1200 der Western-Digital-Sparte Hitachi GST fasst als erste 2,5-SAS-Disk 1,2 TByte. Sie rotiert wie ihre Vorgängerin mit 10 000 U/min, nutzt 64 MByte Cache und hat eine SAS-6G-Schnittstelle. Optional ist sie als sogenanntes Self-Encrypting Drive (SED) mit eingebauter Hardware-Datenverschlüsselung (AES, 256 Bit) erhältlich.

Die höhere Kapazität erzielt Hitachi HGST durch den Einbau einer vierten Magnetscheibe in das Gehäuse mit 14,8 Millimetern Bauhöhe. Dadurch steigt aber im Vergleich zur 900-GByte-Vorgängerin C10K900 auch die Leistungsaufnahme im Leerlauf (3,7 statt 3 Watt) und bei Zugriffen (6,7 statt 4,8 Watt). Die maximale Datentransferrate soll knapp unter 200 MByte/s liegen. (ciw)

Power7+ nun auch in der IBM-Mittelklasse

Kurz vor der CeBIT stellt IBM eine Fülle neuer Server vor, außerdem auch einige Storage-Systeme und Switches sowie Software-Updates. Bedeutendste Neuerung ist der Einzug des 32-Nanometer-Prozessores Power7+ nun auch in die Mittelklasse-Server Power 760 Express, Power 750 Express, Power 720/740 Express und Power 710/730 Express. Der 760er ist komplett neu, die anderen Maschinen mit ein, zwei oder vier physischen Prozessoren erhalten bloß die neuen Chips. Im Power 760 sind bis zu 48 Kerne möglich, weil man dafür spezielle Multi-Chip-Versionen des Power7+ mit bis zu 16 Kernen ordern kann. In den anderen Systemen kommen Power7+-Versionen mit jeweils vier, sechs oder acht Cores und mehr als 4 GHz Taktfrequenz zum Einsatz.

Wie bisher offeriert IBM für die Power-Server die Betriebssysteme AIX, i (früher OS/400) und Linux. Von IBM i kommt gleichzeitig mit den Power7+-Maschinen die neue Version 7.1 TR6, die nun auch USB-Sticks unterstützt. Linux – entweder RHEL 6.4 oder SLES 11 SP2 – kann man auf die PowerLinux-Maschinen 7R1 (1 CPU) und 7R2 (2 CPUs) installieren. Als Paket bietet IBM die PowerLinux Solution for WebSphere Mobile and Web Development an.

Die Power-Server 710/730, 720/740 und 750 konkurrieren von der CPU-Performance her mit x86-Servern. Für die meisten IBM-Kunden geht es allerdings schlichtweg um die speziellen Betriebssysteme; auf vielen Power-Servern laufen Datenbanken, die wiederum für Business-Anwendungen wie SAP nötig sind. Die hohe Single-Thread-Leistung des Power7+ sowie spezielle Lizenzbedingungen für Maschinen mit logischen Partitionen (LPARs) lassen sich dazu nutzen, die Kosten für Software-Lizenzen niedriger zu halten als auf vergleichbaren Xeon-Systemen. Außerdem hebt IBM die hohe I/O-Performance hervor.

Auch für die Blade-Server-Baureihe PureSystems – die letztlich das alte BladeCenter ablöst – gibt es nun Power7+-Einschübe. Diese stehen aber nur für das PureApplication System bereit, also nicht für PureFlex oder PureData. IBM vermarktet die PureSytems ja als „Expert Integrated Systems“ mit „Patterns“ für bestimmte Anwendungen – um einzelne Server oder Optionen geht es hier nicht mehr.

Eine Reihe kleinerer Neuerungen hat IBM im Paket mit den Power7+-Maschinen angekündigt. Dazu gehört der Xeon-Rackserver iDataPlex dx360 M4 Refresh 2, der Xeon-Phi- oder Nvidia-Kepler-Coprozessorkarten aufnimmt oder auch die Nvidia-VGX-Karten für die Virtualisierung von Arbeitsplätzen. Der neue Storage-Server XIV Gen3, der mit SATA-Festplatten arbeitet, unterstützt nun auch SSD-Caching und soll höheren iSCSI-Durchsatz liefern. Ebenfalls neu sind eine Deduplizierungs- und eine Kompressions-Appliance für Storage-Systeme und die 10-Gigabit-Etherrnet-Switches RackSwitch G8264CS und RackSwitch G8264T. Letzterer ist für Kupferverkabelung gedacht, ersterer kann FCoE-Verkehr auf FibreChannel-Ports abzweigen. Beide sind VMready. (ciw)

Mini-NAS von Seagate

Unter dem Namen Seagate Central kündigt der bekannte Festplattenhersteller ein kompaktes NAS mit Ethernet-Anschluss, USB-Port und einer einzigen 3,5-Zoll-Festplatte an. Es sind Versionen mit 2, 3 und 4 TByte Kapazität geplant. Seagate hebt vor allem die Funktionen zur gemeinsamen Nutzung digitaler Medien von nahezu beliebigen Geräten aus hervor. PC, Notebook und TV-Gerät können via Router auf die Netzwerkfreigaben und einen DLNA-Server zugreifen, für Android und iOS gibt es passende Apps – und auch per Browser ist der Zugriff möglich. Das gilt allerdings für praktisch alle aktuellen NAS. Seagate Central soll aber auch mit kompaktem, elegantem Design punkten. (ciw)

Krypto-Chips von Freescale

PCI-Express-Steckkarten mit Krypto-Coprozessoren sollen Server-CPUs entlasten und den Datendurchsatz bei verschlüsselter Netzwerkkommunikation steigern. In den nächsten Wochen will Freescale erste Muster der neuen Chip-Baureihe C29xx für solche Krypto-Beschleunigerkarten ausliefern. Der Stückpreis pro Prozessor soll bei 99 US-Dollar für die günstigsten Varianten liegen, wenn man mindestens 10 000 Stück bestellt.

PCIe-Karten mit mehreren C29xx-Prozessoren sollen pro Sekunde mehr als 120 000 RSA-2048-Operationen erledigen. Sie unterstützen aber auch RSA-4096, Diffie-Hellmann und ECC-Algorithmen (elliptische Kurven).

Ähnliche Karten offerieren etwa die Firmen SafeNet (Luna PCI-E), Thales (nShield Solo), IBM (4765 Cryptographic Security Module) oder Oracle (Sun Crypto Accelerator 6000). Solche Krypto-Beschleuniger haben auch den Vorteil, dass sie anders als die CPU-Kerne der Serverprozessoren meistens nicht in die Berechnung von Software-Lizenzkosten einbezogen werden. (ciw)

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