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Tablet-Jockey

Native Instruments hat seine DJ-Software „Traktor DJ“ für das iPad umgesetzt. Dabei imitierten die Berliner Entwickler keine rotierenden Plattenteller, sondern zeigen zwei zu mixende Songs als Wave-Spuren an, die sich durch Antippen manipulieren lassen. Traktor durchsucht beim Start die iTunes-Bibliothek und listet die Songs übersichtlich mit Tempoangabe auf. In beide Decks geladen, ermittelt Traktor automatisch den Beat und erlaubt, acht Cue-Points und Loops zu setzen. Das Tempo synchronisiert die Software automatisch und behält die Tonhöhe bei. Als Besonderheit lässt sich die Darstellung eines Loops einfrieren, woraufhin sich die automatisch geschnittenen Beats einzeln auf dem Touchpad triggern lassen. Anschließend schnappt Traktor wieder in den richtigen Takt, selbst wenn man zwischendurch scratcht oder eine Spur anhält. Sogar Einsteiger können mit ein wenig Übung groovende Mash-ups erzeugen. Effekte lassen sich auf einer XY-Matrix manipulieren, hinzu kommen Equalizer und Filter. Eine Aufnahmefunktion schneidet den eigenen Mix mit.

In einem ersten Test lief Traktor DJ stabil und ließ sich hervorragend bedienen. Die Effekte und Filter klingen sauber, allerdings nicht so markant wie in der PC/Mac-Version. Die Einstellungen lassen sich zusammen mit den Cue-Points und Song-Listen via Dropbox mit dem großen Traktor austauschen, sodass man unterwegs einen Gig vorbereiten kann. Treiber für die mit dem Kamera-Connection-Kit anschließbaren USB-Audio-Interfaces Traktor Scratch A6 und A10 erlauben gar die Ausgabe einer zweiten Stereo-Monitor-Spur für Kopfhörer, sodass man die App auch live einsetzen kann. Natives kleine Audio-Interfaces ohne Netzteil werden noch nicht unterstützt. Zwar fehlen noch einige Kleinigkeiten wie eine direkte Vorhörfunktion in der Song-Auswahl, eine derart spaßig zu bedienende und sinnvoll aufgebaute DJ-App ist auf dem iPad jedoch ein Novum und lässt auch Algoriddims djay weit hinter sich. Angesichts der Qualität ist der Preis von 18 Euro ein Schnäppchen. (hag)

Mietfilme mit Previews und Kaufoption

Video Busters neues Video-on-Demand-Angebot (VoD) gibt dem Kunden die Möglichkeit, von jedem Film vor der Miete zunächst einmal die ersten Minuten kostenlos anzuspielen. Zudem soll sich „so gut wie jede“ Mietlizenz noch bis zu 30 Tage nach deren Erwerb unter Anrechnung der Gebühr in eine Kauflizenz umwandeln lassen. Die 48-Stunden-Miete mittels Streaming kostet zwischen 1,99 und 5,99 Euro, der Kauf zwischen 9,99 und 13,99 Euro. Durch den Kauf eines VoD-Films erhält der Kunde zeitlich unbegrenzten Zugriff auf die DRM-gesicherten Daten, die laut Video Buster in einer Art persönlichem Schließfach in der Cloud hinterlegt sind. Bislang konnte Video Buster drei Studios von der Zusammenarbeit überzeugen: Warner Home Video, Ascot Elite und EuroVideo. Zur Einführung stehen damit nach eigenen Angaben über 1000 Filme zum Einzelabruf bereit. Sowohl die Zahl der Studiopartner als auch die Zahl der Titel sollen kontinuierlich ausgebaut werden. Zudem soll noch in diesem Jahr das VoD-Angebot auf Tablet und TV verfügbar sein. (nij)

YouTube-App streamt von iOS-Gerät zu TV und Konsole

Mit der offiziellen YouTube-App für iOS-Geräte lassen sich seit der Version 1.2.1 direkt Videoclips auf ausgewählte Smart-TVs und Blu-ray-Player der Modelljahre 2011 und 2012, Google-TV-Geräte sowie auf die Spielkonsolen Playstation 3, Xbox 360 und die Wii U streamen. Auf dem Empfangsgerät muss dabei ebenfalls die YouTube-App laufen; zudem ist ein einmaliges Pairing nötig. Im Test klappte dies mit einer PS3 problemlos. Die YouTube-App auf dem iOS-Gerät zeigt über ein kleines Play-Symbol über dem Videofenster an, dass sich der Clip streamen lässt. Bislang unterstützte die App bereits das Streaming von Clips an Apple TV. YouTube verspricht, dass mit der neuen Version zudem das Streaming über langsame WLAN-Verbindungen verbessert wurde. Die App lässt sich kostenlos aus dem iTunes App Store herunterladen. (nij)

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