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Firefox: Bessere Entwicklertools, schnelleres JavaScript

Mozilla will die Fähigkeiten seines Browsers für Entwickler wesentlich erweitern. So arbeitet die Stiftung an einer Python-Library, mit der der Browser externe Editoren einbinden kann. So sollen Entwickler ihre Seiten live bearbeiten können. Alternativ könnte auch ein Editor direkt in die Entwicklertools eingebettet werden. Verbessert werden sollen auch das Netzwerk-Panel, das die Ladezeiten von Website-Elementen anzeigt, und die JavaScript-Konsole.

Dramatische Beschleunigung bei der Ausführung von JavaScript erhofft Mozilla sich durch den Einsatz von asm.js. asm.js ist eine Teilmenge von JavaScript, die verlangsamende Elemente der Sprache ausspart. Dazu zählen die Erfinder von asm.js auch den Just-in-Time-Compiler. An seine Stelle tritt ein Ahead-of-Time-Compiler (AOT), der eine schnell ausführbare Datei beim Laden erstellt. asm.js soll laut Plan in Version 22 des Browsers einfließen, die im Juni erscheinen soll.

Wozu asm.js in der Lage ist, zeigte Mozilla mit einem Port der Spiel-Engine Unreal Engine 3 nach JavaScript, den Mozilla gemeinsam mit Epic Games im Rahmen der Games Developer Conference vorstellte. In der Browser-Version der Unreal Engine kommen nur HTML5, Web GL und JavaScript zum Einsatz. Entwickler sollen „bald“ mit dem Port in der Lage sein, ihre nativen Spiele ins Web portieren zu können. (jo)

Leistungsschutzrecht durchgewinkt

Das Leistungsschutzrecht hat die letzte Hürde im Bundesrat genommen und kann nun in Kraft treten. Auf seiner Sitzung am 22. März hat der Bundesrat keinen Einspruch gegen das neue Gesetz erhoben, obwohl Schwarz-Gelb in der Länderkammer in der Minderheit sind. Das Gesetz legt fest, dass Ausschnitte von Presseartikeln im Internet nur noch gegen eine Lizenzgebühr verwendet werden dürfen. Es sei denn, es handelt sich dabei um „kleinste Textteile“. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat für den Fall eines Wahlsiegs angekündigt, seine Partei werde dann ein „neues, taugliches Gesetz“ auf den Weg bringen. (hob)

Chrome 26 mit Rechtschreibprüfung

Die wichtigste Neuerung in Chrome 26 ist eine Cloud-basierte Rechtschreibprüfung. Auf Wunsch können Nutzer damit ihre Eingaben in Textfeldern online von einem Google-Dienst überprüfen lassen. Wörter, die Googles Rechtschreibprüfung nicht kennt, lassen sich ergänzen – und stehen dann mit allen Chrome-Instanzen zur Verfügung, bei denen sich der Benutzer anmeldet. Voll verfügbar ist die Rechtschreibprüfung unter Windows und Linux, Mac-User müssen darauf noch warten.

Darüber hinaus schließt Chrome 26 diverse Sicherheitslücken. Um Sicherheitsproblemen vorzubeugen, hat Google zudem die in Chrome 24 eingeführte Unterstützung für die Formelauszeichnungssprache MathML vorläufig aus dem Browser genommen. (rzl)

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