Aufbruch der Virtonauten

Virtuelle Realitäten, PS4 und Spielexperimente auf der GDC 2013

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Bereits in den 90ern versprachen VR-Helme das Eintauchen in die Virtualität, lieferten jedoch nur Kopfschmerzen. Erst jetzt löst der Oculus Rift das Versprechen ein. Endlich herrscht wieder Aufbruchstimmung unter den Spieleentwicklern.

Der Spieleindustrie ging es in den letzten Jahren im Wesentlichen um eine Vergrößerung der Zielgruppe. Die Einführung von Bewegungssensoren, Smartphones, Tablets oder der Free-to-Play-Vermarktung war getrieben von dem Wunsch, den Markt zu erweitern und immer mehr Gelegenheitsspieler mit einfacher zu bedienenden Produkten zu erreichen. Doch in diesem Jahr standen auf der Game Developers Conference in San Francisco einmal wieder Spielzeuge für Enthusiasten und Hardcore-Zocker im Mittelpunkt des Interesses. Allen voran das kalifornische Start-up Oculus VR mit seinem Virtual-Reality-Helm Rift. Die just zur Konferenz fertig gewordene Entwicklerversion war die Attraktion der Show. Vor dem Stand bildeten sich lange Schlangen. Entwickler nahmen bis zu zwei Stunden Wartezeit in Kauf, um nur ein paar Minuten den neuen Helm auszuprobieren. Und wer ihn auf hatte, ist überzeugt: Das wird das nächste große Ding.

Das Besondere am Rift ist sein großer Blickwinkel von 110 Grad in der Diagonale – kein Vergleich zu den winzigen Sehschlitzen, die man bislang von VR-Brillen kannte. Zudem sind inzwischen die Sensoren und Prozessoren schnell genug, um die Kopfbewegungen des Spielers ohne spürbare Verzögerung umzusetzen. Maximal sollten zwischen der Kopfbewegung und der Bilddarstellung 20 Millisekunden vergehen. Also muss das Spiel mit mindestens 60 Frames pro Sekunde laufen, für eine Pufferung der Bilder bleibt keine Zeit. Der große Blickwinkel und die latenzarme Übertragung erzeugen ein Gefühl, als blicke man durch einen Taucherhelm in die virtuelle Welt. Bislang kosteten derlei Geräte für Forschungslabors den Gegenwert eines Kleinwagens. Oculus-Gründer Palmer Luckey hat es jedoch geschafft, die nötigen Bauteile für 300 US-Dollar zusammenzusetzen – ein Durchbruch, der den Weg zum Massenmarkt ebnet. ...

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