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Verwaltungsgericht: Füllmengen-Angaben überflüssig

Hewlett-Packard darf weiterhin Tintenpatronen ohne Angabe der Füllmenge in den Handel bringen. Das Verwaltungsgericht Stuttgart hob mit seinem Urteil vom 16. Januar (Az. 12 K 2568/12) den Bescheid eines Mess- und Eichamtes auf. In diesem war der Druckerhersteller zur Angabe der Füllmenge auf den Verkaufsverpackungen seiner Tintenpatronen verpflichtet worden.

Das Amt hatte seinen Bescheid damit begründet, dass nach der Fertigpackungsverordnung die Füllmenge nach Gewicht, Volumen oder Stückzahl oder in einer anderen Größe angegeben sein muss. Das Gericht begründete seine aktuelle Entscheidung damit, dass es sich bei Tintenpatronen nicht um Fertigverpackungen im Sinne dieser Vorschrift handele: Das verpackte Erzeugnis sei nicht die Tinte, sondern die Patrone. „Denn der Verbraucher will beim Kauf von Druckerpatronen nicht primär Tinte kaufen, sondern eben eine für seinen Drucker passende Druckerpatrone als (gebrauchs-)fertige Einheit. Mit der Tinte allein kann er – anders als im Falle von Nachfüllpackungen – nichts anfangen“, heißt es in der Urteilsbegründung.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Sache hat das Verwaltungsgericht die Berufung zum Verwaltungsgerichtshof zugelassen. Da die schriftliche Urteilsbegründung erst seit wenigen Tagen vorlag, war bei Redaktionsschluss unklar, ob die Behörde davon Gebrauch machen wird. (tig)

Projektoren: Netzwerk- statt Videokabel

Die Spezifikation für die A/V-Schnittstelle HDBaseT steht bereits seit zweieinhalb Jahren, nun materialisieren sich langsam Produkte: Sowohl Panasonic als auch Epson haben Projektoren angekündigt, die neben den Standardanschlüssen wie HDMI und VGA eine HDBaseT-kompatible Netzwerk-Buchse eingebaut haben. Mit HDBaseT lassen sich Videosignale in 1080p-Auflösung unkomprimiert über gewöhnliche Ethernet-Kabel vom Typ CAT5e/6 übertragen und das bis zu 100 Meter weit. Obendrein überträgt HDBaseT auch Surround-Sound in allen gängigen Formaten, Steuersignale, USB-Daten und Strom – bis zu 100 Watt sollen kompatible Geräte aus dem Ethernet-Kabel ziehen können. Das reicht zwar für LC-Displays, aber nicht für Projektoren. Obendrein benötigt man eine HDBaseT kompatible Steuerbox für HDMI-Zuspieler.

Epsons erste HDBaseT-Projektoren EB-G69000WU (1920 × 1200 Pixel) und EB-G6800 (1024 × 768 Pixel) sind mit ihrem sehr hohen Lichtstrom von 6000 beziehungsweise 7000 Lumen für professionelle Anwendungen gedacht. Die Geräte sollen im Juni auf den Markt kommen, ein Preis steht noch nicht fest; Epson will dazu eine Steuerbox anbieten.

Panasonics Beamer-Serien PT-RZ370 (ab 4300 Euro) und PT-RZ470 (ab 5000 Euro) mit HDBaseT richten sich ebenfalls an professionelle Anwender. Mit dem PT-VW431DU hat Panasonic aber auch einen kompakten und recht preisgünstigen WXGA-LCD-Projektor mit der Übertragungstechnik im Programm. Das Gerät ist bereits für 1800 Euro erhältlich. Panasonics HDBaseT-fähige Steuerbox trägt die Bezeichnung ET-YFB100G und kostet 1600 Euro. Die Projektoren sind aber auch mit Boxen von Crestron (DigitalMedia 8G+), Extron (XTP) und AMX (Enova DVX und DGX) kompatibel.

Im Wohnzimmer hat das HDMI-Kabel übrigens noch lange nicht ausgedient: Obwohl die HDBaseT-Technik eigentlich als Unterhaltungselektronik-Schnittstelle vermarktet wird, sind bislang keine Heimkino-Projektoren mit HDBaseT angekündigt. (jkj)

Anpassungsfähiges Office-LCD

Monitore für den Office-Gebrauch sollten sich neigen, drehen und in der Höhe verstellen lassen. Das stellt sicher, dass man in einer ergonomischen Sitzposition mehrere Stunden daran arbeiten kann. Das Display des VG2436mc von Viewsonic lässt sich darüber hinaus um 90 Grad ins Hochformat drehen. Allerdings steckt im VG2463mc ein TN-Panel, wodurch sich bei hochkant gedrehtem Schirm die Bildqualität beim Blick von der Seite deutlich verschlechtern dürfte.

Das 24-zöllige Display löst mit 1920 × 1080 Bildpunkten auf und hat eine mattierte Oberfläche. An DVI-I und DisplayPort nimmt der VG2436mc digitale Bildsignale entgegen. Für Skype oder Videokonferenzen steckt im oberen Displayrahmen eine 2-Mega-Pixel-Webcam nebst Mikrofon, Ton wird über integrierte 2-Watt-Lautsprecher ausgegeben. Alternativ lassen sich Kopfhörer und ein externes Mikro anschließen. Der VG2436mc ist ab Mitte März für 230 Euro erhältlich. (spo)

Großer 3D-Monitor

BenQ stellt dem 3D-Gaming-Monitor XL2420T ein großes Modell zur Seite: Der XL2770T bringt es auf eine Diagonale von 27 Zoll mit einer Auflösung von 1920 × 1080 Bildpunkten. Eine Overdive-Funktion soll für sehr kurze Reaktionszeiten sorgen – was Voraussetzung für eine scharfe Bewegtbildwiedergabe bei schnellen Spielen und möglichst wenig Ghosting im 3D-Betrieb ist.

Der Nvidia-3D-Vision-2-zertifizierte XL2770T nimmt 3D-Signale vom PC abwechselnd als linkes und rechtes Stereobild mit einer Wiederholrate von 120 Hz (Frame Sequential) entgegen. Im PC muss dafür eine Grafikkarte von Nvidia stecken. Für den stereoskopischen Seheindruck sorgt die aktive Shutter-Brille von Nvidia.

Der XL2770T lässt sich auf seinem flexiblen Standfuß neigen, drehen und in der Höhe verstellen. Den Verkaufspreis und den Markteinführungstermin teilt BenQ bislang nicht mit. Interessierte können auf der CeBIT aber vorab einen Blick auf den 3D-Monitor werfen: BenQ stellt den XL2770T im Rahmen der Intel Extreme Masters in Halle 23 aus. (spo)

BenQ/Intel Extreme Masters: Halle 23

3D-Drucker für Privatanwender

Mit dem fabbster der deutschen Firma Sintermask ist auf der CeBIT ein 3D-Drucker zu sehen. Man kauft die Maschine als Bausatz, der nach wenigen Stunden einsatzbereit sein soll. Das Chassis besteht aus Stahlstangen, die durch glasfaserverstärkte Kunststoffkassetten verbunden werden.

Das in Grün und Orange gehaltene Gerät zieht sein Rohmaterial nicht von der Rolle wie andere 3D-Drucker der Einsteigerklasse, sondern aus einem Magazin. Dieses enthält etwa 25 Zentimeter lange Kunststoffsticks, deren gezahnte Kanten von Zahnrädern in den Druckkopf gepresst werden. Im Online-Shop kostet der fabbster-Bausatz 1700 Euro. Die notwendige Software für die Druckvorbereitung, eine spezielle Version der netfabb engine (siehe auch S. 145), ist im Preis enthalten. (pek)

Sintermask: Halle 9, F12

Notizen

AOCs e2462Vwh ist ein günstiger Monitor für Gamer. Das TN-Panel des 23,6-Zöllers (60 cm Diagonale) soll einen einfachen Bildwechsel (grey-to-grey) in zwei Millisekunden erledigen. Der schicke e2462Vwh ist für 160 Euro erhältlich.

Hewlett Packard hat für seine Officejet-Pro-X-Serie mit feststehendem Tintendruckkopf erste Modelle vorgestellt: Der Officejet Pro X451 druckt 36 ISO-Farbseiten pro Minute und kostet rund 400 Euro, das zugehörige Multifunktionsmodell X476 650 Euro. Der schnellere Officejet-Pro-Drucker X551 schafft 42 Seiten pro Minute und kostet 600 Euro, das Multifunktionsgerät X576 kostet 850 Euro.

LG will durch Investitionen von knapp 490 Millionen Euro seine Fertigungskapazitäten für große OLED-Fernseher auf 150 000 OLED-TVs pro Monat aufstocken.

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