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Plastische Klimaprognose

Im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts SUDPLAN (Sustainable Urban Development Planner for Climate Change Adaption) hat das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern eine 3D-Visualisierungssoftware entwickelt, die auf den erweiterbaren 3D-Globus World Wind SDK der NASA aufsetzt. Im Rahmen von SUDPLAN zeigt die Software prognostizierte klimabedingte Veränderungen für europäische Städte bis zum Jahr 2100 an – etwa Entwicklungen der Regenmenge und Regenhäufigkeit, der jahreszeitlichen Verteilung der Niederschläge und der Luftqualität. Die 3D-Visualisierungssoftware des DFKI soll sich aber auch für andere geografische Informationssysteme nutzen lassen, die sich etwa der raumbezogenen Marktanalyse, dem Tourismus, der Umweltforschung oder der Energieversorgung widmen. Eine Demo-Version lässt sich über Java Web Start direkt im Browser ausprobieren. (pek)

Scannen in 3D

Die 3D-Scansoftware ReconstructMe bindet in Version 1.2 das Treiberpaket OpenNI 2 ein. Dieses unterstützt auch den PrimeSense-Sensor Carmine 1.09, der speziell für die Erfassung im Nahbereich gedacht ist. Damit lassen sich auch kleinere Objekte mit höherer Auflösung scannen als mit den bekannteren PrimeSense-Geräten Kinect oder Asus Xtion Pro Live. Die Software läuft unter Windows 7 und kostet als Vollversion 179 Euro. Mit dem ReconstructMe-SDK lassen sich eigene Anwendungen auf Basis des in Echtzeit erfassten 3D-Modells entwickeln. Die aktuelle SDK-Version 1.5 kostet 599 Euro. Eine nicht kommerziell nutzbare Basis-Ausgabe von Anwendung und SDK bekommt man gratis.

Auch Microsoft möchte Programmierern helfen, die Sensordaten der Kinect in eigene Anwendungen zu integrieren und hat Version 1.7 des Kinect for Windows SDK veröffentlicht. Das Paket enthält endlich auch KinectFusion, den 3D-Echtzeitscanner, der bereits im Jahr 2011 als Forschungsprojekt vorgeführt, aber bislang nicht veröffentlicht wurde. Mit dem SDK sollen Entwickler direkt über C#- und C++-Code auf die 3D-Echtzeitdaten zugreifen können. Die im Paket enthaltene Demo-Anwendung KinectFusion Explorer soll sich direkt als 3D-Scan-Software benutzen lassen, die die erzeugten Direct3D-Modelle als Oberflächennetze in gängige 3D-Formate exportiert. Das SDK bekommt man gratis, die Lizenz für kommerzielle Entwicklungen ist mit dem Kaufpreis für die spezielle Windows-Kinect abgegolten.

Einen 3D-Scanner soll es in Kürze auch vom 3D-Drucker-Hersteller MakerBot Industries geben. Der Prototyp des Geräts wurde auf einer Messe in den USA gezeigt. Statt mit dem Structured-Light-Verfahren des Infrarotsensors der Kinect arbeitet der MakerBot-Scanner mit Laserlinien und der Lichtschnittmethode (c’t 11/12, S. 86). Die plastische Vorlage wird dabei auf einem Teller gedreht. Der Scan soll nach wenigen Minuten abgeschlossen sein. Preise und Liefertermine sind noch nicht bekannt. (pek)

Technischer Illustrator

CorelDraw Technical Suite ist der neue Name für das Paket rund um das technische Illustrationsprogramm Corel Designer, das wiederum aus dem Micrografx Designer hervorgegangen ist. Neben diesem Vektorzeichner enthält Version X6 des Pakets unter anderem sämtliche Programme, die auch in der CorelDraw Graphics Suite X6 enthalten sind, etwa das eher auf Gestalter zugeschnittene Vektorgrafikprogramm CorelDraw sowie die Bildbearbeitung Photo-Paint (c’t 10/12, S. 68).

Das Illustrationsprogramm Corel Designer soll in Version X6 die perspektivische Darstellung von Gewinden, Bohrungen, Zylindern und Prismen erleichtern und auch aus isometrischen 3D-Projektionen korrekte Maße nehmen. Beschriftungen haften an den Bezugsobjekten, wenn man jene verschiebt. Objekt- und Farbstile sowie Farbharmonien sollen Illustrationen ein einheitliches Erscheinungsbild verleihen. Für 3D-Darstellungen benutzt Corel jetzt Technik der Firma Lattice Technology, deren XVL Player DWG-, 3DS-, VRML- und XVL-Modelle dreh- und zoombar einbettet.

Die Software läuft unter Windows 7 und 8 jeweils als 32- oder 64-Bit-Version, unter XP nur mit 32 Bit. Die Vollversion kostet 999 Euro, das Upgrade 475 Euro. Für 356 Euro bekommt man ein sogenanntes Technical Pack, das eine vorhandene CorelDraw Graphics Suite X6 zur Technical Suite erweitert. Wer 3D-Daten aus weiteren CAD-Formaten importieren will, kann das Zusatzmodul XVL Studio 3D CAD Corel Edition für 4879 Euro kaufen. (pek)

Maker Faire kommt nach Hannover

c’t Hardware Hacks lädt ein: Am Samstag, den 3. August treffen sich alle, die gerne tüfteln, bauen, basteln und hacken auf der Maker Faire Hannover. Die bekannte Veranstaltungsreihe, 2006 vom O’Reilly-Verlag in den USA begründet, findet damit erstmalig in Deutschland statt. Maker Faires sind keine Technikkonferenzen, sondern bunte Festivals für die ganze Familie.

Das Festival findet im Hannover Congress Centrum statt. In der Glashalle und auf dem Freigelände ist Platz für private Maker und Initiativen sowie kommerzielle Aussteller, Künstler und Handwerker. Besucher können an Workshops teilnehmen oder Vorträge hören. Unter www.makerfairehannover.com haben wir alle relevanten Informationen zusammengefasst.

Für Besucher beträgt der Eintritt 8 Euro, eine Familienkarte für zwei Erwachsene und zwei Kinder kostet 15 Euro. Beim Online-Kauf der Tickets gibt es einen Rabatt von 15 Prozent. Kinder unter 150 cm Körpergröße haben freien Eintritt. Für Schulklassen und Verbände gelten Sonderkonditionen.

Private Aussteller können sich bis zum 15. Juni über ein Formular (siehe c’t-Link) anmelden. Ein Stand kostet 15 Euro (ohne Verkauf) oder 200 Euro (mit Kleinverkauf etwa von Bausätzen). Kommerzielle Anbieter wenden sich bitte per Mail an Patrick Werner; paw@heise.de.

Für das Vortragsprogramm und Workshops freuen wir uns über Einreichungen mit einer kurzen Beschreibung des Themas an hacks@heise.de. Mögliche Themen: Elektronik, Arduino, Raspberry Pi, Hardware Hacking, Roboter, Fischertechnik, 3D-Druck, Quadrokopter, Modellbau, Steampunk, Kunst, Upcycling, Handarbeit und mehr. (phs)

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