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3D-Scannen mit Kinect

Inzwischen dürfte sich herumgesprochen haben, dass sich Microsofts Xbox-Tiefenkamera Kinect durch geeignete Software zum 3D-Scanner mausert. Die Auswahl an Programmen dafür wächst laufend: Frisch als Version 1.0 ist Skanect herausgekommen. Die Anwendung erfasst nicht nur die Form gescannter Gegenstände, sondern weist einzelnen Knoten des Oberflächennetzes auch Farbinformationen zu, die vom RGB-Sensor der Tiefenkamera stammen. Nach dem Scan flickt Skanect Löcher im Netz und vereinfacht es. Seine 3D-Modelle kann man entweder im PLY-Format exportieren, über Sketchfab.com online veröffentlichen oder beim Dienstleister Sculpteo dreidimensional drucken lassen. Die Anwendung läuft unter Windows und kostet als Vollversion 99 Euro. Eine eingeschränkte Ausgabe für nicht kommerzielle Zwecke gibt der Hersteller Manctl kostenlos ab.

Nicht mit Skanect zu verwechseln ist Scenect. Der britische 3D-Scanner-Hersteller Faro verwendet für diese kostenlose und experimentelle Software die gleiche Technik wie für seine Scan-Anwendung namens Scene. Scenect wurde bereits im November in Version 5.1 veröffentlicht und läuft auf 64-Bit-Systemen mit Windows (XP bis 7). Auch diese Anwendung erfasst Farbinformationen. Für den Export stehen diverse 3D-Datenformate zur Verfügung, darunter VRML und DXF.

Die Anwendung KScan3D erzeugt unter anderem 3D-Modelle in den Formaten PLY, OBJ und STL. Kostenlos bekommt man sie allerdings nur als Testversion mit lahmgelegtem Export, die Vollversion kostet 299 US-Dollar. Die aktuelle Version soll unter Windows 8 laufen, die Berechnungen fürs Oberflächennetz auf die vorhandenen Prozessorkerne verteilen und die farbigen Texturen besser überblenden, wenn ein Objekt in Teilen erfasst und anschließend aus den einzelnen Scans zusammengesetzt wird.

Farben erfasst ReconstructMe nach wie vor nicht – die Scan-Software der österreichischen Firma Profactor entwickelt sich an anderer Stelle weiter. Das zugrunde liegende SDK verwendet in Version 1.4 die hauseigene Bildverarbeitungsbibliothek namens Candelor, die beim Interpretieren von 3D-Szenen und beim Verorten von Objekten hilft. Das zugehörige Frontend ReconstructMeQT zeigt in Version 1.1.74 die erfassten Oberflächenpunkte frei rotierbar an und bietet Werkzeuge, um das Gitter vor dem Export zu vereinfachen. Eine weitere Änderung betrifft die kostenlose Version des Scanners: Als eine Art dreidimensionales Wasserzeichen fügt er an zufällig ausgewählten Stellen Kugeln ins 3D-Modell ein. Dafür gelingt der Scan jetzt in einem Rutsch – zuvor wurde er von Zeit zu Zeit unterbrochen.

Alle vier Scan-Anwendungen arbeiten nicht nur mit den Kinect-Varianten für Xbox und Windows, sondern auch mit weiteren Tiefenkameras, etwa der Xtion von Asus – wichtig ist, dass Technik des Herstellers PrimeSense in den Geräten steckt. (pek)

CAD für Häuslebauer

Die Oldenburger Software-Firma Ashampoo vertreibt außer Multimedia-Software und Windows-Tools auch eine Handvoll Programme für die Bau- und Wohnungsplanung am heimischen PC. Die Software 3D CAD Architecture widmet sich der dreidimensionalen Planung und Visualisierung von Gebäudeentwürfen samt Garten. In Version 4 soll ein überarbeiteter Projektassistent den Anwender bei seinen ersten Schritten ins Bauvorhaben begleiten. Die Software misst und bemaßt jetzt auch Winkel; die Berechnungswerkzeuge für Flächen und Volumen wurden ergänzt. Die erweiterte Programmversion 3D CAD Professional bietet zusätzlich mehr Spielraum bei der Dachgestaltung – damit sollen sich beispielsweise kreisrunde Dächer, Holzkonstruktionen oder Eindeckungen aus speziell geformten Blechen zeichnen lassen. Die Professional-Ausgabe liest und schreibt die Dateiformate DXF und DWF und soll 3D-Modelle fürs professionelle Rendering in Cinema 4D exportieren.

Beide Versionen laufen unter Windows von XP bis 8. 3D CAD Architecture kostet 80 Euro, das Upgrade von einer Vorversion 30 Euro. Die Professional-Ausgabe kostet 300 Euro, das Upgrade bekommt man für 120 Euro. (pek)

Notizen

In Version 08.4 arbeitet der kostenlose 3D-Modellierer Meshmixer mit konkreten Maßangaben und konvertiert zwischen Einheiten, berechnet Flächen und Volumen und prüft Modelle auf Überhänge und Standfestigkeit. Meshmixer ist gratis und läuft unter Windows und Mac OS X.

Die kostenlose Statistikanwendung SOFA zeigt im Hauptfenster von Version 1.3.2 einen prominenten Backup-Knopf. Ein Plug-in schaltet diesen scharf, sodass auf Mausklick ein komplettes Projekt inklusive Daten und Report gesichert wird.

Ein kostenloses Plug-in verhilft der Gratisausgabe des 3D-Zeichenprogramms SketchUp zu Import- und Exportfunktionen für STL. Dadurch eignet sich die Software für Modifikationen und Reparaturen an Vorlagen für den 3D-Druck.

Mit Version 3.1 des auf Sankey-Diagramme spezialisierten Grafikprogramms e!sankey kann man die Pfeile der Darstellung mit Farbverläufen dekorieren. Der Dialog fürs Anzapfen von Excel-Tabellen über LiveLink soll überarbeitet worden sein.

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