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Screenshots montieren

http://placeit.breezi.com

Von Apps oder Websites lassen sich mit PlaceIt einfach Bilder für Werbemittel erstellen. Der Dienst montiert Screenshots in professionelle Fotos. Durch PlaceIt kann man sein Werk auf verschiedenen Geräten und in unterschiedlichen Kulissen darstellen: Ein Smartphone unterwegs im Grünen, ein Tablet im Café oder ein Notebook im Büro. PlaceIt montiert die Screenshots vor allem in Bilder von Apple-Geräten, aber auch andere Hersteller wie Samsung, Nokia oder Microsoft sind mit dabei. Eigene Screenshots lassen sich direkt hochladen, von öffentlichen Webseiten erstellt der Dienst diese auch nach Angabe einer URL selbst. Die fertigen Produktfotos dürfen kostenlos kommerziell verwendet werden, sie lassen sich herunterladen oder mittels Link auch direkt online teilen. Der Anbieter fordert lediglich einen Verweis auf den Dienst. (Dominik Kroner/rzl)

Bilder schrumpfen

http://tinypng.org

Das offene Grafikformat hat sich dank breiter Browser-Unterstützung zu einem Standard entwickelt. Damit sich die eigene Homepage trotz vieler Bilder schnell öffnet, sollten alle enthaltenen Grafiken so klein wie möglich sein. TinyPNG verringert die Dateigröße von PNG-Dateien und damit den nötigen Speicherplatz laut Anbieter um bis zu 70 Prozent ohne sichtbaren Qualitätsverlust. Möglich sei dies laut Betreiber durch das Vereinheitlichen ähnlicher Farben sowie das Entfernen von unnötigen Meta-Informationen. TinyPNG funktioniert in jedem modernen Browser und auch auf mobilen Geräten. Der Nutzer zieht einfach bis zu 20 Dateien mit einer maximalen Größe von jeweils 3 MB in das entsprechende Fenster. Der Dienst wandelt alles in wenigen Sekunden um, gibt über den gesparten Speicherplatz Auskunft und stellt für jede Grafik einen Download-Link bereit. (Dominik Kroner/rzl)

Farbmixer

www.colorexplorer.com

Bis zu 500 000 Farbnuancen kann das menschliche Auge unterscheiden – da sind viele Kombinationen möglich. Der Webdienst ColorExplorer hilft dabei, zueinander passende Farben zu finden, beispielsweise für eine Präsentation oder die eigene Homepage. Um eine Farbpalette zusammenzustellen, ist eine Ausgangsfarbe nötig. Diese kann direkt mit ihren RGB-Werten angegeben oder in einem Farbauswahlfeld angeklickt werden. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, einen Screenshot hochzuladen, aus dem ColorExplorer die vorkommenden Farben automatisch extrahiert. Zusätzlich bietet der Dienst eine Datenbank mit vielen Standardfarben, zum Beispiel festgelegt vom W3C oder RAL-Institut. Anhand der Ausgangsfarbe berechnet der Dienst mit verschiedenen Algorithmen passende Farbtöne. Diese lassen sich in eine Palette aufnehmen und ohne Anmeldung lokal in einem Cookie speichern. Nach einer kostenlosen Registrierung sichert der ColorExplorer das Ergebnis auch online. Weitere Funktionen sind eine Kontrastanalyse, um festzustellen, ob sich zwei Farben als Vorder- und Hintergrund kombinieren lassen, sowie ein Konverter, der die Farbwerte in verschiedene Systeme übersetzt.

(Dominik Kroner/rzl)

Mixtapes für die Reise

http://alihaberfield.com/journeymix/index.html

Das richtige DJ-Set für 45 Minuten Laufen, die Spazierfahrt in der Sonne oder eine Stunde Kochen: Journeymix sucht über Soundclouds API nach herunterladbaren Creative-Commons-lizenzierten Sets von gewünschter Länge. Ob man House, Techno oder Rock mag, kann man auch angeben. Anschließend lässt sich der vorgeschlagene Track auf das Smartphone oder den MP3-Spieler herunterladen und gibt dann die Hintergrundklänge zur Joggingstrecke. In der erweiterten Suche lassen sich bei Soundcloud verwendete Genres auch über ein Freitextfeld finden sowie die gewünschte Zahl der „Beats per minute“, also bpm, angeben. (rzl)

Hilfsgeldflüsse

www.offene-entwicklungshilfe.de

Was passiert mit unserem Geld? Allen Transparenzforderungen zum Trotz lassen sich Politik und Administration nach wie vor nur ungern von jenen in ihre Leitz-Ordner schauen, deren Steuergelder sie verwalten. Eine Nichtregierungsorganisation wie die Open Knowledge Foundation und privates Engagement zeigen, wie es gehen könnte: Offene Entwicklungshilfe hat die Ausgaben und Projekte des Niebel-Ministeriums in ansprechender Form aufbereitet. Die Daten von 110 775 Projekten der Jahre 2000 bis 2011 kommen übrigens nicht vom Ministerium selbst, sondern von der OECD.

Viele kleine und große Überraschungen stecken darin – etwa die, dass China Empfängerland Nummer eins ist oder dass die meisten Mittel für Schuldenerlass aufgewendet wurden. Wer beim Wühlen in Karten, Diagrammen und Zahlentabellen auf Interessantes stößt, darf das gerne auf der Seite veröffentlichen: Offene Entwicklungshilfe ermittelt zwar einige Trends, überlässt jedoch die weitergehende Analyse den Benutzern. (heb)

Leistungsschutz-Rechtsschutz

www.mediainfo.de/index/lsr-frei

So wie es aussieht, wird das heftig umstrittene Leistungsschutzrecht zum Gesetz (siehe auch S. 148). Deutsche Blogger und Online-Unternehmer werden mit den neuen Privilegien der Presseverlage leben müssen. Doch manche Medienunternehmen sind gar nicht daran interessiert, selbst für kleine Textschnipsel Schutzrechte zu reklamieren. Eine Liste solcher Leistungsschutzrecht-Dissidenten pflegt die Seite Mediainfo, herausgegeben von den Machern des Nachrichtenaggregators Echobot. Die zitierende Wiedergabe kurzer Ausschnitte aus den dort aufgelisteten Medien – zu denen auch dieses hier zählt – ist also weiterhin ohne Angst vor einer Abmahnung möglich, solange die Quelle genannt und verlinkt ist. Eine kleine Warnung: Vor Gericht dürften die öffentlichen Verzichtserklärungen kaum zählen. Und natürlich gilt auch weiterhin das Urheberrecht – aber der Unterschied zwischen dem fairen Hinweis auf die Arbeit anderer und dem Klauen ist den meisten Menschen zum Glück bewusst. (heb)

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