Wechselsprecher

WLAN-Repeater optimal einsetzen

Praxis & Tipps | Praxis

Mit einem WLAN-Repeater die Funkblase zu vergrößern ist so einfach wie in der Nase zu bohren. Aber es gibt etliche kleine Tricks, die die Reichweite und überhaupt den Repeater-Betrieb optimieren. Und unsere umfangreichen Messreihen zeigen: Mit dem richtigen Repeater verdoppelt man sogar mal eben den Durchsatz.

WLAN-Funkzellen sind fast immer zu klein. Das liegt zunächst daran, dass Funkregulierer rund um den Globus für den privaten Gebrauch nur geringe Sendeleistungen zulassen. Mit maximal 0,1 Watt (100 mW) im 2,4-GHz-Band sowie bis zu 0,2 W oder 1 W im 5-GHz-Band sind die WLAN-Sender im Vergleich etwa zu einem UKW-Sender (bis zu 100 000 W) ziemlich leise. Im Prinzip gilt nämlich: Je größer die Distanz zwischen Sender und Empfänger, desto leiser wird das Signal und desto schwerer lässt es sich vom Funkrauschen unterscheiden. Genauer: Bei Verdoppelung der Distanz sinkt der Empfangspegel um mindestens drei Viertel ab. Umgekehrt bedeutet das, um die Reichweite eines Senders zu verdoppeln, ist mindestens die vierfache Leistung erforderlich. Hinzu kommt, dass jegliche Materie die elektromagnetischen Wellen dämpft. Besonders stark ist das bei wasserhaltigem Material (z. B. Pflanzen, Aquarien), aber auch bei Zement und Stein spürbar. Glatte, metallhaltige Oberflächen wie bei Spiegeln oder beschichteten Fenstern reflektieren Funkwellen hingegen und erzeugen hinter sich Abschattungen. So sind WLAN-Signale in vielen Gebäuden schon nach dem Durchgang durch eine zweite oder dritte solide Wand so weit gedämpft und gestreut, dass sie der Empfänger nicht mehr entziffern kann. Man möchte aber auch jenseits dieser Strecke zum Beispiel in einem entfernten Zimmer oder auf dem Balkon noch WLAN haben.

Signalsuche

Dafür gibt es vielfältige Abhilfe. Die preiswerteste erfordert lediglich etwas Fleiß – optimieren Sie den Standort des Senders und Empfängers, sodass beim Funken Interferenzen und Dämpfungen gemildert, aber empfangsverbessernde Reflexionen erhöht werden: Meiden Sie also Aufstellungsorte in direkter Nachbarschaft von Wänden oder Gegenständen und nehmen Sie Gegenstände möglichst aus dem Funkweg (Pflanzen, Schränke) oder versetzen Sie den WLAN-Router, sodass er daran vorbeifunkt. Dabei ist aber eine direkte Sichtlinie nicht immer hilfreich, denn Reflexionen ermöglichen überhaupt erst die bei der aktuellen WLAN-Technik mitgenutzte Mehrwegeausbreitung. Deshalb kann man metallische glatte Oberflächen prima zur Verbesserung der Verbindung nutzen [1]. Ob sich das in der jeweiligen Umgebung lohnt, kann schon ein flugs aufgestelltes Backblech zeigen. ...

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Weitere Bilder

  • Die Einrichtung des Belkin-Repeaters ist vorbildlich einfach. Will man jedoch Änderungen vornehmen, muss man das Gerät auf den Werkszustand zurücksetzen und alle Optionen neu eintragen.
  • Dass beim Netgear-Repeater nicht nur die WLAN-Verbindung zum Router geklappt hat, sondern mittelbar auch der Internet-Zugang, erkennt man daran, dass er selbstständig eine Webseite von Netgear öffnet.

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