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Spieler-Grafikkarten für unter 200 Euro

AMD schickt die Spieler-Grafikkarte Radeon HD 7790 (140 Euro) mit überarbeiteter Architektur gegen Nvidias GeForce GTX 650 Ti Boost (170 Euro) mit Turbo-Modus ins Rennen. Beide geben Spiele in Full HD flüssig wieder.

In der Radeon HD 7790 debütiert AMDs neuer Bonaire-Grafikchip der Sea-Islands-Generation. Sie ist damit rund 25 Prozent schneller als die seit Februar 2012 erhältliche Radeon HD 7770.

Der Grafikchip hat im Unterschied zu den bisherigen HD-7700-GPUs gleich zwei Geometrie- und Tessellation-Engines, verarbeitet pro Takt also zwei Dreiecke. Das hilft besonders bei Spielen mit hochdetaillierten Objekten wie zum Beispiel Kopfsteinpflaster. Darüber hinaus bietet Bonaire ein effizienteres Energiemanagement, denn er hat acht statt vier Power-States, zwischen denen die GPU laut AMD innerhalb von 10 ms dynamisch umschalten kann. Welcher Power State wann aktiv wird, hängt von der Leistungsaufnahme und der Zahl der aktiven Funktionseinheiten ab.

Die GPU hat 896 Shader-Kerne, läuft mit 1000 MHz und kommuniziert mit 96 GByte/s mit dem 1 GByte großen GDDR5-Speicher. Die TDP gibt AMD mit 85 Watt für das Referenzmodell an. Bei den von zahlreichen Partnerfirmen ab April angebotenen übertakteten Karten liegt sie höher.

Nvidia stellt die GeForce GTX 650 Ti Boost mit 2 GByte Speicher dagegen. Sie bietet im Vergleich zur herkömmlichen Ti-Version einen Turbo-Modus, wie ihn bisher nur GeForce-Grafikkarten über 200 Euro hatten. Ihre 768 Shader-Rechenkerne können sich dadurch unter Last von 980 MHz (Basistaktfrequenz) auf 1033 MHz oder mehr beschleunigen, sofern der Chip nicht überhitzt und die Leistungsaufnahme unter 140 Watt bleibt.

Überdies lässt Nvidia den GDDR5-Speicher mit 3004 statt 2700 MHz laufen und steuert ihn über 192 statt 128 Leitungen an. Das hebt die Transferrate von 86 auf 144 GByte/s. Dadurch ist die GeForce GTX 650 Ti Boost in Spielen wesentlich schneller als die Radeon HD 7790 und kann es in manchen Einstellungen sogar mit einer Radeon HD 7850 aufnehmen, deren günstige 1-GByte-Version AMD aber aus dem Markt nehmen will.

Wie andere Grafikkarten aus Nvidias Kepler-Serie steuert die GeForce GTX 650 Ti Boost bis zu vier Displays gleichzeitig unter Windows an, beim Zocken im 3D-Vollbildmodus maximal drei. AMDs Radeon HD 7790 packt vier gleichzeitig, sofern Display 3 und 4 direkt via DisplayPort verbunden sind. 4K-Auflösungen unterstützen beide Karten, allerdings reicht ihre Leistung zum Spielen aktueller DirectX-11-Titel in ebendiesen nicht aus. (mfi)

Mini-PC mit Mobilprozessor

Die Wind Box DC110 von MSI ist 35 mm dünn und beansprucht lediglich ein Volumen von 1 Liter. Dank HDMI-Ausgang eignet sich die Wind Box DC110 unter anderem als Wohnzimmer-PC für die Wiedergabe von Full-HD-Videos. Per VGA finden ältere Beamer Anschluss. Im Inneren des kompakten Rechners stecken die sparsame Mobil-CPU Celeron 847 mit zwei Kernen und 1,1 GHz Taktfrequenz, 2 GByte Arbeitsspeicher und eine 2,5"-Festplatte mit 320 GByte Kapazität. Zu den Anschlüssen des Mini-PC gehören 6 × USB 2.0, SPDIF, GBit-LAN und ein Kartenleser. Die MSI Wind Box DC110 kostet inklusive zwei Jahren Garantie je nach vorinstalliertem Windows zwischen 320 und 380 Euro. (chh)

Cloud-Grafikkarten für Streaming-Spiele

Radeon Sky heißt eine Serie von Server-Grafikkarten, die AMD speziell für Spiele-Streaming-Dienste vorgestellt hat. Statt im heimischen Desktop-PC steckt sie in Rechenzentren und berechnet dort aufwendige Echtzeitspielegrafik für leistungsschwache Geräte. Die fertig gerenderten Bilder gelangen dann übers Internet als Videostream auf das Smartphone des Spielers oder über Zusatzboxen auf den Fernseher.

Die Modelle Radeon Sky 500, 700 und 900 sind passiv gekühlt und sollen besonders effizient arbeiten. Auf der Radeon Sky 900 sitzen gleich zwei Tahiti-GPUs mit jeweils 1792 Rechenkernen, auf der Sky 700 eine davon und die Sky 500 setzt auf einen Pitcairn-Grafikchip mit 1280 Kernen. Pro GPU lassen sich laut AMD bis zu sechs Spiele streamen – dabei hat die Firma sicherlich nicht die anspruchsvollsten DirectX-11.1-Titel im Blick. Auch erste Partner konnte AMD bereits vorweisen, nämlich die Cloud-Gaming-Anbieter Ciinow, G-Cluster Global, Otoy und Ubitus. Wie teuer die Karten werden sollen, ist noch unklar, AMD kündigte lediglich die Massenproduktion für das zweite Quartal 2013 an. (mfi)

Monstergrafikkarte in Aussicht

Die Dual-GPU-Grafikkarte Radeon HD 7990 von AMD soll den 1000 Euro teuren Nvidia-Grafikkarten GeForce GTX 690 und GeForce Titan in Zukunft Paroli bieten. Auf der Karte sitzen zwei Tahiti-GPUs mit je 2048 Shader-Rechenkernen, die zusammen schnell genug für Spiele in 4K-Auflösungen sein sollen. Bis zu 375 Watt darf sie über ihre zwei achtpoligen Stromstecker aus dem Netzteil ziehen und soll dennoch – zumindest im Leerlauf – dank drei großer Axiallüfter kühl und leise laufen. Vermutlich soll die 1000 Euro teure Monsterkarte als AMD-Referenzdesign noch im April in den Handel kommen. Manche Board-Partner, etwa Club 3D und Powercolor, bieten Eigendesigns bereits seit geraumer Zeit an. (mfi)

Kepler-Grafikchips für Notebooks

Nvidia komplettiert die GeForce-700M-Serie für Notebooks mit den Modellen GeForce GT 720M, 735M, 740M, 745M und 750M. Lediglich die GeForce GT 720M nutzt noch eine Fermi-GPU, die allerdings schon im 28-nm-Verfahren gefertigt ist und 96 Shader-Kerne beherbergt. Die restlichen GPUs setzen allesamt auf die Kepler-Architektur und bieten 384 Kerne. Nvidia differenziert ihre Leistung über den Speichertyp (GDDR5/DDR3), dessen Anbindung (64/128 Bit) und die Taktfrequenzen von GPU und Speicher. Die Grafikeinheiten sind allesamt zu DirectX 11.0 kompatibel und unterstützen die Turbo-Funktion GPU Boost 2.0 sowie den Optimus-Hybridmodus. (mfi)

Midi-Tower mit Kartenleser und Festplatten-Dock

Für leise Rechner, in denen dennoch kräftige Komponenten arbeiten, bietet Cooler Master die White Edition des PC-Gehäuses Silencio 550 an. Die Wände sind mit schallschluckenden Dämmmatten ausgekleidet. Eine Frontklappe soll Geräusche der optischen Laufwerke dämpfen. Die Kühlung übernehmen zwei langsam drehende 12-cm-Ventilatoren (800 U/min) in Vorder- und Rückseite.

Von außen zugänglich sind ein Hot-Swap-Schacht für Festplatten, ein SD-Kartenleser sowie zwei 5,25"-Einbauschächte. Intern finden bis zu sieben 3,5"-Festplatten Unterschlupf. Alternativ lässt sich einer der 3,5"-Schlitten mit zwei 2,5"-Laufwerken wie zum Beispiel Solid-State Disks bestücken. Cooler Master verlangt für das Silencio 550 White Edition 85 Euro. (chh)

Hardware-Notizen

Für ältere CPU-Kühler verschickt Noctua auf Wunsch kostenlos eine Halterung für Intel-Prozessoren, die auch auf die kommenden Haswell-CPUs mit Fassung LGA1150 passt. Als Nachweis fordert der Hersteller per Webformular eine Rechnungskopie des Kühlers und einen Beleg für das Mainboard (siehe c’t-Link).

Mit dem Grafiktreiber GeForce 314.22 für Nvidia-Grafikkarten soll die Bildrate beim 3D-Shooter Bioshock Infinite laut Nvidia um bis zu 41 Prozent zulegen (siehe c’t-Link). Performance-Zuwächse gibt es auch bei den 3D-Spielen Tomb Raider (60 Prozent), Sniper Elite V2 (23 Prozent) und Sleeping Dogs (13 Prozent).

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