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Monitor mit Überbreit-Format

Nachdem LG vorgelegt hat, zieht nun auch AOC mit einem Monitor im 21:9-Format nach. AOC verspricht auf dem q2963Pm Kino-Feeling, da der Schirm sogar Filme im Cinemascope-Format ohne nervige schwarze Balken anzeigen kann. Großes Kino sieht allerdings anders aus: Die Diagonale von 29 Zoll (rund 74 cm) suggeriert zwar ein riesiges Bild, die Bildfläche des q2963Pm ist aber nur so hoch wie bei einem 23"-Monitor mit 16:9-Format.

Das dank IPS-Technik blickwinkelstabile Display löst mit 2560 × 1080 Bildpunkten auf, was genug Platz verspricht, um mehrere Fenster überlappungsfrei nebeneinander zu arrangieren. Bildsignale lassen sich von PCs, Videoplayern und Spielkonsolen über zwei DisplayPort-Eingänge, per DVI und HDMI zuspielen. An HDMI nimmt das Display auch die Inhalte von Mobilgeräten per MHL (Mobile High-Definition Link) entgegen. Der q2963Pm ist ab sofort für 500 Euro erhältlich. (spo)

Oculus Rift nun mit 7-Zoll-Display

Oculus VR liefert die Entwicklerversion der Virtual-Reality-Videobrille Oculus Rift mit 7-Zoll-Display aus – beim auf der CES vorgestellten Prototyp waren es noch 5,6 Zoll (siehe c’t 3/13, S. 20). Die kleineren Panels waren laut Oculus-Entwickler Palmer Luckey nicht in der gewünschten Stückzahl verfügbar. Das neue Display soll weniger Probleme mit Bewegungsunschärfe haben und mehr Kontrast bieten, wiegt dafür aber 90 Gramm mehr. Insgesamt bringt die Videobrille nun 379 Gramm auf die Waage.

Bereits beim Prototyp mit dem kleineren Display störten die deutlich sichtbaren Pixel, ein größeres Panel mit gleicher Auflösung – und damit größeren Pixeln – verschlechtert die Darstellung vermutlich noch. Laut Palmer Luckey soll in der für 2014 geplanten Consumer-Version wieder ein kleineres Display verbaut werden.

Die ersten Entwickler-Kits wurden Ende März verschickt, wöchentlich will der Hersteller 1000 bis 1500 Bestellungen bearbeiten – wer das Oculus-Rift-Kit jetzt für 300 US-Dollar bestellt, soll es im Mai erhalten. Im Paket finden sich neben der Brille und der Steuerbox mit DVI- und HDMI-Eingang drei Paar Dioptrien-Ausgleichslinsen, drei internationale Netzstecker, zwei HDMI-Kabel, ein DVI-Kabel sowie ein HDMI-auf-DVI-Adapter. Das Ganze steckt in einem Hartschalenkoffer.

Ursprünglich sollten die über Kickstarter angebotenen Entwickler-Kits mit einer an die Rift angepassten Version von Doom 3 ausgeliefert werden – da das Spiel nicht rechtzeitig fertig geworden ist, gibt es nun stattdessen Gutscheine für Steam oder den Oculus-Webshop. Dafür hat der Spielentwickler Valve seinen populären Multiplay-Shooter Team Fortress 2 an die Rift-Brille angepasst: Das Spiel läuft bereits jetzt mit dem Entwickler-Kit, man muss es lediglich mit der Option „-VR“ starten. Wie die Spieleentwickler auf VR-Brillen wie die Oculus Rift reagieren, beschreibt unser GDC-Bericht ab Seite 22. (jkj)

Sony reicht Patent für Datenbrille ein

Seit Google mit seiner Datenbrille im Project Glass viel Aufmerksamkeit erregt, juckt es offenbar auch andere Hersteller. Nun hat Sony ein Patent für eine solche Brille eingereicht. Sie sieht aus wie eine Sonnenbrille und ähnelt damit einer älteren Datenbrille des US-Anbieters Vuzix (siehe c’t 24/12, S. 102). Während Google Glass nur ein einzelnes Display integriert, hat die Sony-Brille jeweils eine Displayeinheit in beiden Bügeln. Deren Bild wird per Totalreflexion im Brillenglas zu einem kleinen Fenster geführt, welches das Licht zum Auge lenkt. Kopfhörer am Bügel sorgen für den Ton. Ob sich die Brille wie Google Glass per Sprache steuern lässt, ist unklar.

Weil man außer den eingeblendeten Bildern auch seine Umgebung sieht, ist die binokulare Brille offenbar für Augmented Reality gedacht. Bisher bietet Sony nur den Displayhelm HMZ-T2 an, den man ausschließlich zum Videoschauen oder Spielen nutzt, da er den Träger komplett von seiner Umgebung abschirmt. (uk)

16:10-Display fürs Büro

Vielen Nutzern ist Full-HD-Auflösung am Arbeitsmonitor zu wenig – entsprechend haben 24"-Monitor mit 16:10-Format und 1920 × 1200 Bildpunkten treue Anhänger. Neuster Vertreter dieser Klasse ist BenQs BL2411PT. Sein blickwinkelstabiles IPS-Display ist mit 300 cd/m2 auch für sonnendurchflutete Räume hell genug. Um Augen und Geldbeutel zu schonen, kann man die Schirmhelligkeit mit Hilfe eines Sensors automatisch an das Umgebungslicht anpassen lassen. Entfernt sich der Nutzer vom Schirm, schaltet sich das Display per Abwesenheitssensor in den Stand-by.

Damit man eine entspannte Sitzposition einnehmen kann, lässt sich der BL2411PT neigen, seitlich schwenken, um 13 Zentimeter in der Höhe verstellen und ins Hochformat drehen. Neben einem analogen Sub-D-Eingang stehen für den Digitalbetrieb DVI und DisplayPort bereit. Den darüber übertragenen Ton geben die integrierten Lautsprecher wieder. Der BL2411PT ist ab Mitte April für 300 Euro erhältlich. (spo)

Große Fernseher beliebt, 4K teuer

Obgleich der Fernsehgeräteabsatz nicht mehr so rasant steigt wie in den ersten Jahren der flachen Fernseher, gehören TVs weiterhin zu den viel gekauften und teuer bezahlten Geräten. So wurde in Deutschland im Januar 2013 für Geräte mit Diagonalen ab 50 Zoll deutlich mehr ausgegeben als im Januar 2012, Zuwächse gab es auch bei den 46/46-Zöllern. Am häufigsten wurden weiterhin TVs mit 40/42 Zoll Diagonale gekauft – ihr Wertanteil lag bei 26 Prozent –, dicht gefolgt von den 46/47-Zöllern mit einem Anteil von 23 Prozent.

Als wichtigste Entscheidungskriterien beim Kauf eines Fernsehgeräts nennen Kunden in Deutschland die Bildqualität, den Preis und die Größe. TV-Hersteller leiten daraus zuweilen ab, dass der Markt für TVs mit Ultra-HD-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) demnächst durchstarten wird. Daran könnte man angesichts der saftigen Preise für die hochauflösenden Fernsehschirme zweifeln: LG verlangt beispielsweise 200̌00 Euro für sein aktuelles 4K-Display 84LM960V (siehe Test auf S. 64); die demnächst erhältlichen 4K-Geräte von Sony und Toshiba werden nicht billiger sein.

Wirft man einen Blick auf die Preise für 4K-TVs in anderen Ländern, kommt aber Hoffnung auf. So sind 65-zöllige 4K-TVs in China laut Digitimes im Einzelhandel bereits für rund 4200 US-Dollar (3200 Euro) erhältlich, 50-zöllige Fernseher mit Ultra-HD-Auflösung sollen nur rund 2100 Dollar (1600 Euro) kosten. Die Marktbeobachter rechnen damit, dass sich der Preis bis Ende des Jahres sogar beim 1,3 bis 1,5-fachen des Preises für Full-HD-Geräte einpendeln wird. Selbst bei der üblichen 1:1-Umrechnung von Dollar- in Euro-Preise liegen die von Toshiba für Deutschland angedeuteten Preise für die kommenden 55- und 65-zölligen 4K-Fernseher deutlich darüber: Der 65"-4K-TV soll „unter 100̌00 Euro kosten, die kleinere 55-Zoll-Variante unter 5000 Euro – normalerweise bedeutet das 9999 und 4999 Euro. Auch Samsung, Sony und LG wollen mit diesen Diagonalen an den Start gehen.

Hersteller der 4K-Panels sind derzeit vor allem LG und AU Optronics – LG produziert die 84-zölligen Riesendisplays mit 3D-Polfilter-Technik, AUO ist für die kleineren Größen zuständig und setzt bei 3D auf die Shutter-Technik. Angeblich konnte das taiwanische Unternehmen die Ausbeute in der 4K-Panelfertigung auf 65 Prozent erhöhen – nicht viel im Vergleich zum im 90er-Bereich liegenden Yield bei der Fertigung von Full-HD-TVs. Prognosen gehen in diesem Jahr in Deutschland von etwa 400̌00 verkauften 4K-TVs aus. Im kommenden Jahr sollen es bereits zehnmal so viel sein, 2015 dann sogar 8000̌00 Geräte. Das entspräche ungefähr 10 Prozent aller hierzulande verkauften TVs und wird wohl nur klappen, wenn die Preise schnell sinken. (uk)

Panasonic-OLED: Polymere von Sumitomo

Sumitomo Chemical hat sich endgültig als Zulieferer des gedruckten OLED-Displays von Panasonic geoutet. In seinem aktuellen Geschäftsbericht verweist der japanische Chemie-Konzern auf das während der CES gezeigte 4K-OLED, das mit Sumitomos Polymermaterial gedruckt werde. Laut Panasonic verbessern Filter über der Leuchtschicht die Farben – vor allem ein sattes Blau lässt sich mit gedruckten Polymeren anders kaum hinbekommen. Panasonic und Sumitomo forschen bereits seit einigen Jahren gemeinsam an der Drucktechnik für organisches Material, was nun erstmals in ein reales Produkt mündete. Das TFT-Panel mit Oxide-Halbleitertechnik stammt von AU Optronics aus Taiwan – Sonys 4K-OLED nutzt die gleiche Backplane. Auch hier gibt es Verflechtungen: Sony und Panasonic arbeiten in einem Joint Venture an kleinen und mittelgroßen OLED-Displays und haben diese Kooperation letztes Jahr auf große OLEDs ausgedehnt. (uk)

Peripherie-Notizen

Samsung möchte seine niederländische Tochterfirma Liquavista für 100 Millionen US-Dollar (rund 770 000 Euro) an Amazon verkaufen. Grund für die Verkaufsabsichten: Die Technik für Öltröpfchen-Displays habe nicht die Erwartungen erfüllt.

Panasonic will die Plasmatechnik nicht weiterentwickeln und die LCD-Produktion zurückfahren. Stattdessen erhofft sich das japanische Unternehmen viel von der gemeinsam mit Sony betriebenen OLED-Entwicklung.

Samsung ist als Display-Zulieferer bei Apple offenbar nicht mehr erwünscht. Nachdem Apple das koreanische Unternehmen im vergangenen Jahr noch reichlich für seine hochauflösenden iPads bemühen musste, weil LG und Sharp Fertigungsprobleme hatten, fliegt Samsung nun wohl auch bei den Tablets raus. Die hochauflösenden LC-Panels für Smartphones und Notebooks stammen bereits jetzt von LG, Japan Display, Sharp und AUO.

Samsungs Smartphone-Flaggschiff Galaxy S4 soll eine Mobildruckfunktion enthalten, die Drucker ähnlich wie Apples AirPrint per WLAN direkt ohne App ansprechen kann. Anders als bei AirPrint sollen auch Optionen wie Papierart, Ausrichtung und Farbmodus einstellbar sein; bislang werden nur netzwerkfähige Geräte von HP unterstützt. Die Druckfunktion im Android-System des Smartphones soll per Firmware-Update für das Galaxy S III und Note II nachgereicht werden.

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