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Alpenglühen mit Flightgear 2.10

Die naturgetreuere Darstellung der Umgebung ist die wichtigste Neuerung der Version 2.10 des freien Flugsimulators Flightgear. Dazu gehören neben der Berücksichtigung von physikalischen Effekten in der Umwelt, etwa die Wirkung von Wind auf Wasserflächen, eine verbesserte Render-Engine, womit vor allem Blendeffekte, eingeschränkte Sicht bei Nacht und Schatten realistischer dargestellt werden, und bessere Piloten in computergesteuerten Flugzeugen.

Im Ergebnis ändert sich nun die Dichte von Nebelbänken dreidimensional und Sonnenauf- und -untergänge werden abhängig von der Flughöhe dargestellt, womit sich das Alpenglühen nachstellen lassen soll. Zudem sind die Sicht- und Beleuchtungsverhältnisse in mondklaren Nächten besser.

Flightgear 2.10 gibt es für Windows und Mac OS X auf der Projektseite als fertiges Binärpaket zum Download, Linux-Anwender finden dort allerdings nur die Quellen – das Projekt überlässt es den Distributoren, entsprechend angepasste Pakete anzubieten. (mid)

Erster Release Candidate des Debian-7.0-Installers

Eine Reihe neuer Hardware-Treiber und eine Vereinheitlichung der Bootmenüs bei EFI und UEFI sind die wichtigsten Neuerungen des Debian Installer 7.0 RC1, des Installationssystems für das noch in Entwicklung befindliche Debian 7.0 Wheezy. Bis zur Fertigstellung müssen die Entwickler allerdings noch einige Probleme beheben. So hat der erste Release Candidate noch Probleme mit der Bootloader-Konfiguration auf USB-Sticks. Zudem booten manche Rechner mit UEFI-Firmware das Installationssystem nur mit dem Compatibility Support Module (CMS).

Auch bei der Fertigstellung von Debian 7.0 Wheezy kommen die Entwickler voran, die Zahl der Release Critical Bugs hatte Anfang März die Marke von 200 unterschritten – 300 Bugs gelten als ein guter Zeitpunkt für den Freeze eines Release. Ab dann dauert es üblicherweise noch ein gutes halbes Jahr, bis das Release erscheint. Da mit dem Freeze von Debian Wheezy trotz einer hohen Anzahl Release Critical Bugs bereits Mitte 2012 begonnen wurde, könnte Debian 7.0 Wheezy möglicherweise noch in der ersten Jahreshälfte 2013 fertig werden. (mid)

Interprozess-Kommunikation via Linux-Kernel

Nach Plänen von Kernel-Entwickler Greg Kroah-Hartmann soll der Linux-Kernel um eine zu D-Bus kompatible Interprozess-Kommunikationsschnittstelle (IPC) erweitert werden. Ziel ist es, die Kommunikation zwischen mehreren Anwendungen oder zwischen System und Anwendung zu beschleunigen.

Durch die Kompatibilität zu D-Bus sollen Anwendungen ohne Anpassungen die neue Kernel-IPC-Schnittstelle anstatt D-Bus verwenden können. Bislang laufen unter Linux üblicherweise zwei Instanzen des D-Bus-Daemons, wobei eine für die Kommunikation der Anwendungen innerhalb einer (Desktop-)Sitzung zuständig ist und die andere die Schnittstelle zwischen Systemdiensten wie Udev oder Upower und Anwendungen bereitstellt.

Kroah-Hartmann möchte mit der neuen Kernel-IPC-Schnittstelle außerdem Binder ablösen, das bei Android-Kerneln eine Interprozess-Kommunikation bereitstellt. Dazu soll die Schnittstelle auch das Binder-Protokoll beherrschen. Der Binder-Code, der derzeit im Staging-Bereich für unfertigen Code liegt, soll jedoch nicht Grundlage für die neue Kernel-IPC sein. (odi)

Ouya-Konsolen für Investoren Ende März

Hersteller Ouya will die ersten Spielkonsolen für User, deren Entwicklung mittels Crowdfunding finanziert wurde, ab dem 28. März verschicken. Zunächst sollen die Investoren bedient werden, die Ouya im August 2012 über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter 99 US-Dollar oder mehr für die Entwicklung der Spielkonsole bereitgestellt hatten. Insgesamt investierten über 60 000 Personen gut 8,5 Millionen US-Dollar in die Entwicklung des Geräts. Ouya hatte Ende Dezember 2012 die ersten 1200 Entwickler-Boxen seiner neu entwickelten Spielkonsole ausgeliefert, im Handel soll die Ouya-Konsole künftig für 99 US-Dollar zu haben sein.

Die nächste Version der Ouya-Konsole soll bereits in 2014 vorgestellt werden, wobei alle Ouya-Spiele auch auf neueren Konsolen laufen sollen. (mid)

VMware- und Hyper-V-Treiber bei RHEL 6.4

Mit aktualisierten Treibern für VMWare ESX und Microsoft Hyper-V soll Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 6.4 schneller und besser als Gastsystem unter den Virtualisierungslösungen von VMware und Microsoft arbeiten. Auch die Virtualisierungslösung KVM wurde überarbeitet, sodass der Hypervisor bereits heute einige Funktionen kommender Intel-Prozessoren unterstützen soll. RHEL 6.4 ist außerdem im Rahmen von Microsofts Server Virtualization Validation Program (SVVP) als Wirtssystem für Windows Server 2012 zertifiziert.

Die neue Version 6.4 wird wie bei Red Hat üblich nur an Abonnenten des Red Hat Network verteilt. Es dauert voraussichtlich ein paar Wochen, bis Oracle und CentOS nachziehen und auch ihre Distributionen, die aus den Quellen von Red Hat neu übersetzt werden, aktualisieren. (thl)

Rettungssystem Grml 2013.02 mit Debian-Wheezy-Basis

Mit Grml 2013.02 Grumpy Grinch wechselt das freie Rettungs-Linux frühzeitig auf die Code-Basis von Debian 7.0 Wheezy, obwohl sich Wheezy noch in der Entwicklung befindet. Zudem haben die Grml-Entwickler einige Änderungen an der Systemkonfiguration vorgenommen, die das Einbinden einer Partition als dauerhaften Datenspeicher betreffen – hier haben sich unter anderem die Boot-Parameter und das Partitions-Label geändert. Verbesserungen gab es außerdem beim Systemdiagnoseprogramm grml-hwinfo. Das Rettungssystem gibt es auf der Projektseite als Small- und Full-Edition für 32- und 64-Bit-Systeme mit rund 160 und 380 MByte Größe sowie als Hybrid-Image für 32- und 64-Bit-Systeme mit einer Größe von 320 und 750 MByte. (mid)

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