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LG-TVs: EU-Modelle, Drahtlos-Anbindung, gebogene OLEDs

Ab sofort sollen die sogenannten EU-Geräte von LG-Fernsehern, die in den letzten Jahren online teilweise deutlich günstiger gehandelt wurden, außer einer abweichenden Produktbezeichnung auch eine abweichende technische Ausstattung bekommen. So sollen beispielsweise die Senderlisten in EU-Geräten fehlen, die Smart-Funktionen eingeschränkt sein und vor allem kein allgemeiner Service über die LG-Vertragspartner mehr möglich sein. Stattdessen müsse man sich künftig an den Händler wenden, bei dem man das Gerät erworben hat, erläuterte Gunter Kürten, LGs neuer Chef der Unterhaltungselektroniksparte. Unklar blieb, was die EU-Kommission von solchen Einschränkungen hält.

Alle neuen TV-Geräte bis ins Einstiegssegment sollen außer WiFi Direct auch Intels WiDi nebst Miracast unterstützen. Die Fernseher lassen sich dank WiFi Direct ohne einen externen WLAN-Access-Point direkt mit Smartphones oder Tablets verbinden. Über Intels Wireless-Display-Protokoll WiDi und das darin unterstütze Miracast kann man von WiDi-fähigen Notebooks und Miracast-fähigen Smartphones oder Tablets Full-HD-Videos im H.264-Format zum Fernseher schicken. Android ab 4.2 (Jelly Bean) unterstützt bereits Miracast, für iOS-Geräte benötigt man eine App, um Dateien per DLNA zum Fernseher zu schicken. Außerdem beherrschen die neuen TV-Geräte auch die drahtgebundene Kommunikation zwischen TV und Mobilgerät per MHL. Ebenfalls neu: Sämtliche TVs sollen sich mit LGs Magic-Remote-Fernbedienung steuern lassen und dadurch auch Spracheingaben verstehen – die Sprachkommandos werden von der Fernbedienung in Steuerbefehle umgesetzt. Zum Lieferumfang gehört die Magic Remote weiterhin nur bei den teureren Modellen.

Neuigkeiten gibt es auch zu Fernsehern mit organischem Display: LG will in Deutschland nach eigenem Bekunden zunächst im Juni die gebogene Variante seines OLED-TVs anbieten. Das erstmals auf der CES im Januar gezeigte Modell soll besonders durch Design bestechen, einen echten technischen Vorteil bringt die Krümmung nicht. Das um 5 Grad leicht nach innen gebogene Display soll ein neues Gehäuse bekommen und etwas teurer werden als die plane Variante; deren Preis bezifferte LG auf 10 000 Euro. Die Auslieferung der planen OLED-Fernseher 55EM9700 verzögert sich hierzulande weiter: Statt wie geplant im April soll der 55-Zöller nun erst im August in den Handel kommen. Man rechne zunächst mit dreistelligen Stückzahlen pro Monat – richtig rund läuft die Produktion offenbar noch nicht. (uk)

„Schwebender“ Fernseher aus Glas

Aktuelle Smartphones haben es vorgemacht, nun ziehen die TV-Hersteller nach: Das Gehäuse von Philips’ neuen „Design-Line“-Fernsehern besteht aus einem einzelnen Glas-Element. Die ungewöhnlichen TV-Geräte werden ohne Standfuß geliefert, der Hersteller sieht vor, dass man den Fernseher einfach an die Wand lehnt. Durch den Farbverlauf im Glas – unten transparent, oben schwarz – wirkt es, als ob das TV-Gerät schweben würde. Obendrein effektvoll: Philips’ populäre „Ambilight“-Technik, bei der LEDs auf die Wand hinter dem TV-Gerät mit in Echtzeit ans laufende Fernsehbild angepassten Farben leuchten. In die Design-Line-TVs sind jeweils seitlich und oben LED-Leisten eingebaut.

Die Glas-TVs sind mit einer Diagonale von 1,17 Metern und 1,40 Metern (46 und 55 Zoll) erhältlich. Beide Geräte beherrschen Shutter-3D, die Drahtlos-Technik Miracast, USB-Recording und nach einem für Sommer 2013 geplanten Software-Update auch sogenanntes „Multiroom Viewing“. Damit lässt sich das Fernsehprogramm von einem (Philips-)TV aufs andere streamen. Ein Triple-Tuner mit DVB-T, -C und S(2) sowie vier HDMI-Buchsen runden die Ausstattung ab. Die Fernseher mit den Typbezeichnungen 46PDL8908S und 55PDL8908S sollen im zweiten Quartal dieses Jahres auf den Markt kommen; Preise stehen noch nicht fest. (jkj)

c’t Digitale Fotografie 2/13

Testberichte, Workshops, Foto-Praxis: Ab sofort liegt die neue c’t Digitale Fotografie am Kiosk. Schwerpunktthemen der Ausgabe 2/13 sind Kameratests und Praxisartikel. So mussten diesmal die Vollformat-Schwergewichte Nikon D600, Canon EOS 6D und Sonys RX1 auf den Prüfstand. Außerdem waren mit der K5 II und der K5 IIs zwei APS-C-DSLRs von Pentax im Test. Wir haben an elf Smartphone-Kameras untersucht, ob ihre Bildqualität mittlerweile mit der von Kompaktkameras mithalten kann. Auf der Heft-DVD befinden sich die Testaufnahmen aller Kameras und Smartphones auch im Raw-Format.

Weitere Themen im Heft sind ein Lightroom-Workshop zur Kameraprofilierung, Verarbeitung von Aufnahmeserien, Entwicklungsvorgaben und Vergleichsansichten, ein Beitrag über Zeitlupen mit Kompaktkameras und ein ausführlicher Workshop über Bildbearbeitung in 32 Bit.

c’t Digitale Fotografie 2/13 ist auch im heise Shop bestellbar und kostet 9,90 Euro – in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Versand bis zum 6. Mai portofrei. Abonnenten können die Ausgabe unterwegs mit unserer iPad-App kostenlos lesen. (keh)

Laser-TV

Das von LG „Hecto“ getaufte Laser-TV ist ein kompakter Laserbeamer mit Rahmenleinwand. Der Full-HD-Projektor beleuchtet einen DLP-Chip nebst Farbrad mit 36 Laserdioden. Grundlage sind blaue Laser, die per Phosphorbeschichtung rotes, grünes und gelbes Licht sowie direkt blaues erzeugen – Gelb dürfte hier wie bei Pseudo-White-LEDs mit Blau „weißes“ Licht ergeben.

Die mitgelieferte 100 Zoll große, gerahmte Leinwand hat eine Oberfläche mit feiner Mikrostruktur, die das Licht zum Betrachter bündelt; der Gain beträgt 1,2. Ihre dunkle Oberfläche verbessert den Schwarzwert der Projektion und minimiert das sogenannte Laser-Sparkling. Sie verringert allerdings auch die Helligkeit – vom 2000 Lumen hellen Lichtstrom des Beamers gelangt deutlich weniger Licht zum Auge des Betrachters. Um die Projektion in den 2,5 Meter großen Rahmen einzupassen, muss der Projektor 55 Zentimeter von der Leinwand entfernt stehen. Auch bei einer Überkopf-Projektion muss man diesen Abstand einhalten und die Leinwand ebenfalls um 180 Grad drehen – die Mikrostrukturen geben die Reflexionsrichtung vor.

Der Hecto-Laserbeamer soll ab Mitte April zusammen mit der Spezialleinwand für 8000 Euro auf den Markt kommen. Er konkurriert dann mit sehr großen Flachbildfernsehern, beherrscht in der aktuellen Ausführung allerdings weder 3D noch kann er „Smart“ ins Internet. Letzteres will LG der nächsten Hecto-Generation beibringen. (uk)

Günstiger 27-Zöller

BenQs GW2760HS wartet mit einem VA-Panel mit 1920 × 1080 Bildpunkten auf. Der ab April für 270 Euro erhältliche Monitor dürfte somit kaum blickwinkelabhängig sein – anders als viele andere 27-Zöller in dieser Preisklasse. Das besonders satte Schwarz des VA-Displays soll für einen Kontrast von 3000:1 sorgen.

Digitale Bildsignale nimmt der Schirm per DVI und HDMI entgegen und gibt den Ton über seine Lautsprecher wieder. BenQ verspricht eine Reaktionszeit von vier Millisekunden (grey-to-grey), was auf einen Overdrive schließen lässt. Damit sollte sich der 27-Zöller auch für schnellere Spiele eignen. (spo)

24-Zoll-Touchmonitor mit Android

Nachdem Viewsonic mittlerweile zwei Touchscreen-Monitore mit Android anbietet, zieht nun auch Acer nach: Ende April will das Unternehmen für 380 Euro den DA220HQL auf den Markt bringen. In dem 21,5"-Monitor mit 1920 × 1080 Bildpunkten stecken ein Cortex-A9-Dual-Core-Prozessor und 8 GByte Flashspeicher, auf dem Android in der nicht ganz aktuellen Version 4.0 (Ice Cream Sandwich) läuft – laut Acer ist ein Update auf Android 4.2 in Planung.

Im Android-Modus lässt sich der DA220HQL auch ohne PC wie ein überdimensioniertes Tablet nutzen. Bedient wird die Android-Oberfläche mit Fingergesten. Acer setzt hierbei auf eine optische Lösung, die zwei gleichzeitige Berührungen erkennt. Da die Touch-Bedienung bei aufrecht stehendem Display schnell lahme Arme macht, lässt sich das Display um 60 Grad nach hinten neigen. Dank des blickwinkelstabilen VA-Panels im DA220HQL sollte sich die Bildqualität durch die Neigung nicht merklich verschlechtern.

Für Web- und Cloud-Dienste lässt sich der DA220HQL direkt per Kabel oder WLAN mit dem heimischen Router verbinden. Apps kann man wie bei herkömmlichen Android-Geräten über Googles Play Store installieren, wofür sich der interne Speicherplatz mit MicroSD-Karten auf maximal 32 GByte erweitern lässt. Dank eingebauter 1,2-Megapixel-Webcam nebst Mikrofon und Lautsprechern eignet sich der Schirm auch zum Skypen, für Videochats oder zum Spielen und Videoschauen. Der PC kann über die Micro-HDMI-Buchse angeschlossen werden. (spo)

Investitions-Turbulenzen bei Sharp

Der koreanische Elektronikkonzern Samsung investiert über seine Tochter Samsung Electronics Japan rund zehn Milliarden Yen und damit umgerechnet etwa 82 Millionen Euro in Sharp. Der strauchelnde japanische Konzern braucht dringend frisches Geld für seinen LCD-Bereich. Samsung erhält im Gegenzug 35,8 Millionen Sharp-Aktien und sichert sich die Versorgung mit Panels für große Fernseher und kleine Mobilgeräte und Notebooks.

Der wichtigere Grund für die Investition dürfte allerdings die IGZO-Technik sein: Diese für hochauflösende LCDs und OLEDs genutzte Oxid-Halbleiter-Technik wird von Sharp seit längerem entwickelt. Bereits vor zwei Jahren verkündete das Unternehmen, es habe die IGZO-Technik im Griff. Das stellte sich zwar als Wunschdenken heraus, aber dennoch spielt Sharp unter den Panelherstellern bei der Oxid-Technik vorn mit.

Samsung kämpft dagegen weiterhin mit seiner für große OLEDs geplanten LTPS-Fabrik: Auch die Low-Temperature-PolySilizium-Technik wird für Pixeltransistoren in hochauflösenden LCDs und OLEDs genutzt, bislang aber nur bei kleineren Diagonalen. Die Produktion großer Displays mit LTPS-Technik wirft erhebliche Probleme auf und ist ein Grund, weshalb Samsung seine 55-zölligen OLED-TVs noch nicht auf den Markt bringen konnte. Zwei Drittel der Samsung-Investitionen will Sharp in Techniken für hochauflösende LCDs fließen lassen – damit ist zweifellos die IGZO-Technik gemeint.

Chiphersteller Qualcomm, der im Dezember bereits rund fünf Milliarden Yen (derzeit etwa 42 Millionen Euro) in Sharp investiert hatte, hat seine geplante zweite Investitionsspritze über erneute fünf Milliarden Yen auf Eis gelegt. Grund: Sharp hat die Bedingungen für die zweite Tranche nach eigenen Angaben nicht erfüllt – gefordert waren konkrete Modulspezifikationen für mikroelektromechanische Spiegeldisplays (MEMs) mit IGZO-TFT-Ansteuerung, die Planung einer Pilotlinie für diese Displays sowie eine absehbare positive Geschäftsentwicklung. Was davon nicht eingehalten werden konnte, ließ Sharp offen.

Ebenfalls noch offen scheint die Anfang März geplatzte Abschlussverhandlung zwischen Foxconn Electronics und Sharp: Sie könnte durch den Samsung-Deal wieder in Gang kommen. Auftragsfertiger Foxconn und dessen Eigentümer Terry Gou wollten bereits vor einem Jahr bei Sharp einsteigen, die Verhandlungen scheiterten jedoch, als der Aktienkurs von Sharp zwischenzeitlich in den Keller sackte und Gou auf finanzielle Nachbesserung drängte. Kurz nach dem Deal zwischen Samsung und Sharp wollte Foxconn die Verhandlungen wieder aufnehmen. (uk)

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