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Taschendrucker mit NFC und Bluetooth

Mit dem Taschendrucker Pocket Photo PD221 von LG Electronics lassen sich unterwegs von Schnappschüssen mit dem Smartphone kleine Fotoabzüge im Format 2 Zoll × 3 Zoll (5,1 cm × 7,6 cm) erstellen. Das 215 Gramm leichte Gerät erhält seine Energie von einem Lithium-Polymer-Akku, der per USB geladen wird und 15 Ausdrucke liefern soll, bevor er wieder ans Ladekabel muss.

Auf Tinte oder Transferfolie verzichtet der Mini-Drucker. Er nutzt stattdessen das von Polaroid entwickelte ZInk-Thermodruckverfahren (Zero Ink). Die nötigen ZInk-Pogo-Papiere bekommt man in Packungen mit 30 Blatt für etwa 10 Euro. Der Ausdruck eines Fotos dauert laut LG etwa 40 Sekunden, qualitativ sollte man von den Drucken aber nicht zu viel erwarten: Bisherige ZInk-Drucker hatten Probleme mit gleichmäßigen Farbflächen und bevorzugten Rot.

Der Pocket Photo kommuniziert mit den Smartphones per Bluetooth 2.1, wobei er EDR unterstützt (Enhanced Data Rate) und als Profile nur Object Push und SPP (Serial Port Profile) nutzt. Alternativ lassen sich Fotos vom Smartphone per NFC durch simples Berühren zum Drucker übertragen. Für Android-Geräte hat LG eine kostenlose App in den Play Store gestellt, mit der man Fotos bearbeiten kann und die auf Wunsch zusätzlich verschiedene Informationen wie Kontaktdaten, URLs oder GPS-Koordinaten als QR-Code auf dem Ausdruck platziert. Eine Version für iPhone, iPad und iPod Touch ist für die zweite Jahreshälfte 2013 geplant. Die Android-Variante des Pocket Photo PD221 soll noch im März für stolze 200 Euro in den Handel kommen. (rop)

Winken statt touchen: Gestensteuerung für Mobilgeräte

Nachdem sich Touchscreens auf breiter Front durchgesetzt haben, steht nun die nächste Eingabe-Evolution an: die Gestensteuerung. Hier wurden in der letzten Zeit einige Neuentwicklungen vorgestellt, wobei die meisten zur Bewegungserkennung eine kleine IR-Kamera nutzen. Wie vorzüglich sich damit eine Gestensteuerung realisieren lässt, hat Microsofts Kinect bewiesen. Der Kinect-Sensor ist jedoch zu groß für den Einsatz am Schreibtisch und in Mobilgeräten, er braucht viel Strom und erkennt Gesten erst aus eineinhalb Metern Abstand. Nur kompaktere Gestenerkenner erlauben es, ein Mobilgerät zu steuern, ohne dass man es dafür in die Hand nehmen muss.

Microsofts kürzlich vorgestellter Sensor namens Digits soll genau so etwas leisten. Der Prototyp des etwa streicholzschachtelgroßen Digits enthält eine IR-Diode und eine Schwarzweiß-Kamera mit IR-Filter. Trägt man Digits am Handgelenk, reflektieren die Finger das Licht der IR-Diode. Die Kamera wertet diese Reflexionen an fünf Punkten entlang der Finger aus und extrapoliert daraus die Handbewegungen. Das System ist allerdings noch im Entwicklungsstadium und deshalb wenig kompakt.

Etwas weiter fortgeschritten scheint der neue 3D-Sensor namens Capri, den Kinect-Entwickler Primesense erstmals im Januar auf der CES gezeigt hat. Er ähnelt der Kinect, ist aber laut Primesense nur ein Zehntel so groß wie diese. Die gesamte Sensorelektronik steckt in einer etwa 15 Zentimeter langen Platine, wird über USB 2.0 versorgt und erkennt Gesten bereits aus 35 Zentimetern in einer Projektionsebene von 57,5 cm × 45 cm. Primesense will das SoC (System on a Chip) nebst Referenz-Design noch 2013 anbieten – allerdings nur Großkunden, die mindestens 100 000 Stück pro Jahr abnehmen.

Bereits im Mai 2013 will Leap Motion seinen Leap genannten Sensor anbieten, der Tastatur-, Maus- und Touch-Eingaben am Notebook und PC durch eine Gestensteuerung ersetzen soll. Der Gesten-Controller läuft unter Windows 7 und 8 sowie unter Mac OS X 10.7 und 10.8; Linux-Unterstützung will der Hersteller nach eigenen Angaben nachreichen. Das kleine Kästchen spannt vor der Tastatur eine knapp 50 cm × 50 cm × 50 cm große 3D-Interaktionszone auf und erkennt in diesem Raum kleinste Gesten und Fingerbewegungen. Für Leap optimierte Anwendungssoftware will der Hersteller kostenlos über seinen Airspace genannten App-Store anbieten.

Ein komplett anderes Sensorkonzept verfolgt das kanadische Start-up Thalmic Labs: Dessen Armband namens Myo nutzt statt einer Kamera ringförmig angeordnete Sensoren. Wird das Myo am oberen Unterarm getragen, erfassen die Sensoren Zuckungen und Bewegungen in den Muskelpartien und erkennen daran, welche Arm- und Fingerbewegung der Träger ausführt. Myo verbindet sich per Bluetooth mit anderen Geräten, also beispielsweise mit dem PC, dem Smartphone oder einer Datenbrille. Thalmic Labs bietet eine Programmierschnittstelle für Entwicklung an. Das Sensorarmband selbst soll Ende 2013 auf den Markt kommen und 149 US-Dollar kosten. (uk)

24"-Monitor mit Android und Touchscreen

Auf Viewsonics 24"-Monitor VSD241 läuft Android 4.1 (Jelly Bean). Darüber lässt er sich nicht nur als PC-Monitor, sondern auch als eigenständiges Tablet nutzen. Die Android-Oberfläche wird wie üblich komplett per Touch bedient, wobei der 24-Zöller aber keinen kapazitiven Touchscreen hat, sondern maximal zwei gleichzeitige Berührungen mittels Infrarot erkennt. PCs oder andere Videozuspieler lassen sich über eine HDMI-Buchse anschließen.

Im Vergleich zu dem in c’t 4/13 getesteten 22"-Android-Monitormodell VSD220 hat Viewsonic beim VSD241 in Sachen Hardware nachgelegt und einen Tegra-3-Quad-Core (1,7 GHz) verbaut. Das gelegentliche Ruckeln der Android-Oberfläche auf dem kleineren VSD220 dürfte beim VSD241 deshalb entfallen. Damit man unter Android Webdienste nutzen kann, lässt sich der Schirm per WLAN oder Kabel mit dem heimischen Netzwerk verbinden. An seine USB-Buchsen kann man Speichermedien anschließen oder eine Tastatur – falls man nicht ständig auf der virtuellen Bildschirmtastatur tippen mag. Dank 2-Megapixel-Webcam, Mikrofon und eingebauten Lautsprechern eignet sich der VSD241 auch zum Skypen und für Videokonferenzen.

Der 24-Zöller steht direkt auf seiner verlängerten Display-Unterkante. Über die Gelenkstütze an der Rückseite lässt er sich so weit nach hinten neigen, dass er nahezu flach auf dem Tisch liegt. In dieser Position kann man ihn fast wie ein überdimensioniertes Tablet nutzen. Im Monitor steckt ein blickwinkelstabiles IPS-Panel mit Full-HD-Auflösung. Die Bildqualität dürfte sich somit nur minimal verändern, wenn man den Schirm weit nach hinten neigt. Der VSD241 soll im Juni in den Handel kommen. Einen Preis nannte Viewsonic bislang nicht, doch angesichts des in den USA angepeilten Verkaufspreises von 600 US-Dollar kann man hierzulande von rund 600 Euro ausgehen. (spo)

Günstige Full-HD-Projektoren mit 3D

Full-HD in 3D: Sowohl Acer als auch BenQ haben günstige Heimkinoprojektoren mit Texas Instruments’ DLP-Spiegeltechnik vorgestellt. Acers H6510BD eignet sich mit seinem Lichtstrom von 3000 Lumen (Herstellerangabe) nicht nur fürs Wohnzimmer, sondern auch für Präsentationen in nicht abgedunkelten Räumen – fürs stockdunkle Heimkino sind 3000 Lumen deutlich zu viel, man kann aber davon ausgehen, dass sich die Lampe im Menü dimmen lässt. Die zwei HDMI-Eingänge unterstützen Version 1.4a der Schnittstelle, nehmen 3D-Signale also in den bei Unterhaltungselektronik-Geräten wie Blu-ray-Playern und Spielkonsolen etablierten Formaten Frame-Packing, Side-by-Side oder Top-Bottom entgegen. Der H6510BD ist bereits für 680 Euro erhältlich, passende 3D-Shutterbrillen nach DLP-Link-Standard gibt es ab 70 Euro.

BenQs neuer Heimkinoprojektor W1500 ist mit 1500 Euro deutlich teurer, beherrscht dafür aber auch die drahtlose Bild- und Tonübertragung nach WHDI-Standard. Den mitgelieferten Funk-Dongle steckt man einfach in die HDMI-Buchse des Zuspielers. WHDI unterstützt auch 3D-Inhalte nach HDMI 1.4a-Standard – wer dennoch ein Kabel verwenden will, findet am BenQ-Beamer zwei ganz normale HDMI-1.4a-Eingänge. Der W1500 soll einen Lichtstrom von 2200 Lumen erreichen. Er kann Zwischenbilder berechnen, um beispielsweise Ruckeln bei Kameraschwenks zu beseitigen. Gerade bei Spielfilmen wirkt das Bild dann zuweilen nicht mehr wie im Kino, sondern eher wie eine billig produzierte TV-Serie im Fernseher – Geschmackssache. Praktisch: Die Projektion des W1500 lässt sich vertikal per Lens-Shift-Funktion ohne Qualitätsverlust verschieben. (jkj)

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